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Alanis Morissette Sie soll mehrfach sexuell missbraucht worden sein

Alanis Morissette
© Rich Fury / Getty Images
Sängerin Alanis Morissette soll Traumatisches erlebt haben. In ihrer neuen Dokumentation "Jagged" offenbart sie angeblich sexuelle Missbrauchserfahrungen, die sie mit 15 Jahren durchmachen musste.

Es sind schreckliche Szenen, die Alanis Morissette, 47, in ihrer Doku "Jagged" schildern soll. Laut Reporter:innen der "Washington Post", denen der Film bereits vor der Premiere zur Ansicht vorlag, soll die "Iconic"-Interpretin über ihren sexuellen Missbrauch im Teenageralter gesprochen haben.

Alanis Morissette soll mit 15 sexuellen Missbrauch erfahren haben

In "Jagged" porträtiert Regisseurin Alison Klayman Morissettes Weg vom kanadischen Pop-Wunderkind bis hin zur Veröffentlichung ihres Erfolgsalbums "Jagged Little Pill" 1995, das sich mehr als 10 Millionen Mal verkaufte. Doch gegen Ende soll der Film eine der wahrscheinlich dunkelsten Zeiten im Leben der Musikerin offenbaren: ihren angeblich sexuellen Missbrauch in den ersten Jahren ihrer Karriere. Mehrere Männer aus der Musikindustrie, deren Namen sie nicht preisgeben will, sollen daran beteiligt gewesen sein.

"Ich habe immer gesagt, dass ich einwillige, und dann wurde ich daran erinnert: 'Hey, du warst 15, mit 15 ist man nicht einwilligungsfähig'. Das gesetzliche Schutzalter in Kanada liegt bei 16 Jahren. Jetzt denke ich: Oh ja, das sind alles Pädophile. Es war eine Vergewaltigung. [...] Ich habe Jahre in der Therapie gebraucht, um überhaupt zuzugeben, dass ich in irgendeiner Weise zum Opfer geworden bin", soll Alanis zu verstehen gegeben haben. Die Sängerin soll sich damals anderen anvertraut haben, leider erfolglos. "Ich habe es ein paar Leuten erzählt und bin damit irgendwie auf taube Ohren gestoßen. Normalerweise wäre das ein Moment, in dem man aufsteht und den Raum verlässt", so Morissette.

Alanis soll nicht an der Premiere von "Jagged" teilnehmen wollen

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die gebürtige Kanadierin zu diesem Thema äußert. Im April 2020 reflektierte Alanis im Interview mit der britischen "The Times" über sexuelle Belästigungen in der Musikindustrie: "Fast jede Frau in der Musikindustrie wurde angegriffen, belästigt, vergewaltigt. Das ist allgegenwärtig – in der Musik sogar mehr als im Film."

Morissette soll aus unbekannten Gründen nicht an der Premiere von "Jagged" auf dem Toronto Film Festival teilnehmen wollen. "Natürlich wünschte ich, Alanis könnte dabei sein. Es war ein Privileg, diesen Film zu machen und ich bin wirklich stolz darauf", sagte die Regisseurin gegenüber der "Washington Post". Bis zu diesem Zeitpunkt haben sich weder Alanis noch die Regisseurin weiter zum Sachverhalt geäußert.

Informationen zu Hilfsangeboten

Sie haben sexuellen Missbrauch oder Ähnliches erlebt? Das Hilfetelefon des "Hilfeportals Sexueller Missbrauch" ist anonym und kostenlos unter 0800/2255530 zu folgenden Zeiten erreichbar: Mo, Mi, Fr: 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr; Di, Do: 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Auch die "Nummer gegen Kummer" bietet von Montag bis Samstag, von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr kostenfrei und anonym unter 116111 Hilfe an. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite des "Hilfeportals Sexueller Missbrauch".

Verwendete Quellen: washingtonpost.com, people.com, deadline.com, thetimes.co.uk

jse Gala


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