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"Temptation Island“-Kandidatin Siria Campanozzi Sie plant eine Brustamputation aus Angst vor Krebs


Die "Temptation Island“-Kandidatin Siria Campanozzi ist erst zwanzig Jahre alt und muss bereits um ihre Gesundheit fürchten. Ein seltener Gendefekt bedroht ihr Leben. 

Siria Campanozzi, 20, ist eine hübsche junge Frau, die das Leben noch vor sich hat. Doch die "Temptation Island"-Kandidatin hat schon längst ihre jugendliche Unbeschwertheit verloren. Die Italienerin leidet an einem seltenen Gendefekt, der die Entstehung von Tumoren vorantreibt. 

Siria Campanozzi will sich die Brüste amputieren lassen

"Ich habe das seltene Li Fraumeni-Syndrom. Das heißt konkret, dass ich dazu veranlagt bin, alle Tumorarten zu bekommen, die es überhaupt gibt", erklärt die 20-Jährige gegenüber RTL. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Krebs bekomme, liegt bei 100 Prozent."

Die Angst ist inzwischen real geworden. Es wurden bereits Knoten in Siaras Brust gefunden. Das veranlasst die tapfere junger Frau zu einem drastischen Schritt. Sie will sich schnellstmöglich die Brüste amputieren lassen. "Dadurch, dass ich dieses Gen habe, werden gutartige Tumore auch zu bösartigen." Durch ein Abnehmen der Brüste sinke die Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent, erklärt sie.

Gendefekt bedroht auch das Leben ihrer Familie 

Es ist eine Diagnose, die kaum zu ertragen scheint. Ein Damoklesschwert, das über der gesamten Familie Campanozzi schwebt.

Sirias jüngere Schwester Giada erkrankt vor eineinhalb Jahren. Sie hat einen Tumor im Oberschenkel. Die Ärzte müssen handeln und amputieren ihr ein Bein. "Der Tumor war 15,5 cm groß. Meine Hüfte war befallen, mein Becken war befallen", erzählt die erst 15-Jährige im Interview. Die OP rettet ihr vorerst das Leben.

So jung und der Tod schon so nah. Laut Li-Fraumeni-Syndrome Association Deutschland erkranken 41 Prozent der betroffenen Patienten bereits vor ihrem 18. Geburtstag an Krebs.   

Sirias Vater litt ebenfalls an dem Gendefekt: "Er ist mit 38 Jahren daran gestorben."

Die lebensfrohe junge Frau muss einer hoffnungslosen Realität ins Auge zu sehen. "Auch ich werde erkranken, das ist sicher. Der Gendefekt ist fast wie ein Todesurteil. Denn wenn ein Tumor entsteht, ist er nur sehr schwer zu behandeln". Unglaublich tapfer fügt sie hinzu: "Deswegen versuche ich, mein Leben bewusster zu leben und jeden Moment zu einer tollen Erinnerung zu machen."

Verwendete Quelle:RTL, Li-Fraumeni-Syndrome Association Deutschland

ama Gala

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