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"Promi Big Brother" Wie Sieger Werner Hansch seine Spielsucht bekämpfen will


Werner Hansch hat "Promi Big Brother" verdient gewonnen. Das Preisgeld will er für die hohen Schulden durch seine Spielsucht verwenden. Doch wird der ehemalige Sportkommentator wirklich nicht wieder rückfällig?

Mit seiner Geschichte hat er die Herzen der "Promi Big Brother"-Zuschauer berührt und schließlich auch im gestrigen Finale (28. August) verdient gewonnen: Werner Hansch, 82.

Werner Hansch will keinen einzigen Cent für sich nehmen

Schnell war klar, wofür der ehemalige Sportreporter das Preisgeld von 100.000 Euro verwenden würde. In einer der ersten Sendungen erklärte der 82-Jährige, Jahre lang spielsüchtig gewesen zu sein und daher hohe Schulden zu haben. Ab diesem Moment war der Sieg des sympathischen Kult-Kommentators wohl besiegelt.

Doch wie sicher ist es, dass Werner nicht wieder rückfällig wird und das Geld richtig einsetzt? "Ich nehme von diesen 100 000 Euro keinen einzigen Cent. Das geht über ein Treuhand-Konto zu meinem Steuerberater und Anwalt. Die werden mein Schuldenmanagement für mich organisieren", beteuert Werner Hansch gegenüber "Bild". Mit den 100.000 Euro sei immerhin das Allerschlimmste abgedeckt. Er wolle den Menschen, die ihm vertraut haben, das Geld und Vertrauen zurückgeben. "Ich möchte das wieder gut machen. Ich hätte mich auch in die Privatinsolvenz verdrücken können. Das wollte ich aber nicht. Dann hätte ich meine letzte Reputation verloren. Und darum habe ich gekämpft."

"Ich bin seit Februar in psychologischer Therapie"

Auch dafür, dass er nicht erneut der Spiel- bzw. Wettsucht verfällt, kämpft Werner Hansch: "Ich bin seit Februar in psychologischer Therapie. Außerdem bin ich bei den Anonymen Spielsüchtigen angemeldet. Leider gab es wegen Corona in letzter Zeit dort keine Termine, aber das kommt wieder. Das ist meine Begleittherapie. Ich suche auch Chancen, mich in Präventions-Kampagnen einzubringen. Ich möchte meine Erfahrung an Menschen weiter geben, damit sie aufpassen." Seiner Meinung nach sollte Wetten vom Staat extrem eingeschränkt oder am besten sogar ganz verboten werden.

Verwendete Quellen:Bild, Sat.1

jno Gala

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