Amber Heard + Johnny Depp: Geheime Gerichtspapiere aus dem Scheidungsprozess veröffentlicht

Amber Heard und Johnny Depp sind seit drei Jahren geschieden, doch Ruhe kehrt in den Rosenkrieg rund um die Vorwürfe der häuslichen Gewalt dennoch nicht ein

Der Rosenkrieg zwischen Johnny Depp, 55, und Amber Heard, 32, nach der Trennung im Mai 2015 war einer der schmutzigsten, den Hollywood seit langem hervorgebracht hatte: Ihr Mann habe sie mehrfach misshandelt, lautete der Vorwurf der Schauspielerin, den sie mit Fotos von Verletzungen beweisen wollte. Das US-Entertainment-Portal "The Hollywood-Reporter" veröffentlicht jetzt bisher geheime Details aus Gerichtsakten des Scheidungsprozesses.

Amber Hard beschuldigt Johnny Depp

"Johnny und ich bezeichnen seine andere Persönlichkeit - den Teil von ihm, der anwesend ist, wenn er mich schlägt - wir nennen es das Monster und haben es seit vielen Jahren als das Monster bezeichnet", wird Heard aus einer 471 Seiten umfassenden Aussage von 2016, die "The Hollywood Reporter" vorliegt, zitiert.
Sie ergänzt:

"Ich war wie gelähmt von dem Monster".

Weiterhin behauptet Heard, Depp habe am Abend des 21. Mai 2016 ein Telefon "so hart, wie er konnte" auf sie geworfen und ihr ins Gesicht geschlagen. Anschließend habe er sie an den Haaren gepackt, weswegen sie um Hilfe gerufen habe. Diese habe sie von einer Freundin namens Pennington erhalten, deren Aussage ebenfalls in den jetzt enthüllten Gerichtsdokumenten enthalten ist. Depp habe herumgebrüllt, eine Magnum-Flasche Wein "geschwungen" und damit Sachen von der Theke gestoßen, gibt Pennington über den Abend zu Protokoll, der die Trennung des Paares besiegelte. Sie habe "dutzende Fotos" von Verletzungen, die der zweifache Vater Heard im Laufe der Ehe angeblich zugefügt haben soll. 

Heard oder Depp - wer sagt die Wahrheit?

Johnny Depp hat öffentlich lange zu den Vorwürfen seiner Ex-Frau geschwiegen - bis Oktober 2018. Gegenüber der britischen Ausgabe des Magazins "GQ" sagt er, er fühle sich, als sei er in einer kurzen Zeit von "Cinderella" zu "Quasimodo" geworden. Er habe gespürt, dass ihn die Menschen anders angesehen hätten. "Das, was mir wehgetan hat, war, dass ich als etwas präsentiert wurde, von dem du wirklich so weit entfernst bist, wie du nur könntest."  

Schmutzige Trennungen

Rosenkriege in Hollywood

Amber Heard, Johnny Depp
Ein Bild wie aus einem anderen Leben: Sandra Bullock gewinnt am 7. März 2010 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für "The Blin
Alec Baldwin und Kim Basinger
Pamela Anderson, Rick Salomon

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Vor Gericht bestreitet der "Flucht der Karibik"-Star die Vorwürfe deutlich: In einem Verleumdungs-Prozess gegen die britische Zeitung "The Sun" sagte er im Juli 2018 aus, es sei Heard gewesen, die sich ihm gegenüber am Abend des 21. Mai 2016 "aggressiv und gewalttätig" verhalten habe. Er habe weder ein Telefon nach ihr geworfen noch sie anderweitig berührt. Eine Aussage, die eine Polizistin unterstützt. 

Die Frau, die zu der besagten Auseinandersetzung zu dem Haus des Hollywood-Stars gerufen wurde, sagte im Juli 2016 ebenfalls im Scheidungsprozess aus. Sie habe Heard weinend vorgefunden, aber weder Flecken, Prellungen, Schwellungen oder Anzeichen von anderweitigen Verletzungen in ihrem Gesicht bemerkt noch Anzeichen von Glasscherben oder zerbrochenen Gegenständen. Heard habe zu diesem Zeitpunkt eine Aussage verweigert, so dass die Polizistin keinen Grund zu der Annahme gehabt hätte, dass ein Verbrechen begangen worden war.

Heard-Freundin Pennington widerspricht dem und behauptet, die Polizistin und ihr Kollege hätten die zerbrochenen Gegenstände gesehen und angeboten, Depp "sofort zu verhaften", wenn Heard Klage erheben wolle.  Wort gegen Wort - wer die Wahrheit sagt, wissen nur die Beteiligten selbst.

Scheidung ist durch

Die juristische Trennung von Johnny Depp und Amber Heard war  im Januar 2017, acht Monate nach der Trennung, rechtskräftig geworden. Der Hollywood-Star erklärte sich bereit, seiner Ex-Frau umgerechnet 6,6 Millionen Euro zu zahlen. 

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