"Miss Germany 2013" Caroline Noeding: Wurden ihr Gagen vorenthalten?

Caroline Noeding, Miss Germany 2013, hat den Organisator der Misswahlen in Deutschland auf Einsicht ihres Miss-Kontos geklagt - und gewonnen

Caroline Noeding

Viele Frauen träumen davon, für Caroline Noeding ging der Wunsch 2013 in Erfüllung: Sie würde zur schönsten Frau Deutschlands gekürt. Damit erhielt die damals 21-Jährige nicht nur den klangvollen Titel "Miss Germany", sondern auch tolle Preise: Ein Sportwagen, Schmuck, Kleider, Reisen - und die Aussicht, ein Jahr lang zu vielen Reisen und repräsentativen Auftritten eingeladen zu werden.

Mini-Gagen für ihre Auftritte

Über 200 Termine, darunter Fernseh- und Sponsorenaufträge, absolvierte die Schönheit in ihrem Amtsjahr; sie unterbrach dafür sogar ihr Mathematik-Studium - und erhielt möglicherweise nicht die ihr zustehenden Gagen. Teilweise soll die Blondine mit 300 Euro Tagesgagen abgespeist worden sein. Das erschien der heute 24-Jährigen zu wenig. Sie sprach mit anderen Misses und erfuhr, dass deren Vergütung sehr viel höher ausgefallen seien, erklärte Caroline Noeding in einem Statement.

Undurchsichtig und nebulös

"Während meiner Zeit als Miss Germany habe ich selbstgetippte Rechnungen erhalten, das hat mich damals schon stutzig gemacht. Ich war aber einfach zu beschäftigt und auf mich allein gestellt, um mich darum zu kümmern", so die ehemalige Miss Germany zu GALA. "Alles ist sehr undurchsichtig und für mich sehr nebulös"

Letzter Schritt: Klage

"Später dachte ich mir, ich gebe mich damit nicht zufrieden und frage einfach mal direkt nach, ob ich eine Einsicht in das Konto erhalten könne, über das alle Zahlungen für meine Auftritte abgewickelt wurden", führt sie weiter aus. Dadurch habe sich allerdings nichts ergeben, so dass die Studentin schließlich ihren Anwalt einschaltete. Als der Veranstalter daraufhin immer noch nicht reagierte, habe sie schließlich auf die Offenlegung beim Landgericht Oldenbourg geklagt - und gewonnen.

Die "Miss Germany Corporation" muss nun alle Zahlungen, die über das Geschäftskonto, das für die "Miss Gemany" angelegt wurde, offenlegen. Ihr Anwalt Patrick Rehkatsch setzte außerdem einen Vollstreckungsbescheid gegen den Veranstalter durch.

Stehen Vergütungen aus?

"Aufgrund der Salami-Taktik der Miss Germany Corporation gehen wir davon aus, dass diese etwas zu verbergen hat", so Anwalt Rehkatsch gegenüber GALA. "Zudem ist noch nicht klar, wie viele Einnahmen durch alle möglichen Werbe- und Sponsorenverträge wirklich getätigt wurden. Unserer Mandantin dürften noch Vergütungen zustehen." Der Veranstalter selbst hat sich auf Nachfrage von GALA zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

"Ich will gar nicht mehr Geld"

"Mir geht es gar nicht darum, noch mehr Geld zu bekommen", betont Caroline Noeding im Gespräch mit GALA. "Mir ist nur wichtig zu überprüfen, ob der Vertrag auch rechtens erfüllt wurde. Ich hoffe nach wie vor, dass die 'Miss Germany Corporation" bereit ist mit mir zu reden, damit wir es eben nicht gerichtlich klären müssen."

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