Amal + George Clooney: Der Nachbar aus der Hölle

Alle lieben George? Von wegen! Im englischen Sonning laufen die Anwohner Sturm gegen George Clooney und sein Luxus-Bauprojekt. GALA hörte sich vor Ort um

Baulärm stört

Die große Flatter hat begonnen. Von der Fledermauspopulation in der Nähe von George Clooneys Anwesen hat sich bereits ein Teil verzogen – fortwährender Baulärm hat die empfindlichen Tierchen nachhaltig verschreckt. Und auch weniger sensible Wesen fühlen sich durch den Krach aus Richtung Clooney-Villa belästigt, der die beschauliche Ruhe im Örtchen Sonning an der Themse auch an diesem Tag zunichte macht.

Wie etwa eine Nachbarin mit ihrem Labrador, der GALA in der Nähe des Clooneyschen Landsitzes auf der Straße begegnet. Von einem hohen Zaun umgeben ist das Anwesen, das der Schauspieler vorigen Oktober für zehn Millionen Pfund gekauft und seiner Amal als verspätetes Hochzeitspräsent verehrt hat. Möglichst bald, heißt es, wolle das Paar seine Zelte dauerhaft in Berkshire aufschlagen.

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©Gala

Nachbarn wollen keine Hollywood-Stars

Eine Willkommensparty für das Glamour-Paar wird dort wohl keiner geben. "Wir wollen hier keine Hollywood-Stars. Uns ist Abgeschiedenheit und Ruhe wichtig. Alle hier haben Angst vor Horden von Paparazzi und lauten Partys", empört sich die Dame im Gespräch mit GALA und befielt ihrem Hund, brav "Sitz" zu machen. Schon jetzt würden auffallend viele Hubschrauber über dem Ort kreisen …

Ihren Namen möchte die Anwohnerin lieber nicht in einer Zeitschrift lesen. In "Splish Splash Country" – die Gegend heißt so, weil sie die höchste Swimmingpool- Dichte Englands aufweist – ist man reich, sophisticated und pflegt britisches Understatement. Wenn US-Star George Clooney auch vieles kann: Die Gefühlslage seiner künftigen Nachbarn hat er bisher nicht wirklich verstanden.

18 Kameras sollen das Anwesen überwachen

Nicht nur der Baulärm stört. Dass man ein historisches, denkmalgeschütztes Haus wie seines bis auf die Grundfesten auseinandernimmt und komplett umbaut, erscheint vielen traditionsbewussten Engländern weit schlimmer, als bei einem Treffen mit der Queen Tee zu verschütten. Gerade setzt Clooney seiner Umgestaltungswut – unter anderem fiel eine Freitreppe aus dem 17. Jahrhundert seinen Modernisierungsplänen zum Opfer – die Krone auf: Gleich 18 Kameras, so meldete die englische Presse vorige Woche, wolle er auf seinem Gelände installieren lassen.

Anwohner fühlen ihre Privatsphäre bedroht

Es droht ein Kleinkrieg, wie ihn George Clooney höchstens aus seinen Filmen kennt. Sonning läuft Sturm gegen den Hollywood-Star! "Wir werden die Installierung von Kameras nicht genehmigen", versichert Heather Johnson vom zuständigen Bauamt der Grafschaft West Berkshire, als GALA sie in ihrem Büro erreicht. Pech für George: Wegen des in der Gegend streng beachteten Denkmalschutzes kann er die Sicherheitstechnik nicht einfach klammheimlich anbringen und auf allgemeine Billigung hoffen.

Zu viele Anwohner sorgen sich, dass ihre Privatsphäre durch die ständige Überwachung beeinträchtigt werden könnte. Wie GALA in Sonning erfährt, wettern vor allem Mitglieder der örtlichen Kirchengemeinde "Eye And Dunsden" gegen den Zuzug aus den Vereinigten Staaten und seine Extrawürste.

Doch so leicht gibt sich ein George Clooney nicht geschlagen: Wie es heißt, will er in Sachen Kameras in Revision gehen. Der englische Bau-Experte Dave Mannington, mit dem GALA den Fall diskutierte, rechnet ihm gute Chancen aus. "Die Erfahrung zeigt, dass die Hausbesitzer im zweiten Anlauf oft gewinnen." Ob sich Clooney auf diese Weise beliebter macht? Sicher nicht.

Ein leben à la "Downtown Abbey"

Dabei hatten er und Ehefrau Amal sich ihr Dasein hier, nur 70 Autominuten von der Londoner City entfernt und an einem Naturschutzgebiet gelegen, so schön vorgestellt. Die beiden würden am liebsten ein Leben wie in der hyper-erfolgreichen TV-Serie "Downton Abbey" um eine adlige Familie und ihr Personal Anfang des 20. Jahrhunderts führen. Das Original-Schloss "Highclere Castle", auf dem die Serie gedreht wird und das die Clooneys ursprünglich erwerben wollten, liegt ganz in der Nähe.

Schon in Italien hatte Clooney Ärger

Derzeit urlaubt das Paar, herrlich entspannt und offenbar wenig berührt von dem, was sich gerade in seiner neuen Heimat abspielt, in Giorgios italienischem Refugium am Comer See. Auch dort hatte der Schauspieler jahrelang Nachbarschafts-Stress wegen des ständigen Rummels vor seinem Haus. Doch vor Kurzem ließ Bürgermeister Roberto Pozzi für den prominentesten Mitbürger (und Besucher-Magneten) eine Sperrzone errichten, in der Fotografen und neugierige Passanten mit Bußgeldern belegt werden. Mit italienischen Verhältnissen kann George Clooney in England jedoch nicht rechnen.

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