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Nach Schließung seines Restaurants Alfons Schuhbeck ist kein Sternekoch mehr

Alfons Schuhbeck
Alfons Schuhbeck
© Picture Alliance
Das schmeckt Alfons Schuhbeck sicher nicht. Weil sein exklusives Gourmet-Restaurant "Alfons" in München aktuell geschlossen ist, verliert der TV-Koch seinen Michelin-Stern. 

Noch findet sich in der gedruckten Ausgabe des exklusiven "Guide Michelin" der verdient erkochte Stern von Alfons Schuhbeck, 70, für das Münchner Restaurant "Alfons". In der Online-Ausgabe ist dieser jedoch nicht mehr zu finden. Das ergibt auch Sinn, denn wo aktuell nicht gekocht wird, da kann auch nicht hervorragend gegessen werden. Schuhbeck hat sich bereits damit abgefunden, "dass wir den Stern dort abgeben müssen, wenn der Laden geschlossen ist, bis feststeht, wann wir mit einem neuen Konzept wiedereröffnen", sagt er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das Restaurant "Alfons" hat zu Jahresbeginn seine Pforten geschlossen.

Alfons Schuhbeck: "Wir werden uns den Stern zurückholen"

Den begehrten Stern wieder neu zu erkochen, steht jedoch fest auf der Agenda des Gourmet-Chefs. "Das gebietet schon mein sportlicher Ehrgeiz und dafür arbeitet unser Team jeden Tag mit aller Kraft und ganz viel Herzblut." Priorität scheint dabei aber zunächst seine zweite Spitzen-Küche in der bayerischen Hauptstadt zu haben. "Die 'Südtiroler Stuben', unser Münchner Stammhaus, ist unverändert auf Sterne-Niveau und wir werden uns den 'offiziellen' Stern natürlich zurückholen." Das Restaurant am Platzl ist von 2003 bis 2017 offizielle Empfehlung des "Guide Michelin". 

Die Gäste stehen im Mittelpunkt

Sein berufliches Ethos allerdings wird nicht von dem Ritterschlag des Restaurantführers bestimmt. "Ein Stern ist für jeden Koch eine besondere Auszeichnung", gibt Schuhbeck zwar zu, "aber das Wichtigste sind für mich unsere zufriedenen Gäste."

Und die müssen sich im Übrigen auch nicht grämen, dass sie die gute Küche des Meisters zukünftig lediglich in der "Südtiroler Stuben" genießen dürfen. Das "Alfons" bleibt offenbar nicht für lange Zeit geschlossen, wie der 70-Jährige im Januar gegenüber dem gastronomischen Fachmagazin "rollin pin." verrät. "Wir machen es einfach ein bisschen lockerer", erklärt Schuhbeck, "denn sonst ist es vom Konzept her zu ähnlich mit der 'Südtiroler Stuben'.“ 

Der Sternejäger in ihm scheut sich also nicht vor einem Neuanfang. Nicht nur in der Küche immer wieder für eine Überraschung gut, dieser Alfons Schuhbeck. Das verdient eine Empfehlung.

Verwendete Quellen: Deutsche Presse-Agentur, rollin pin.

ama Gala

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