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Alec Baldwin "Meine Karriere könnte am Ende sein"

Alec Baldwin
© imago images
Nur wenige Wochen nachdem Alec Baldwin bei Dreharbeiten versehentlich eine Kamerafrau erschossen hat, spricht der Schauspieler erstmals ausführlich in einem emotionalen TV-Interview über den Tathergang und verrät, ob er seine Karriere überhaupt noch fortsetzen will.

Schauspieler Alec Baldwin, 63, steht der Schock über das Geschehene noch immer ins Gesicht geschrieben. Immer wieder bricht er in Tränen aus, während er im Rahmen des TV-Interviews detailliert den Ablauf schildert, der sein Leben verändert hat. Er stand für die Dreharbeiten seines neuen Films "Rust" in Santa Fe, New Mexico vor der Kamera, bis sich am 21. Oktober 2021 das Unvorstellbare ereignet. Bei den Proben zu einer Szene auf der Bonanza Creek Ranch erschießt Baldwin mit einer Requisitenwaffe, die gar nicht geladen sein sollte, Kamerafrau Halyna Hutchins, †42. Die Kugel tötet die Kamerafrau und verletzt auch Regisseur Joel Souza, 48. Baldwin wirkt sowohl als Hauptdarsteller als auch Produzent für den Film.

Alec Baldwin: "Ich würde alles tun, um es ungeschehen zu machen"

Am Donnerstagabend,  3. November 2021, strahlte der US-Sender ABC das erste Interview mit Baldwin aus, in dem er ausführlich von dem Tathergang berichtet. Teilweise unter Tränen teilte der 63-Jährige die Ereignisse des verhängnisvollen Tages mit TV-Journalist George Stephanopoulos, 60: "Ich verstehe nicht, wie eine echte Patrone überhaupt ans Set geraten konnte und würde alles in meiner Macht stehende tun, um das Geschehene ungeschehen zu machen. Ich möchte sicherstellen, dass ich nicht als das Opfer rüberkomme, denn wir haben hier zwei Opfer. Wir alle gingen davon aus, dass die Waffe nicht mit scharfer Munition geladen war.” 

Baldwin: "Meine Karriere könnte am Ende sein"

Sichtlich entsetzt ist Baldwin auch über Schauspielkollegen wie George Clooney, 60, die sich schnell mit Kritik zu Wort meldeten. Diverse Schauspieler werfen Baldwin vor, die Waffe vor der Szene nicht selbst auf scharfe Munition überprüft zu haben. "Solche Kommentare im Nachhinein haben nicht im Ansatz geholfen. Seit Beginn meiner Karriere als Schauspieler wurde mir stets gesagt, dass nicht der Schauspieler, sondern die Requisite oder Waffenmeister:in für die Waffen verantwortlich sind.” 

Baldwin wirkt noch immer angeschlagen und sehr emotional: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich je wieder einen Film mache, in dem ich eine Waffe halten muss. Der Schuss verfolgt mich bis in meine Träume und ich finde kaum Schlaf. Ich höre den Knall einer Waffe und schrecke aus dem Schlaf hoch. Ich habe seit dem Vorfall eine Nacht richtig geschlafen".

Auf die Frage, welche Auswirkungen der Unfall auf seine Film-Karriere haben könnte, sagt der Hollywoodstar: "Meine Karriere könnte am Ende sein. Ich frage mich selbst: Will ich das noch, ist es das noch wert?" Fühlt Baldwin sich selbst verantwortlich für den Tod von Hutchins? Baldwin dazu: "Nein. Wenn ich mich verantwortlich fühlen wurde, hätte ich mich schon selbst umgebracht."

Verwendete Quelle: ABC, Instagram

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