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Alec Baldwin Einigung mit Familie von Halyna Hutchins

Alec Baldwin
Alec Baldwin
© MEGA / Getty Images
Halyna Hutchins wurde im Oktober 2021 am Set getötet, als eine von Alec Baldwin gehaltene Waffe losging. Nun hat die Familie der getöteten Kamerafrau eine Einigung in ihrer Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen Crewmitglieder und Produzenten erzielt.

Die Familie von Halyna Hutchins, †42, die im vergangenen Herbst am Set des Films "Rust" getötet wurde, und Alec Baldwin, 64, haben laut einer vom Anwalt des Schauspielers veröffentlichten Erklärung eine Einigung in der Klage wegen widerrechtlicher Tötung erzielt, die gegen den Hollywoodstar und andere eingereicht wurde. Die im Februar 2022 in Santa Fe eingereichte Klage gegen die Produktionsfirmen des Films, seine Produzenten und andere wichtige Mitglieder der Crew hatte es in sich: Es wurden zahlreiche Verstöße gegen Industriestandards geltend gemacht.

Alec Baldwin: Witwer von Halyna Hutchins wird Film als ausführender Produzent fortführen

Halynas Witwer Matthew Hutchins wird laut der dem Nachrichtenportal "Deadline" vorliegenden Erklärung ausführender Produzent des Films sein und einen Teil der Gewinne erhalten. "Wir haben vorbehaltlich der gerichtlichen Genehmigung eine Einigung für unseren Fall wegen widerrechtlicher Tötung gegen die Produzenten von Rust erzielt, darunter Alec Baldwin und Rust Movie Productions, LLC. Als Teil dieser Einigung wird unser Fall abgewiesen. Die Dreharbeiten zu Rust, die ich nun ausführend produzieren werde, werden im Januar 2023 mit allen ursprünglichen Hauptdarstellern an Bord wieder aufgenommen. Ich habe kein Interesse an Vorwürfen oder Schuldzuweisungen (an die Produzenten oder Herrn Baldwin)", so Hutchins. "Wir alle glauben, dass Halynas Tod ein schrecklicher Unfall war. Ich bin dankbar, dass die Produzenten und die Entertainment-Community zusammengekommen sind, um Halynas letztem Werk Tribut zu zollen." 

Sorge um Halynas Sohn Andros

Während dieses "schwierigen Prozesses" hätten alle den ausdrücklichen Wunsch berücksichtigt, im Sinne von Halynas Sohn zu handeln. Der Junge erlitt nach dem Tod seiner Mutter einen schweren Schock. Sein Großvater Anatoly Androsovych gab wenige Tage nach dem Unglück gegenüber der "Sun" erschütternde Details über den damals Neunjährigen preis: "Andros stand seiner Mutter unglaublich nahe und verstummte, als ihm mitgeteilt wurde, dass sie tot ist. Matt war wirklich besorgt, weil der Junge sich in sich zurückgezogen hat und zwei Tage lang kein Wort sagen konnte. Sein Vater hat es jetzt geschafft, ihm ein paar Worte zu entlocken, aber die Auswirkung war verheerend."

Alec Baldwin indes muss erleichtert über den Ausgang der schwierigen juristischen Auseinandersetzung sein. Sein Anwalt Luke Nikas erklärte: "Wir sind allen dankbar, die zur Lösung dieser tragischen und schmerzhaften Situation beigetragen haben.“

Statements von Regisseur und Produktionsfirma

Der Filmregisseur Joel Souza, der ebenfalls bei den Dreharbeiten verletzt wurde, soll voraussichtlich an dem noch nicht beendeten Film weiterhin beteiligt sein. Auch er äußerte sich nach der Einigung in einem Statement: "Diejenigen von uns, die das Glück hatten, Zeit mit Halyna verbracht zu haben, kannten sie als überaus talentiert, freundlich, kreativ und eine Quelle unglaublich positiver Energie. Ich wünschte nur, die Welt hätte sie unter anderen Umständen kennengelernt, wie es sicherlich durch ihre erstaunliche Arbeit geschehen wäre. Bei meinen eigenen Heilungsversuchen konnte jede Entscheidung, wieder Regie zu führen, für mich nur Sinn machen, wenn dies unter Einbeziehung von Matt und der Familie Hutchins geschah. Obwohl es sicherlich bittersüß ist, freue ich mich, dass wir nun gemeinsam vollenden werden, was Halyna und ich begonnen haben. Meine ganze Anstrengung bei diesem Film wird darauf gerichtet sein, Halynas Vermächtnis zu ehren und sie stolz zu machen. Es ist ein Privileg, dies in ihrem Namen durchzusetzen."

Die Anwälte von Rust Movie Productions, LLC, erklärten: "Wir freuen uns, dass die Parteien zusammengekommen sind, um diese Angelegenheit zu lösen, die, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Gericht, einen wichtigen Schritt nach vorne darstellt, um Halynas Leben zu feiern und ihre Arbeit zu ehren."

In der Klage wurde unter anderem behauptet, die Produktionsfirmen und Produzenten hätten angeblich "Abstriche gemacht" und "sich entschieden, die billigste verfügbare Crew einzustellen". Dabei betonten die Kläger insbesondere, dass ihrer Ansicht nach "wissentlich eine völlig unqualifizierte Waffenschmiedin eingestellt“ worden sei, die zusätzlich als Requisitenassistentin tätig war.  

Verwendete Quelle: deadline.com

ama Gala

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