"Tidal" polarisiert: Superstars sagen der Musikbranche den Kampf an

Jay Z wirbelt mit seinem neuesten Mega-Projekt die Musikwelt auf und sorgt mit dem Streaming-Dienst Tidal für Furore

Tidal

Die absoluten Superstars der Musikszene haben sich zusammengerottet und einen neuen Streaming-Dienst für Musik namens "Tidal" an den Start gebracht. Initiator des Projekts ist Rap-Superstar Jay Z (45, "Empire State of Mind").

Ende März läuteten in New York beim #TIDALforALL-Event Megastars wie Jay Z, Ehefrau Beyoncé, 33 und Schützling Rihanna, 27, aber auch andere Showbiz-Größen wie Madonna, 56, Kanye West, 37, Usher, 36, Alicia Keys, 34, Chris Martin, 38, und Nicki Minaj, 32 bei einer Pressekonferenz das Unternehmen ein. Die Veranstaltung war der Start des neuen Services, die als erste Künstler-eigene Plattform für Musik und Videos angekündigt wurde.

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Alicia Keys sagte laut "Mail Online" bei der Präsentation von Tidal: "Wir sind zusammengekommen, um mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen in der Hoffnung, dass heute einer dieser besonderen Moment sein wird, der die Musikgeschichte verändern wird."

Um sein Projekt zu verwirklichen, hatte Jay Z das schwedische Unternehmen Aspiro für 56 Millionen Dollar übernommen. Seine anwesenden Kollegen sind alle Miteigentümer von Tidal. Vor allem Spotify wollen die Musiker mit ihrer eigenen Plattform Konkurrenz machen. Besonderer Ritterschlag für den Hip-Hop-Star Jay Z: Die erfolgreiche Popsängerin Taylor Swift, 25, wechselte von Konkurrent Spotify mit ihrem gesamten Musik-Katalog zu Tidal - ein riesen Sieg über dem Musik-Giganten. "Unser Ziel ist einfach", sagte Alicia Keys: "Wir wollen einen besseren Service und ein besseres Erlebnis schaffen - für die Fans und die Künstler. Wir glauben, dass es im Interesse aller ist, den Wert von Musik zu bewahren und eine gesunde, stabile Musikindustrie für die kommenden Jahre zu sichern."

Nicht jeder ist begeistert

Doch nicht jeder sieht in dem Streaming-Service die "Zukunft der Musik" und es wird kritisiert, dass von Tidal einzig und allein reiche Superstars profitieren werden. So veröffentlichten Rihanna und Beyoncé auch schon direkt über Ostern neue Songs, die sie bei "YouTube" komplett sperren ließen. Wer in den Genuss der Musik seiner Lieblinge kommen möchte, muss ein Abo für mindestens zehn Euro im Monat abschließen. Das sieht auch die britische Musikerin Lily Allen, 29, so und befürchtet gegenüber ihren Fans auf ihrem Twitter-Account , dass vor allem Newcomer darunter zu leiden haben. "Meine Bedenken sind, dass aufstrebende Künstler dadurch behindert werden können."

Sie bemängelte darüber hinaus, dass große Stars nur in die eigene Tasche wirtschaften und fragte ihre Fan-Gemeinde, ob es bei "Tidal" mit fairen Dingen zugehe. "Ca. 75% der monatlichen Beiträge geht zurück an die Musiklabels und Co., die es dann an die Künstler und Songschreiber weiterreichen."

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