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Alexander Zverev Er wird zu einer Sperre auf Bewährung verurteilt

Alexander Zverev
© Aurelien Meunie / Getty Images
Seinen Wutausbruch beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco musste Alexander Zverev mit einer hohen Geldsumme bezahlen. Nun erhält der Tennisstar weitere Strafen – um eine Sperre kommt er jedoch vorerst herum.

Es sind Szenen, die nicht auf den Tennisplatz gehören. Alexander Zverev, 24, und sein Doppelpartner Marcelo Melo, 38, verlieren im Achtelfinale in Acapulco am 23. Februar 2022 gegen Lloyd Glasspool, 28, und Harri Heliovaara, 32, mit 2:6, 6:4, 6:10. Kurz vor Ende der Partie entscheidet der italienische Schiedsrichter Alessandro Germani bei einer knappen Situation zu Zverevs Nachteil – und bringt damit das Fass zum Überlaufen.

Alexander Zverev rastet aus, beschimpft Germani als "verdammten Idioten" und geht nach dem Match auf ihn los, um viermal mit voller Wucht gegen den Schiri-Stuhl zu hämmern. Vorherige Verwarnungen kommentierte er mit einem "F*** off". Nach seinem Ausraster wurde der 24-Jährige von seinen weiteren Matches im Einzel ausgeschlossen.

Anderthalb Wochen nach diesem skandalösen Vorfall gibt die ATP weitere Strafen für den Profisportler bekannt.

Alexander Zverev: achtwöchige Sperre auf Bewährung

Der Weltranglisten-Dritte wurde bereits zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch sein Preisgeld musste er zurückzahlen. Nun hat die Tennis-Organisation ATP noch einmal nachgelegt. Nach "Spiegel"-Angaben wird Alexander Zverev zu einer achtwöchigen Sperre auf Bewährung verurteilt. Außerdem wird ihm eine zusätzliche Geldstrafe in Höhe von 25.000 Dollar (rund 23.000 Euro) auf Bewährung auferlegt.

Das bedeutet: Falls sich der Spitzensportler bis zum 22. Februar 2023 – also bis zu einem Jahr nach dem Wutausbruch – einen weiteren Verstoß wegen unsportlichen Verhaltens leistet, der zu einer Geldstrafe führt, tritt die Sperre in Kraft. Bis Freitag, 11. März, kann er Einspruch gegen das Untersuchungsergebnis einlegen.

"Es tut mir leid, dass ich Euch enttäuscht habe"

Bereits kurz nach dem verhängnisvollen Match meldete sich Zverev mit reumütigen Zeilen auf Instagram zu Wort. "Es ist schwer in Worte zu fassen, wie sehr ich mein Verhalten während und nach dem gestrigen Doppel bereue. Ich habe mich privat beim Stuhlschiedsrichter entschuldigt, weil mein Ausbruch ihm gegenüber falsch und inakzeptabel war, und ich bin nur von mir selbst enttäuscht. Es hätte einfach nicht passieren dürfen und es gibt keine Entschuldigung", schreibt der Sportler und entschuldigte sich bei seinen Fans, dem Turnier und dem Sport.

Weiter betonte er: "Wie man weiß, gebe ich alles auf dem Platz. Gestern war es eindeutig zu viel. Ich werde die kommenden Tage nutzen, um über meine Taten nachzudenken und wie ich sicherstellen kann, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Es tut mir leid, dass ich Euch enttäuscht habe."

Wutausbruch mit finanziellen Folgen

Doch auch diese Entschuldigung brachte den Tennisprofi nicht um eine finanzielle Strafe in fünfstelliger Höhe. Wie die ATP vor wenigen Tagen, am 24. Februar 2022, bekannt gab, muss Alexander Zverev eine Strafe von 40.000 US-Dollar (rund 35.600 Euro) zahlen. Zudem muss er das Preisgeld von mehr als 30.000 US-Dollar (rund 26.700 Euro) zurückzahlen. Auch die Punkte für die Weltrangliste gehen flöten. Die ATP kündigte außerdem eine Untersuchung an, deren Ergebnisse nun am 8. März bekannt gegeben wurden.

Sophia Thomalla musste Ausraster miterleben

Besonders tragisch: Zverevs Freundin, Sophia Thomalla, 32, musste Zverevs Ausraster hautnahe miterleben. Die Moderatorin ist als Unterstützung mit nach Acapulco, Mexiko, gereist. Aufnahmen des Senders "Sky" zeigen, wie sich die 32-Jährige ungläubig die Hände vors Gesicht hält. Zverev und Thomalla haben erst im Oktober 2021 ihre Beziehung offiziell gemacht, seitdem sind sie unzertrennlich. Auch mit dem Dasein als Spielerfrau hat Sophia Thomalla kein Problem – eigentlich. Ob sie ihren Partner auch nach seinem Wutausbruch weiterhin anfeuern wird?

Verwendete Quellen: instagram.com, Sky, dpa, spiegel.de

aen / jse Gala


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