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Alvaro Soler im Interview "Ich wollte eigentlich Autodesigner werden"

Alvaro Soler
© Pressematerial/ Ben Wolf
Alvaro Soler zählt zu den erfolgreichsten Musikern in Deutschland. Jeder Sommer wird mit seinen Hits eingeläutet. Mit GALA.de spricht er über autobiografische Züge seiner Musik und enthüllt Details aus seinem Liebesleben

Sein neues Album "Mar de Colores", zu  deutsch: "Meer voller Farben", ist Anfang September auf dem Markt erschienen; sein Song "La Cintura" hält sich seit Wochen in den Charts – 2018 ist für Alvaro Soler ein erfolgreiches Jahr. Im GALA-Interview erzählt er von seinen alten Lebensplänen und wie er zur Musik gekommen ist.

"Mar de Colores" heißt Ihr neues Album. Woher haben Sie Ihre Inspirationen genommen?

Alvaro Soler: Es repräsentiert meine Heimat Barcelona – das Meer entspannt mich und ich fühle mich da wie zu Hause. "Voller Farben" bezieht sich auf die unterschiedlichen Orte, an denen ich gelebt habe, unter anderem in Barcelona und in Tokio, und auf die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte. Deshalb gibt es viele verschiedene Musikstile auf dem Album. Der Titel verdeutlicht die kulturelle Offenheit.

Der Song "La Cintura" bedeutet "die Hüfte". Der Protagonist hat darin ein paar Probleme mit dem Tanzen und benötigt Nachhilfe. Ist es eine persönliche Geschichte?

Soler: Genau, es ist eine autobiografische Story. Ich wollte zeigen, dass es okay ist, auch zu sagen: "Hey, ich kann gar nicht tanzen, aber es ist mir egal; ich habe trotzdem Spaß." Viele haben Probleme mit der Selbstironie, was schade ist, denn wenn man über sich selbst lachen kann, ist alles viel entspannter.

Alvaro Soler
© Pressematerial/ Ben Wolf

Alvaro Soler hatte andere Pläne

Hatten Sie schon immer den Wunsch Sänger zu werden oder gab es für sie noch andere Pläne?

Soler: Musik habe ich schon immer gemacht, weil ich Spaß dabei hatte. Eigentlich wollte ich Autodesigner werden. Damals war die wirtschaftliche Krise in Spanien noch extremer und viele Unternehmen wollten vor Arbeitsantritt drei Jahre Berufserfahrung vorgewiesen bekommen. Deshalb entschied ich mich für die Musik, hätte aber nicht gedacht, dass sie mir so liegen und ich mit ihr soweit kommen würde. In einem Songwriting-Camp in Österreich merkte ich, dass ich besser abliefern kann als angenommen. Also ging ich nach Berlin und fing dort mit der professionellen Musik an.

Sie sind sehr viel unterwegs;  das kann alles ziemlich stressig sein. Gibt es Phasen, in denen Sie sich ein ruhigeres Leben wünschen?

Soler: Natürlich. Es gibt immer Phasen, in denen man sich wünscht, einfach rauszukommen. Aber ich bin auch nicht so aufgewachsen, um sagen zu können, ich hätte alle Freiheiten der Welt. Ursprünglich habe ich Ingenieurwesen studiert und dachte, ein Job von montags bis freitags wäre das, was mich einmal antreiben würde.

"Wir versuchen immer das Beste aus der gemeinsamen Zeit zu machen"

Sie sind mit der spanisch-britischen Sängerin Sofia Ellar zusammen. Wann sind Sie sich das erste Mal begegnet?

Soler: Vor fast drei Jahren. Wir sind jetzt knapp zweieinhalb Jahre zusammen.

Und Sie bekommen alles unter einen Hut?

Soler: Es ist cool, wenn man mit Jemandem zusammen ist, der aus der gleichen Branche kommt. Sie versteht den Stress. Wir versuchen immer das Beste aus der gemeinsamen Zeit zu machen.

Könnten Sie sich auch ein Duett mit ihr vorstellen?

Soler: Ja, wieso nicht. Wir haben drüber einmal gesprochen. Aktuell macht jeder sein Ding, aber vielleicht kommt das noch in naher Zukunft.

Daniel Holtmann Gala

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