Adel Tawil: "Mit jedem Tag wächst die Liebe"

Adel Tawil spricht über seinen intensiven Kinderwunsch – und wie er sich als Vater fühlt

Superpünktlich taucht Adel Tawil, 40, in der Lobby des Hotels "The Fontenay" in Hamburg auf. Bei einem Kaffee in der Bibliothek spricht der Berliner Sänger herrlich unprätentiös über sein Leben als Vater.

Adel Tawil über sein Leben als Vater

Obwohl er weder das Geschlecht noch das Alter seines Kindes verrät und beharrlich den Namen der Mutter verschweigt, merkt man: Papasein ist für ihn das Allergrößte. Diese Euphorie spiegelt sich in einigen Songs seines dritten Soloalbums "Alles lebt" wider, das Pop mit elektronischen Elementen verbindet.

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©Gala

GALA: Das Lied "Neues Ich" haben Sie Ihrem Sprössling gewidmet. Was bedeutet es Ihnen, Vater zu sein? 
Adel Tawil: Ein Kind zu haben, das fühlt sich so an, als würde das Herz plötzlich außerhalb des eigenen Körpers schlagen. Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich bei der Geburt dabei sein sollte. Irgendwie hatte ich Angst, fehl am Platz zu sein. Schließlich kann ein Mann nur eins tun: seiner Partnerin gut zureden. Doch dann hat mich dieses Erlebnis total überwältigt. Vor allem der erste Schrei des Babys. So entstand die Textzeile: "Dieser Moment ist heilig, fast schon surreal. So echt und unbegreiflich. Ich hör dich zum ersten Mal." 

GALA: Sie singen auch: "Ich erkenn’ mich kaum wieder." Wie haben Sie sich als Papa weiterentwickelt? 
Tawil: Ich bin verantwortungsbewusster geworden. Früher interessierte mich das Morgen nicht, nur der Augenblick zählte. Das hat sich nach der Geburt schlagartig geändert. Ich überlege ständig: Was ist das Beste fürs Kind? Und ich mache mir viel mehr Gedanken über die Zukunft. Unabhängig davon ist es eine vollkommen neue Erfahrung, in die zweite Reihe zurückzutreten. Ich merke aber, wie gut mir das tut. 

GALA: Hat sich dadurch Ihr Verhältnis zu Ihren Eltern gewandelt?
Tawil: 
Absolut. Meine Mutter hat ja den Satz geprägt: "Warte ab, bis du selber Kinder hast. Dann wirst du mich besser verstehen." Natürlich hatte sie recht. Mit jedem Tag wächst nicht bloß die Liebe, sondern auch die Sorge um mein Kind.

GALA: Haben Sie sich immer eine eigene Familie gewünscht? 
Tawil: Ich habe Kinder von klein auf geliebt. So sehr, dass ich als Junge davon träumte, Kinderarzt zu werden. Das war allerdings utopisch, weil ich kein Blut sehen konnte. Nichtsdestotrotz malte ich mir stets aus, eines Tages Vater zu werden. Richtig massiv wurde mein Kinderwunsch, nachdem ich mir 2016 im Urlaub einen Halswirbel gebrochen hatte. Danach war ich lange raus aus dem Musikgeschäft, ich blieb zu Hause und grübelte. Theoretisch hätte ich nach meinem Unfall querschnittgelähmt sein können. Ich fragte mich: Was wäre, wenn ich jetzt im Rollstuhl sitzen würde? Beruflich hatte ich so ziemlich alles erreicht, privat hörte ich meine biologische Uhr ticken.

GALA: Können Sie das bitte genauer erklären?
Tawil: 
Schauen Sie: Als Musiker hat man keine großartigen Verpflichtungen – solange man pünktlich bei seinen Konzerten aufschlägt. Da läuft man Gefahr, sich zu verlieren. Besonders wenn es bei Partys auch mal wilder zugeht. Selbst eine Albumproduktion fühlt sich nicht so richtig wie Arbeit an. Man hängt halt mit seinen Kumpels im Studio ab und macht Musik. Dieses ganz lässige Musikerleben musste aber irgendwann vorbei sein.

GALA: Weil Sie endlich irgendwo ankommen wollten? 
Tawil: So krass würde ich das nicht formulieren. Meine Neugier treibt mich nach wie vor an. Es ist eher so, dass ich das fehlende Puzzleteil für mein Leben gefunden habe. Heute definiere ich mich nicht mehr allein über die Musik. Ich bin ein glücklicher, erfüllter Mensch.

Papa ist der Beste

Die süßen Vatertagsgrüße der Stars

"Das bin ich auf dem Rücken, wie ich meinem Papa helfe, unser Haus zu bauen", kommentiert Zac Efron seine Kindheitserinnerung am Vatertag.
Auch Neil Patrick Harris postet ein Foto aus seiner Jugend: "Mein Bruder und ich sind dank ihm heute die Väter, die wir sind", schreibt er zu der Aufnahme mit seinem Vater.
Katherine Schwarzenegger teilt am Vatertag einen Schnappschuss ihres frisch angetrauten Ehemanns Chris Pratt, der mit seinem Sohn aus erster Ehe, Jack, Holz hackt. 
Auch ihrem Vater Arnold Schwarzenegger wünscht sie mit einer Aufnahme aus Kindheitstagen alles Gute.

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