6. Todestag von Robert Enke: Teresa Enke erinnert an ihren Mann

Zum sechsten Todestag ihres Mannes erinnert Teresa Enke an ihren Mann und spricht sich für einen natürlichen Umgang mit Depressionen aus

Robert Enke

"Wenn ein geliebter Mensch stirbt, bleibt er lebendig; in der Erinnerung und den Gesprächen seiner Angehörigen und Freunde", leitet Teresa Enke ihren Blogeintrag vom 10. November ein. Vor sechs Jahren nahm sich ihr Mann, der Fußball-Nationaltorwart Robert Enke, das Leben. Zuvor hatte er jahrelang an schweren Depressionen gelitten. Den Todestag nimmt Teresa Enke zum Anlass, noch einmal öffentlich an ihren Mann zu erinnern.

Robert Enke war großzügig und sanft

Auf " blog.robert-enke-stiftung.de " beschreibt die 39-Jährige Robert Enke als großzügigen und sanften Mann. Einen Mann, der es besonders nach der Geburt seiner ersten Tochter Lara, die an einem schweren Herzfehler litt, als seine Aufgabe verstand, anderen beizustehen.

Teresa Enke fordert einen natürlicheren Umgang mit Depressionen.

Mehr Aufklärung über Depressionen

Als Profifußballer habe er leider das Gefühl gehabt, seine Erkrankung geheimhalten zu müssen, was die Behandlung der Depressionen erschwerte. Darum sprechen Teresa Enke und die "Robert-Enke-Stiftung" sich seit Jahren für einen offenen, natürlichen Umgang mit der Krankheit aus. "Deshalb bleibt es noch immer der erste und vielleicht wichtigste Schritt, dass wir ohne Verzagtheit und falsche Scham über die Krankheit reden können. Die beeindruckenden Auftritte des ehemaligen Außenministers Guido Westerwelle in den Medien dieser Tage haben demonstriert, wie selbstverständlich wir heute über Krebserkrankungen reden können", so Teresa Enke. Auch wenn Depressionen und Krebs verschiedene Krankheiten seinen, gebe es eine Parallele: Krebs wie auch Leukämie können jeden treffen - unverschuldet.

Der Profifußball muss besser mit Depressionen umgehen können

Und es sei wichtig, dass auch der Profifußball versteht, dass Depressionen unter Fußballern genauso vorkommen wie Kreuzbandrisse und dass diese genauso erstklassig therapiert werden müssen.

Nach seinem Tod, sei Robert immer noch präsent. Der "Neuen Presse" verriet Teresa Enke, dass ihre sechsjährige Adoptiv-Tochter Leila genau wisse, wer ihr Vater war. "Leila sagt immer, Papa war der beste Torwart der Welt."

Teresa Enkes großer Wunsch ist es nun, dass sich das Schicksal ihres Mannes nicht wiederholt.

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