Alexander Klaws: Sein Wut-Posting über die Musicalbranche

Alexander Klaws äußert sich kritisch zu seinem früheren Arbeitgeber "Stage Entertainment", der die Beendigung des Musical-Spielbetriebs in Oberhausen und Essen plant.

Alexander Klaws, 36, ist sauer und verleiht seiner Enttäuschung in den sozialen Netzwerken Ausdruck. Grund ist die Entwicklung der Theater- und Musical-Branche, die sich seiner Meinung nach in den vergangenen Jahren sehr zum Negativen entwickelt hat. Im Fokus der Kritik steht Alex' früherer Arbeitgeber "Stage Entertainment".

"Stage Entertainment" schließt zwei Bühnen

"Stage Entertainment" unterhält mehrere Musicalstätten in Deutschland in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Oberhausen, München und Essen. Das "Colosseum Theater" in Essen war im Jahr 2001 das erste eigene Theater der Stage Entertainment in Deutschland, doch nun soll genau dieses verkauft werden. Und auch das "Metronom Theater" in Oberhausen wird nach Ende des Musicals "Tanz der Vampire" ab März 2020 keine Musicals mehr aufführen. Die meisten Musicals dort hätten weniger als die Produktionskosten eingespielt, die Gewinne waren zu gering.

"Cirque du Soleil Paramour"

Backstage mit Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer

Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer mit Gala.de-Redakteurin Julia Nothacker (Jolla)
Achtmal in der Woche stehen Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer in "Cirque du Soleil Paramour" in Hamburg auf der Bühne.
©Gala

Alexander Klaws zweifelt an der Preispolitik

Eine Situation, die besonders den DSDS-Gewinner von 2003 mächtig ärgert. Alexander spielte selbst in vielen Musicals wie "Tanz der Vampire" und "Ghost - Nachricht von Sam". Seinen größten Erfolg feierte der Sänger und Schauspieler als "Tarzan" im gleichnamigen Musical in der "Neuen Flora" in Hamburg und im "Metronom Theater" in Oberhausen.

Kein Wunder also, dass Alex enttäuscht ist. "Alle wundern sich darüber, was sich aus meiner Sicht längst angekündigt hat. Theater schließen, weil große Firmen unter anderem nicht mit der Zeit gehen, an ihrer fragwürdigen Preispolitik festhalten, und überall an der Qualität gespart und somit ihr Publikum teilweise für dumm verkauft wird", beginnt Alex sein Statement auf Instagram.

Appell an die Verantwortlichen

Dann wird er konkreter: "Eintrittskarten werden unangemessen teurer, gleichzeitig aber sitzen anstelle eines Orchesters nur noch 5 Köpfige Bands im 'Orchestergraben'. [...] Heute wird nur noch versucht, Profit zu machen, mit möglichst geringem Aufwand. [...] Nicht nur die Politik lässt durch fehlende Subventionen ihre Kultur im Stich! Oft wirbt auch das Marketing mit viel viel Geld völlig an der Zielgruppe vorbei! Wir erleben gerade, was passiert, wenn man schlicht am falschen Ende spart, oder teilweise dem Publikum versucht wird, einen Toyota als Ferrari zu verkaufen. Denn das Publikum - merkt ALLES, und kommt halt kein zweites drittes oder gar viertes Mal wieder, sondern bleibt weg!"

Zum Schluss appelliert Alex noch an die Verantwortlichen: "Investiert in die Qualität, investiert in die Kunst, die unsere und eure Welt für ein paar Stunden im Alltag schöner macht!!! ...macht es richtig - oder lasst es bleiben!"

Seit Juni 2019 spielt Alexander Klaws den Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Ob er je wieder als Musical-Darsteller für "Stage Entertainment" auf die Bühne zurückkehren wird? In naher Zukunft ist damit wohl nicht zur rechnen.

Verwendete Quellen: Instagram, stage-entertainment.de

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