VG-Wort Pixel

Amanda Knox Sie verklagt Italien

Amanda Knox
Amanda Knox
© Reuters
Vor über einem Jahr wurde Amanda Knox im Mordprozess um ihre Mitbewohnerin freigesprochen, doch nun schlägt sie zurück

Im vergangenen Jahr wurde Amanda Knox in letzter Instanz freigesprochen. Ihr war vorgeworfen worden, 2007 ihre damalige Mitbewohnerin Meredith Kercher in Italien auf bestialische Weise ermordet zu haben. Im darauffolgenden Prozess war die mittlerweile 28-Jährige als "Engel mit den Eisaugen" berühmt geworden. Nun hat die US-Amerikanerin Italien vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagt.

"Unmenschlich und erniedrigend"

Amanda Knox wirft der italienischen Justiz vor, sie unfair behandelt zu haben. Im Verhör seien ihre Menschenrechte verletzt worden. So sei sie misshandelt und unter Druck gesetzt worden. Während des Verhörs habe sie beispielsweise "unmenschliche und erniedrigende" Klapse gegen den Kopf erhalten. Zusätzlich habe man ihr verwehrt, einen Anwalt und einen unabhängigen Übersetzer hinzuzuziehen.

Millionen als Entschädigung

Der Straßburger Gerichtshof ließ die Klage zu und forderte die italienische Regierung auf, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Laut früherer Medienberichte soll Amanda Knox eine Entschädigungssumme in Millionenhöhe anstreben.

Auch vermeinntlicher Komplize fordert Entschädigung

Auch ihr Ex-Freund Raffaelo Sollecito, der damals als Amandas Komplize unter Verdacht stand, verlangt vom italienischen Staat 500.000 Euro Entschädigung.

Es geht weiter

Der mysteriöse Mordfall an Meredith Kercher geht also in eine nächste Runde.

rbr Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken