Massimo Sinató: "Meine Droge heißt seit 30 Jahren tanzen"

"Let's Dance"-Star Massimó Sinato übernimmt in der heutigen Folge der ZDF-Krimi-Serie"Heldt" eine Gastrolle als Drogenabhängiger. Mit GALA spricht er über den Auftritt als Schauspieler und seine Gedanken zum Thema Abhängigkeit. 

Massimo Sinató in der ZDF-Serie "Heldt" (Ausstrahlung: Dienstag, 13. November ab 19:25 Uhr im ZDF oder in der Mediathek).

Herr Sinató, was erwartet die TV-Zuschauer heute Abend im ZDF von Ihnen?
Ich spiele Jason Schmoller, einen Junkie, der eine neue Szene-Droge ausprobiert hat und im Rausch auf der Straße Wiener Walzer tanzt. Dabei läuft er vor ein Auto und wird tödlich verletzt.

Deutschland kennt Sie als Tänzer. Wie war es, als Schauspieler vor der Kamera zu stehen?
Man kennt mich durch "Let’s Dance" hauptsächlich als Tänzer, ja. Aber ich habe schon als kleiner Junge an der Schule Theater gespielt und später Schauspiel-Workshops belegt. Ich finde, dass Tanz und Schauspiel eng beieinander liegen. Ich habe in beiden Fällen einen Partner, mit dem ich interagiere. Ich projiziere mit Worten, Blicken und Emotionen etwas auf ihn und er umgekehrt auf mich. Man teilt eine Energie. Genauso wie im Schauspiel schlüpfe ich auch beim Tanz in unterschiedliche Rollen: der starke Mann beim Paso Doble, der zerbrechliche beim Schwanensee.

Massimo Sinató als Junkie Jason Schmoller.

Die Auftritte bei "Let’s Dance" sind stets glamourös. Bei "Heldt" zeigen Sie sich von einer ganz anderen Seite. Wie war das für Sie?
Gerade deswegen fand ich die Rolle als Jason Schmoller so interessant und gerade deshalb war sie so herausfordernd für mich. Weil Schmoller eben nicht glamourös ist und mit meiner Lebenswelt so gar nicht zu tun hat.

Sind Sie selbst ...
.... mal mit Drogen in Berührung gekommen? Ja und nein. Ja, denn meine Droge heißt seit 30 Jahren tanzen. Setzt viele Glückshormone frei, das kann ich nur empfehlen. Nein, denn mit anderen Drogen habe ich nie etwas zu tun gehabt. Aber ich hatte man einen Sandkastenfreund, der nach dem Tod seines Vaters leider in die Abhängigkeit geraten. Ich habe versucht, ihm zu helfen. Ich war damals aber noch zu jung, um ihm die Hilfe zu geben, die er gebraucht hätte. Es geht ihm heute zum Glück wieder gut, ich denke aber, dass es wichtig, dass Eltern, Geschwister und Lebenspartner wachsam sind, Probleme erkennen und dann auch eingreifen.

Drogen sind eine Sucht. Gehen Sie beim Tanzen auch über Ihre Grenzen hinaus, obwohl Ihnen Ihr Körper signalisiert hat: Stopp
Ehrlicherweise gehe ich bei unserer aktuellen "Let’s Dance"-Tour durch Deutschland gerade über meine Grenzen. Bei "Let’s Dance" hast du eine Show pro Woche. Du trainierst zwar sechs Tage die Woche, aber das ist zu schaffen. Bei der Tour stehen wir fast jeden Abend auf der Bühne und das ist ein verdammt hartes Pensum. Aber: Der Applaus vom Publikum die laden die Batterien von meinem Körper wieder auf.

Rebecca Mir + Massimo Sinató

Wird die "Let's Dance"-Tour zur Bewährungsprobe für ihre Beziehung?

Rebecca Mir und Massimo Sinató
Model Rebecca Mir und Profitänzer Massimo Sinató sind seit vier Jahren glücklich verheiratet und schwingen aktuell bei der großen "Let's Dance"-Tour das Tanzbein.
©RTL / Gala


Von "Let’s Dance" sind Sie nicht mehr wegzudenken. Wären mehr Schauspielrollen trotzdem reizvoll für sie?
Wenn es in die Agenda reinpasst und mich auch die Rolle anspricht – liebend gerne! Eine Serie wie "4 Blocks" finde ich zum Beispiel toll. Das würde mich reizen.

Mit welchen Schauspieler würden Sie gerne mal vor der Kamera stehen?
Moritz Bleibtreu wäre in Deutschland auf jeden Fall ein Name, international – auch wenn ich weiß, dass das unrealistisch ist – Anthony Hopkins.

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