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Amber Heard Anwältin beklagt nach Niederlage Social-Media-Einfluss

Amber Heard und ihre Anwältin Elaine Bredehoft
Amber Heard und ihre Anwältin Elaine Bredehoft
© STEVE HELBER/POOL/AFP / Getty Images
Für Amber Heard war das Gerichtsurteil in Virgina eine Schlappe. Ihre Anwältin kündigte Berufung an. Sie wirft der Jury vor, sich zu sehr an der giftigen Prozessbegleitung in den sozialen Medien orientiert zu haben.

Die Schauspielerin Amber Heard, 36, zeigte sich nach der Urteilsverkündung im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp, 58, am Boden zerstört. Die Geschworenen haben zwar auch Amber Heard, 36, zu einem Teil Recht gegeben. Ihr Ex-Mann geht aber grundsätzlich als Gewinner daraus hervor. In einem Statement auf Instagram schrieb sich die 36-Jährige nach der Verkündung des Urteils ihre Enttäuschung von der Seele.

Amber Heard muss zahlen, kann die Summe aber nicht aufbringen

Amber Heards Anwältin Elaine Bredehoft kündigte am Donnerstag, 2. Juni 2022, in der NBC-Sendung "Today" an, ihre Mandatin würde in Berufung gehen. Die Anwältin führte auf: "Sie hat einige ausgezeichnete Gründe dafür." Heard könnte dann vor einem Berufungsgericht versuchen, ihre Strafe zu reduzieren. 8,35 Millionen Dollar muss sie an ihren Ex zahlen. Eine Summe, die sie gar nicht aufbringen kann, wie Elaine Bredehoft offenbart. Auf die Frage, ob ihre Mandantin in der Lage wäre, den Schadensersatz zu zahlen, entgegnete sie: "Oh nein, absolut nicht." Doch sie sprach nicht nur über die Zahlungsunfähigkeit, sondern auch über die Entscheidung der Jury. Elaine Bredehoft warf den Geschworenen vor, sich zu sehr von den Social-Media-Beiträgen verleiten lassen zu haben.

Hat der Social-Media-Rausch die Jury beeinflusst?

Sie sei der Ansicht, dass die Jury dem intensiven und "einseitigen" Social-Media-Rausch um den Prozess nicht entkommen könne. "Wir hatten wegen der Justizkonferenz eine 10-tägige Pause in der Mitte. Auf keinen Fall konnten sie davon nicht beeinflusst worden sein", sagte sie. Elaine Bredehoft beschrieb die Berichterstattung in den sozialen Medien als "schrecklich" und machte deutlich, dass sie es ablehnte, Kameras im Gerichtssaal zu haben.

Jeder noch so schmutzige Vorwurf konnte mittels Liveübertragung von der Gesellschaft im Detail verfolgt werden. Wochenlang wurde zwar in einem Gerichtssaal verhandelt – vor allem aber von der Gesellschaft geurteilt. Die meisten Kommentare im Internet fallen zugunsten von Johnny Depp aus. Der Prozess wurde mit einer Reihe an Pro-Depp-Artikeln und -Kommentaren begleitet. Der Hashtag #JusticeforJohnny (Gerechtigkeit für Johnny Depp) regiert das Netz. Eine Bewegung, die auch den Geschworenen nicht entgehen konnte. "Wie könnten sie? Sie gingen jede Nacht nach Hause. Sie haben Familien. Die Familien sind in den sozialen Medien", sagte Heards Anwältin zu NBC. Und hielt fest: "Wir hatten wegen der Justizkonferenz eine 10-tägige Pause in der Mitte. Auf keinen Fall konnten sie davon nicht beeinflusst worden sein".

Verwendete Quelle: skynews

cba Gala


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