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Alexander Klaws Über seine Ehe, Kindererziehung und Stressbewältigung im Alltag

Nadja Scheiwiller und Alexander Klaws
Nadja Scheiwiller und Alexander Klaws
© Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Im Interview mit der GALA zeigt sich Alexander Klaws von seiner privaten Seite und verrät, warum es manchmal schwierig ist, Job und Familie miteinander zu vereinen.

Bekannt wurde Alexander Klaws, 39, vor rund 20 Jahren durch seinen Sieg bei der beliebten Castingshow "Deutschland sucht den Superstar". Seither ist viel passiert: Der 39-Jährige hat sich einen Namen als Sänger gemacht und in der Schauspiel- und Musicalbranche Fuß gefasst. Und auch privat hat Alexander sein persönliches Glück gefunden: 2019 heiratete er seine Frau Nadja Scheiwiller, 37, und bekommt mit ihr zwei Kinder.

Bei seinem neuesten Projekt, der Disney Channel Kinderserie "Gus – Der klitzekleine Ritter", für die der Zweifach-Vater einen neuen Song aufgenommen hat, gibt uns Alexander einen Einblick in sein Privatleben und verrät Details über seine Ehe, wie er es schafft, Familie und Beruf miteinander zu vereinen und worauf er und seine Frau bei der Erziehung ihrer Jungs Wert legen.

Alexander Klaws im GALA-Interview

GALA: Während der Coronapandemie waren Sie viel zu Hause – nun stehen Sie endlich wieder auf der Bühne. Wie erleben Sie diese Zeit?
Alexander: Ich finde, dieser Umschwung war nun einfach notwendig. Wir müssen jetzt lernen, ein Virus zu akzeptieren, vor dem man sich zwei bis drei Jahre versteckt hat. Ein weiterer Lockdown würde aus meiner Sicht keinen Sinn mehr machen. Vor allem nicht mit dem aktuellen Wissen, was wir über das Virus haben. Und man merkt einfach, dass die Leute wieder Lust haben, etwas zu unternehmen. Wir haben vor Kurzem bei den Karl-May-Festspielen wieder über 400.000 Besucher begrüßen dürfen – das macht uns stolz und ist auch für uns Schauspieler ein schönes Gefühl.

Sie und ihre Frau sind beide berufstätig. Wie schaffen sie es neben Arbeit und Kinderbetreuung noch ausreichend Zeit füreinander zu finden?
Ja, wenn das immer so klappt (lacht). Vor allem die Zeit zu zweit zu finden, ist ein spannendes Unterfangen. Ich denke, man muss das Privatleben einfach planen, so blöd es auch klingt. Wenn man mal ein paar Tage hat, wo man keinen Job hat, muss man schauen, dass man die Zeit sinnvoll nutzt – mal wegfährt, sich abends einen Babysitter nimmt. Damit Mama und Papa auch mal wieder zu zweit essen gehen können. Man muss das Beste aus seiner Situation machen und spontan auf Zeitfenster reagieren.

Es scheint, als haben Sie das Zeitfenster kürzlich zum ersten Mal genutzt. Zusammen mit ihrer Frau haben sie nach vier Jahren das erste Mal wieder ein Date ganz ohne Kinder genossen. Warum haben Sie damit so lange gewartet?
Mit Lenny hatten wir lange Zeit ein Kleinkind und dann kam auch schon Flynn zur Welt. Da geht man jetzt nicht mal eben kurz essen oder bleibt längere Zeit weg. Wenn wir mal weggegangen sind, waren die Kleinen immer mit dabei. Vor Kurzem war es dann wirklich das erste Mal, dass wir alleine unterwegs waren, ohne die Kids, ohne zu gucken, ob gerade jemand Hunger oder Durst hat. Das war für uns beide ein krasser Moment.

Der Sänger und seine Frau setzen im Alltag auf die Hilfe eines Life Coachs

War das auch ein Grund, warum Sie sich einen Life Coach dazu geholt haben, um ihr Leben als Familie besser zu koordinieren?
Ja, aber wie gesagt, da wird natürlich immer viel reininterpretiert. Ich glaube, Nadja und ich gehen mit dem Thema sehr offen um, weil wir auch ein Vorbild für Paare sein wollen, die sich diesen Schritt eventuell nicht trauen, da es in unserer Gesellschaft noch immer verpönt ist, sich Schwächen einzugestehen. Man meint immer, man kann das Leben allein wuppen, aber manchmal klappt es viel besser, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einem mit bestimmten Dingen hilft. Da geht es jetzt gar nicht wirklich um Streitereien, sondern eher wirklich um die Herausforderung des Lebens – für zwei Solo-Selbstständige mit zwei kleinen Kindern.

Was haben Sie aus der Arbeit mit dem Life Coach schon mitnehmen können?
Wir haben gelernt, dass wir unsere Kinder manchmal einfach mal machen lassen müssen. Es bringt nichts, beispielsweise auf dem Spielplatz immer neben ihnen zu stehen und Angst zu haben, dass ihnen etwas passiert. Man muss natürlich aufpassen, dass sich die Kinder nicht ernsthaft verletzen, aber wenn sie die Erfahrung nicht sammeln, was es heißt, wenn man mal irgendwo runterfällt, wissen sie auch nicht, wie sich das anfühlt. Lenny klettert dadurch mit Abstand am besten in seiner Kindergartengruppe – eben weil er sich viel ausprobieren darf.

Stress im Alltag: So gehen Alexander und seine Familie damit um

Hin und wieder kommt man als Elternteil an seine Grenzen – Wie gehen Sie mit Stress und Überforderung im Familienalltag um?
Nadja ist derzeit noch nicht wieder komplett im Berufsleben zurück. Daher ist es derzeit natürlich noch etwas einfacher, Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Aber wir bekommen es oft mit, dass Eltern ihre Kinder anschreien, weil sie denken, sie ärgern sie mit böswilliger Absicht. Kinder schreien aber manchmal, weil sie Aufmerksamkeit brauchen. Man muss sich daher als Elternteil auch oft hinterfragen, ob bei einem selbst alles im Gleichgewicht ist oder ob man nicht vielleicht den eigenen Stress auf das Kind projiziert. Man sollte viel miteinander reden, kommunizieren und den Kindern hin und wieder auch mal Grenzen setzen.

Ihre Kinder wachsen in einem musikalischen und schauspielerischen Haushalt auf. Inwiefern wirkt sich das auf ihre Jungs aus?
Man merkt schon, dass die beiden in einem Künstlerhaus groß werden, in dem Musik und Spaß eine wichtige Rolle spielen. Lenny und Flynn sind beide super musikalisch. Sie hören gerne Michael Jackson, 50 ✝︎, und tanzen seine Choreografien nach. Hin und wieder spielen wir auch gerne irgendwelche lustigen Sachen mit ihnen nach oder sagen, sie sollen mal etwas improvisieren. Dadurch drücken sie sich auf eine Art aus, die sehr kreativ ist. Das finden wir total schön – wir genießen diese Zeit als Familie einfach sehr.

Verwendete Quellen: instagram.com

Gala

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