"Promi Big Brother"-Kandidat Mario-Max zu Schaumburg-Lippe: Das ist die Wahrheit hinter seinem Adelstitel!

Er nennt sich Prinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe. Doch ist der "Promi Big Brother" tatsächlich ein hochgeborener Adeliger? Wir lüften das Geheimnis um seine Person....

Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe.

Es war einmal an einem eiskalten Wintertag, als der kleine Mario-Helmut Wagner das Licht dieser Welt erblickt. Wir schreiben das Jahr 1977, es ist der 23. Dezember, Gertraud-Antonia Wagner-Schöppl liegt in den Wehen. Die damals 21-Jährige hat noch keine Ahnung, dass aus ihrem verfrühten Weihnachtsgeschenk einmal ein Prinz würde.

Jahre später: Während Mario-Helmut heranreift, wird aus seiner Mutter eine Tierärztin mit juristischem Magistertitel, die als Abgeordnete im Salzburger Landtag sitzt und sich im Namen der ÖVP und später parteilos dem Tierschutz widmet.

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In Mario-Helmut wächst offenbar immer stärker der Wunsch heran, sich in den höheren Sphären der Gesellschaft zu bewegen. Er studiert Jura, lernt die kinderlose Helga Claire Lee (1911-2005) zu Schaumburg-Lippe kennen, die 1933 durch ihre Hochzeit mit Prinz Max von Schaumburg-Lippe zur Prinzessin wurde. Mario-Helmut lebte von nun an auf ihrem Schloss in Pfaffstätt bei Salzburg, griff der betagten Lady unter die Arme.

Wann und wo Mario-Helmut genau in ihr Leben tritt, ist laut "reporter-forum.de" bis heute unklar, es soll Ende der 90er-Jahre gewesen sein. Um 2002 adoptiert Helga Claire Lee schließlich den damals 25-Jährigen, der sich nun fortan Mario-Max Prinz zu Schaumburg–Lippe nennt. Drei Jahre später stirbt die alte Dame.

Doch die Adelstitel in Mario-Max‘ Familie leben weiter, mehren sich. Denn drei weitere Jahre später tritt Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe in das Leben der leiblichen Mutter des Prinzen, Gertraud-Antonia Wagner-Schöppl. Prinz Waldemar heiratet sie, macht sie zur Prinzessin.

"Promi Big Brother" in Bildern

Hier jetzt Kandidaten-Selfies aus dem #Twittermirror

Schau mir in die Augen! #hubsi @michael_wendler
Gib's zu #schill, langsam gefällt dir das mit den #selfies!
Ist dir schon langweilig, Claudi - oder warum muss #hubsi jetzt herhalten?
...WARUUUUM?! @michael_wendler

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Er erzählt der Zeitschrift "Woman" über ihre erste Begegnung: "Ich hab die Antonia gesehen und dachte: Waldemar, was hast du für ein Glück, so eine charmante und kluge Frau kennen zu lernen. Wir schrieben uns oft, aus Freundschaft wurde Liebe." Auch offenbar Liebe zu ihrem Sohn: 2009 wird Mario-Max erneut adoptiert - diesmal von seinem neuen Stiefvater.

Der aktuelle Herrscher am Stammsitz der Familie in Bückeburg, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, schäumt vor Wut, was von nun an vor sich geht. Denn sein Onkel Waldemar trägt einen Titel, mit dem er nicht einverstanden ist: "Waldemar Fürst zu Schaumburg-Lippe-Nachod". Und auch Mario-Max nennt sich seitdem: "Erbprinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe-Nachod".

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe sagt der Zeitung "Neue Westfälische", Waldemar trage den "Titel und Namen ohne Berechtigung" und "vandalisiere" die Tradition. Und Mario-Max gehöre dem Haus Schaumburg-Lippe in seinen Augen ohnehin nicht an, da er als Erwachsener adoptiert worden sei.

Auf der Website des Schlosses Bückeburg schreibt das Haus zu Schaumburg-Lippe: "'Fürst Waldemar zu Schaumburg-Lippe-Nachod' existiert ebenso wenig wie ein 'Erbprinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe-Nachod'." Und weiter: "Diese Selbstbezeichnungen entsprechen weder dem geltenden Namensrecht (mit nachstehender Einschränkung) noch den historisch begründeten Konventionen des Hauses Schaumburg-Lippe, die auch vom Deutschen Adelsrechtsausschuss vertreten werden und im 'Genealogischen Handbuch des Adels' niedergelegt sind'." Waldemar Fürst zu Schaumburg-Lippe-Nachod und sein Adoptivsohn sehen dies anders, beharren auf ihre Namen. Fazit: Freunde werden die beiden Parteien der zu Schaumburg-Lippes wohl in diesem Leben nicht mehr.

Die Moral dieser Geschicht': Auch ein Adelstitel ändert nichts daran, wer man wirklich ist.

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