Alec Baldwin: Entschuldigung nach Ausraster

Alec Baldwin muss sich nach einer homophoben Bemerkung gegen den Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit wehren. Dabei erhält er Unterstützung von Tochter Ireland

Alec Baldwin geht bekanntlich nicht zimperlich mit Fotografen um, die seiner Familie zu nahe kommen. Nun soll der 55-jährige Schauspieler einen Paparazzi mit einer geschmacklosen homophoben Äußerung beleidigt haben. Die Klatsch-Seite "tmz.com" veröffentlichte am Donnerstag (14. November) ein Video, das ihn beim Schimpfen zeigt.

Der berühmte Hitzkopf ahnte bereits kurz nach diesem Vorfall, dass seine Aussagen Konsequenzen für ihn haben könnten: "Wenn @TMZ behauptet, ich hätte ein schwulenfeindliches Schimpfwort verwendet, dann verklage ich sie", twitterte er noch am selben Tag. Da war es schon zu spät: Sein Arbeitgeber, der Fernsehsender "MSNBC" reagierte auf das Video, indem er die nächsten Folgen von Baldwins neuer Talkshow "Up Late" einstellte.

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©Gala

Diese Maßnahme scheint den Schauspieler zum Nachdenken bewegt zu haben. Auf der Webseite des Senders entschuldigte er sich für seine Äußerungen: "Ich wollte niemanden mit meiner Wortwahl verletzen oder kränken, aber offensichtlich habe ich das getan - und das tut mir zutiefst leid." Seine sprachlichen Entgleisungen rechtfertigte er damit, das Wohl seiner Familie schützen zu wollen. "Was ich diese Woche getan und gesagt habe, als ich versucht habe, meine Familie zu schützen, war beleidigend und inakzeptabel", beteuerte er.

Jedoch wies er einen Tag nach seiner Entschuldigung in einem ausführlichen Beitrag den Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit von sich: "Ich kann Ihnen mit fester Überzeugung versichern, dass keine direkte (oder auch indirekte) homophobe Beleidigung ausgesprochen wurde", schrieb er bei "huffingtonpost.com". Er sieht sich sogar als Kämpfer für die Rechte von homosexuellen Paaren. "Meine schwulen Freunde sind verwundert. Sie sehen mich als jemanden, der jüngst für die Schwulen-Ehe gekämpft und sich seit Jahren für die Rechte von Schwulen eingesetzt hat", schreibt er. Seine Tochter, die 18-jährige Ireland, die aus der Ehe mit Kim Basinger stammt, steht ihrem Vater auf Twitter bei: "Mein Vater ist weit davon entfernt, ein Schwulenhasser oder ein Rassist zu sein." Außerdem habe er sich gegenüber seiner früheren Ausraster schon sehr gebessert: "Für jemanden, der sich mit Anti-Agressionstraining herumschlägt, hat er sich enorm weiterentwickelt."

Denn bei Baldwin liegen die Nerven blank: Monatelang belästigte die Stalkerin Genevieve Sabourin, 41, ihn und seine damals hochschwangere Ehefrau Hilaria, 29. Baldwin und seine Familie werden von Fotografen umzingelt, sobald sie das Haus verlassen. Bereits im August rastete der 55-jährige Schauspieler deshalb aus und ging auf einen Paparazzo los.

Baldwin macht in seinem Artikel die Boulevardpresse für seine regelmäßigen Ausraster verantwortlich. Die Paparazzi würden den Hollywoodstar mit Absicht reizen. "Sie provozieren mich täglich, indem sie mir gefährlich nahe mit ihren Kameras als Waffen kommen und hoffen, dass ich reagiere. Wenn ich das tue, verwenden sie die Waffen als Mittel, meine Reaktion festzuhalten", beklagt er sich auf "huffingtonpost.com".

Vor allem wolle er damit seine erst zweieinhalb Monate alte Tochter Carmen Gabriela vor den aufdringlichen Fotografen schützten. Das versteht auch seine ältere Tochter: "Alle Eltern da draußen sollten das verstehen. Du solltest alles geben, um dein Baby zu schützen", twitterte sie. Die einzige Möglichkeit, die Fotografen fernzuhalten, sei, seine Arbeit in Film und Fernsehen aufzugeben. "Wenn es nötig ist, dem Fernsehen, dem Kino, dem Theater und jeglicher Unterhaltungsindustrie den Rücken zu kehren, um meiner Familie Sicherheit zu geben, dann fällt mir die Entscheidung leicht", meint Baldwin.

Die 18-jährige Ireland dürfte am besten wissen, wie oft ihr Vater Dinge sagt, die er sehr schnell bereut. Als sie elft Jahre alt war, beleidigte er sie auf dem Anrufbeantworter als "unhöfliches, gedankloses Schwein". Daraufhin wurde ihm für einige Zeit der Umgang mit seiner Tochter versagt. Doch sie steht trotz der Ausraster hinter ihm: "Wir sagen alle Dinge, die wir nicht so meinen. Wir sagen alle Dinge, dir wir nicht zurücknehmen können", twitterte sie.

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