Amanda Knox: Sie ist schuldig

Ein italienisches Gericht, das das Verfahren wegen Mordes gegen Amanda Knox zum dritten Mal aufrollte, hat die Amerikaner nun schuldig gesprochen. Sie wurde zu 28 Jahren Haft verurteilt

Amanda Knox

Erst war sie schuldig, dann unschuldig und nun ist Amanda Knox erneut für schuldig am Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher befunden worden. Wie unter anderem "cnn.com" berichtet, urteilte das Berufungsgericht im italienischen Florenz am Donnerstag (30. Januar) gegen die US-Amerikanerin, die als "Engel mit den Eisaugen" bekannt wurde.

Sie soll im November 2007 in Perugia gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Raffaele Sollecito ihre 21-jährige Mitbewohnerin brutal ermordet haben. Zwei Jahre später wurden Knox und der Italiener dafür in erster Instanz zu 26 beziehungsweise 25 Jahren Haft verurteilt. Der Prozess wurde allerdings im Jahr 2011 wieder aufgenommen und ein Berufungsgericht sprach die beiden frei.

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Sandra Kuhn
Sandra Kuhn lässt die Hüllen fallen und zeigt auf Instagram ganz offen ihre Kaiserschnittnarbe.
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Amanda Knox verließ daraufhin Italien. Die 26-Jährige studiert laut "people.com" momentan an der "University Of Washington" in Seattle.

Jahresrückblick

Tragödien und Schreckmomente 2013

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Das höchste italienische Berufungsgericht ließ das Verfahren wegen Unstimmigkeiten 2013 erneut aufrollen. Und laut des dritten Urteils, das, wie "spiegel.de" berichtet, auf Indizien und "DNA-Beweisen" basiert, ist sie nun doch schuldig und soll dafür 28 Jahre und sechs Monate hinter Gitter. Sollecito wurde zu 25 Jahren verurteilt. Knox' Strafmaß ist höher, da es eine Verurteilung wegen Verleumdung enthält. Knox hatte behauptet, ein italienischer Barbetreiber sei der eigentliche Täter gewesen.

Nach der Urteilsverkündung wandte sich Amanda Knox in einer Stellungnahme, die "CNN" zitiert, an die Medien: "Ich bin verängstigt und traurig über das ungerechte Urteil", schreibt sie. "Nachdem ich für unschuldig befunden wurde, habe ich Besseres vom italienischen Rechtssystem erwartet. Die Beweise und die Theorie der Anklage rechtfertigen keinen Schuldspruch ohne begründeten Zweifel. Es gab immer einen bezeichnenden Mangel an Beweisen."

Amanda Knox nahm an dem Verfahren in Italien nicht teil. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sie die Haftstrafe antreten wird. Denn die USA wird sie laut eines Experten, den "cnn.com" befragt hat, wohl nicht ausliefern. Die US-amerikanischen Gesetze verbieten, eine Person zweimal wegen der selben Straftat anzuklagen. Raffaele Sollecito müsste hingegen ins Gefängnis. Die Anwälte der Verteidigung haben jedoch angekündigt, Berufung einzulegen.

Knox hatte bereits vier Jahre im italienischen Gefängnis verbracht, bevor sie freigesprochen wurde.

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