Al Bano: Ukraine setzt Sänger auf Schwarze Liste

Sänger Al Bano ist in der Ukraine nicht mehr erwünscht. Wegen seiner Nähe zu Putin wurde er zur Gefahr für die nationale Sicherheit erklärt.

Sänger Al Bano ist ein Bewunderer von Wladimir Putin

Der italienische Sänger Al Bano (75, "Felicità") ist vom Kulturministerium in Kiew auf die Schwarze Liste von Personen gesetzt worden, die eine Gefährdung der nationalen Sicherheit der Ukraine darstellen. Das berichten italienische Medien übereinstimmend. Die Liste wird vom Kulturministerium in Kiew aufgrund von Informationen des nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsrates, sowie der Geheimdienste verfasst.

Grund dafür sind offenbar russlandfreundliche Äußerungen des Schlagersängers, der bürgerlich Albano Carrisi heißt. In einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" hatte Al Bano unter anderem seine Bewunderung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin (66) zum Ausdruck gebracht: "Er ist ein großartiger Mann. Er hat ein religiöses Lebensgefühl. Er regiert mit eiserner Faust und das ist nichts falsches für mich", so der Sänger.

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Zudem war Al Bano bei einer Feierlichkeit anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des russischen Geheimdienstes KGB aufgetreten, bei der auch Putin selbst anwesend war. Der Sänger wurde mit einem Einreiseverbot belegt. Außerdem dürfen Filme und Musikvideos mit Al Bano in der Ukraine nicht mehr gezeigt werden. Weltweit feierte Al Bano im Duett mit seiner Partnerin Romina Power (67) in den 80er Jahren Erfolge. In Russland ist er noch immer sehr beliebt und tritt dort auch auf.

"Ich habe nie ein Wort gegen die Ukraine gesagt"

Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur AGI äußerte der Sänger großes Unverständnis: "Ich habe nie ein Wort gegen die Ukraine gesagt. Es ist inakzeptabel, dass ich, der seit jeher für den Frieden singe, jetzt wie ein Terrorist behandelt werde", so der Sänger. Außerdem kündigte er an, den ukrainischen Botschafter in Rom zu kontaktieren: "Ich will begreifen, warum mein Name auf diese Liste gelandet ist. Als ich heute davon erfahren habe, dachte ich an eine Verwechslung oder an einen Scherz", so Al Bano weiter.

Auf der Schwarzen Liste sind insgesamt 147 Personen. Auch der französische Schauspieler Gérard Depardieu (70), der die russische Staatsbürgerschaft besitzt, und Limp-Bizkit-Sänger Fred Durst (48) sind darauf zu finden.

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