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Amal Clooney Ihr emotionalster Job

Amal Clooney
© Reuters
Menschenrechtsanwältin Amal Clooney hat den wohl bisher emotionalsten Fall ihrer Karriere angenommen - wird die Frau von George Clooney die Nerven behalten?

Amal Clooney, 38, wird die geflohene ISIS-Sklavin Nadia Murad vertreten.

Die Star-Anwältin und Ehefrau von Hollywoodstar George Clooney kämpft für die 22-Jährige, die im Dezember 2015 vor dem UN-Sicherheitsrat stand und von ihrem schlimmen Schicksal berichtete, das selbst gestandene Diplomaten zum Weinen brachte.

Nadias Schicksal

Die junge Frau wurde im August 2014 gemeinsam mit 150 Familien von ISIS-Terroristen aus ihrem Dorf entführt. Drei lange Monate wurde sie von zwölf ISIS-Männern als Sex-Sklavin gehalten. Eine abscheuliche Vorstellung und man kann natürlich nur erahnen, was Murad durchgemacht haben muss. Seit ihrer gelungenen Flucht kämpft Nadia nun aber dafür, dass man den Massenmord an den Jesiden als "Völkermord" anerkennt.

Nadia Murad
Mutig berichtete Nadia Murad vor dem UN-Sicherheitsrat von ihren schlimmen Erfahrungen als Sex-Sklavin.
© Reuters

Amal steht ihr bei

Nun bekommt sie in ihrem Fall äußerst prominente Unterstützung. Amal Clooney hat sich der jungen Frau angenommen und will ihren Fall vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen. Gegenüber der "New York Times" berichtete Nadia von der großen Unterstützung, die sie von der Anwältin sowie dem Leinwandstar ("Money Monster") erhielt. "Amal und George haben mich bei sich zu Hause empfangen und ihre Herzen für mich geöffnet." Vor allem Amal beeindruckte sie überaus. "Sie hat mit mir nicht als prominente Persönlichkeit gesprochen, mit der Leute gerne Fotos machen, sondern als Schwester und Beschützerin. Sie hat unermessliche Kraft, die mich selbst stolz macht, eine Frau zu sein."

Der gemeinsame Kampf

Das Schicksal der jungen Frau scheint wie der emotionalste Fall, den Amal Clooney bisher angenommen hat. "Wie kann es sein, dass die schrecklichsten Verbrechen, die der Menschheit bekannt sind, vor unseren Augen geschehen, aber nicht vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verfolgt werden?", echauffierte sie sich über die ihrer Meinung nach erschreckenden Zustände. "Wir wissen, dass Tausende jesidische Zivilisten ermordet und Tausende jesidische Frauen versklavt wurden [...]. Wir wissen von systematischen Vergewaltigungen, aber niemand wird zur Rechenschaft gezogen. Es ist an der Zeit, dass wir die ISIS-Kommandanten auf der Anklagebank in Den Haag sehen", so Amal Clooney.

Sicherlich wird sie alles geben und für Nadia Murads Fall bis zum Schluss kämpfen.

lsc Gala


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