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Alec Baldwin + Co Wenig Glamour bei der Arbeit

Alec Baldwin, Julianne Moore
© Splashnews.com
Wühlt Alec Baldwin da etwa im Mülleimer? Und muss Julianne Moore wirklich ollen Filterkaffee aus der Pumpkanne trinken? Offenbar schon. So unglamourös kann das Leben der Stars während Dreharbeiten sein

Man bringt Superstars ja meistens mit sündhaft teuren Traumroben auf dem roten Teppich in Verbindung und geht davon aus, dass ständig irgendwelche Assistenten und sonstige Helferlein um sie herum schwirren, um ihnen jeden Wunsch von den prominenten Augen abzulesen. Schaut man sich jedoch am Set des Films "Still Alice" in New York um, bei dem Stars wie Alec Baldwin, Julianne Moore, Kristen Stewart und Kate Bosworth mitspielen, stellt man fest, dass es dort erstaunlich rustikal zugeht.

In einem einfachen Zelt bedienen sich die Schauspieler an Speisen und Getränken auf einem Tisch, dessen geblümte Wachstuchdecke an Omas Küchengarnitur für alle Gelegenheiten erinnert. Auf und unter dem Tisch stapeln sich Wasserkocher, Warmhaltekannen, Essbares und diverse Kisten und sorgen damit für ein ziemlich chaotisches Ambiente. Von Luxus keine Spur.

Eingewickelt in dicke Jacken und Mäntel, die vor der immer noch recht strengen New Yorker Kälte schützen sollen, müssen sich die Stars am Set von "Still Alice" weitgehend selbst bedienen. Eifrige Kaffeekocher und persönliche Schnittchenschmierer sucht man vergebens.

Immerhin in einer Sache gibt es Entwarnung: Alec Baldwin wühlt nicht im Müll, auch wenn es verdächtig danach aussieht. Er greift vielmehr nach der Sojamilch für seinen Kaffee, der in einer Kühlbox direkt neben dem Abfalleimer auf dem Boden steht.

Alec Baldwin und Julianne Moore am Set von "Still Alice".
Alec Baldwin und Julianne Moore am Set von "Still Alice".
© Splashnews.com

Ob das die oft sehr hohen Summen, die Stars bei der Produktion eines einzigen Films verdienen, rechtfertigt, sei dahin gestellt, doch tatsächlich arbeiten die Hollywoodstars oft ziemlich hart, um Filme wie "Still Alice" entstehen zu lassen. Die Produktionskosten für Spielfilme sind hoch und die Anzahl der Drehtage beschränkt. Für alle Mitwirkenden - Kameraleute, Stuntleute, Produktionshelfer, Regisseure und eben auch die Stars - bedeutet das ein tägliches Arbeitspensum von bis zu 14 Stunden. Früher waren es sogar noch mehr. Doch nach dem tragischen Tod eines Kamera-Assistenten während der Dreharbeiten zu "Pleasantville" mit Tobey Maguire und Reese Witherspoon im Jahr 1997 (der Mann war nach einem 19-Stunden-Drehtag vor Erschöpfung am Steuer seines Wagens auf dem Heimweg eingeschlafen und gegen einen Begrenzungspfosten gefahren), wurden die Drehtage nach einer Unterschriften-Petition auf 14 Stunden täglich limitiert.

Zudem handelt es sich bei "Still Alice" um eine Independent-Produktion, für die die zur Verfügung stehenden Kosten meist noch geringer als für Mainstream-Produktionen sind. Natürlich können sich die Filmstars im Gegensatz zu den vielen Produktionshelfern nach getaner Arbeit über eine extrem hohe Summe auf dem Konto freuen. Doch zu sehen, dass die reichen Promis zumindest während ihrer Dreharbeiten noch von dem gewohnten Luxus lassen können, ist zur Abwechslung doch auch mal ganz schön.

avo / Gala

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