"Gaucho-Dance": Empörung über diesen WM-Tanz

Nach dem "Gaucho-Dance" auf der Siegesfeier in Berlin hagelt es Kritik an der deutschen Nationalmannschaft

Eine kleine Tanzeinlage von Spielern der deutschen Nationalmannschaft bei der Siegesfeier vor dem Brandenburger Tor in Berlin sorgt für Wirbel. Miroslav Klose, André Schürrle, Shkodran Mustafi, Mario Götze, Roman Weidenfeller und Toni Kroos gingen beim "Gaucho-Dance" gebückt über die Bühne und sangen: "So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so". Dann sprangen die Fußballer hoch und intonierten im aufrechten Gang: "So gehen die Deutschen." Die Zeilen wurden von den Hunderttausenden Zuschauern auf der Fanmeile mitgesungen. Dass mit den Gauchos die Argentinier gemeint waren, die im WM-Finale gegen die Deutschen verloren, war dabei klar.

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Die Mannschaft sagt "Danke, Fans!"

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Ein Skandal und unsportliches Verhalten, fanden viele. So schrieb etwa die "Frankfurter Allgemeine Zeitung von einem "gigantischen Eigentor", das die Mannschaft mit dem "Gaucho-Dance" geschossen habe. Der Berliner "Tagesspiegel" schrieb: "Der Gaucho-Tanz auf der Fanmeile war geschmacklos ... Ihre Freude genügt ihnen nicht, sie finden volle Genugtuung erst dann, wenn sie die trauernden Unterlegenen ein bisschen quälen."

Auch aus Argentinien gab es Kritik an dem "Gaucho-Dance". "Die Deutschen denken, sie schauen von oben herab. Sie halten sich für eine andere Rasse", schreibt etwa die Zeitung "Olé". War der "Gaucho-Dance" eine geschmacklose Erniedrigung oder eine harmlose Veräppelung des Finalgegners? Das muss wohl jeder selbst entscheiden.

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