#DeineWahl: Martin Schulz offenbart seine Jugendsünde

Im Interview mit den Youtubern bei #DeineWahl zeigte sich Martin Schulz als Mann des Volkes und offenbarte seine Jugendsünden.

Martin Schulz will Bundeskanzler werden

Martin Schulz will Bundeskanzler werden

Jetzt hat auch (61) seinen Youtube-Auftritt bei #DeineWahl hinter sich gebracht. Nachdem sich am 16. August (63, CDU) den Fragen von vier Youtubern stellte, wurde am heutigen Dienstag der SPD-Kanzlerkandidat in die Mangel genommen. 60 Minuten lang stand Schulz ebenfalls vier Youtubern Rede und Antwort. Konnte er dabei überzeugen?

Bei den Fragestellern zumindest konnte Schulz punkten. So sagte Youtuberin "ItsColeslaw", die vor drei Wochen auch schon Merkel interviewen durfte, dass die Situation mit Schulz wesentlich entspannter gewesen sei. Ihr Kollege "MrWissen2go" pflichtete ihr bei, sagte, das Gespräch mit Schulz sei "launiger als bei Angela Merkel" gewesen. "Es gab ein paar Lacher, die hatten wir im Interview mit Angela Merkel nicht", so sein Fazit.

Weniger Zuschauer als bei Merkel

Das Interesse der Online-Community war allerdings um einiges geringer als bei Merkel. In der Spitze verfolgten rund 15.000 Zuschauer #DeineWahl. Das sind rund 40.000 weniger als bei der Bundeskanzlerin. Doch die verpassten dafür ein paar private Einblicke in das Leben von Schulz. So sprach er offen über seine schwere Vergangenheit: "Ich habe mich als junger Mann vom Alkohol lösen müssen, weil ich alkoholabhängig war. Und ich habe das geschafft, da war ich 24 Jahre alt."

Für ein paar Schmunzler sorgte Schulz, als er auf seine größte Jugendsünde angesprochen wurde. Der Kanzlerkandidat überlegte kurz, hielt es dann aber doch für besser, diese nicht öffentlich zu machen. Immerhin ließ er sich seine zweitgrößte Jugendsünde entlocken: "Ich habe mal mitten in einer durchzechten Nacht ein Paket Waschpulver ins Freibad geschüttet", erinnerte sich Schulz mit einem diebischen Grinsen zurück. Sogar die Polizei sei gekommen. Aber einer Verhaftung konnte er entgehen: "Ich war schnell genug."

Schulz wollte Fußballprofi werden

Beim Thema Schule, blickte Schulz auf ein wenig glorreiches Kapitel zurück: Er ist damals von der Schule geflogen. "Meine Mutter war außer sich", erinnert sich der Nordrhein-Westfale. "Ich wollte immer Fußballprofi werden [...] So gut war ich nicht, aber ich wollte das unbedingt. Da habe ich die Schule nicht mehr ernst genommen und hinterher bin ich von der Schule geflogen und wurde auch nicht Fußballprofi. Das war schon der Beginn einer Krise in meinem Leben." Doch er habe Glück gehabt und konnte eine Ausbildung zum Buchhändler machen.

Diese offenen Worte und sein unverkrampfter Auftritt kamen auch im Netz durchweg gut an. "Vom Feeling her hab ich bei Martin Schulz ein gutes Gefühl", schreibt etwa ein User. In einem anderen Kommentar heißt es: "Also ich finde Martin Schulz macht sich gut bei #deinewahl. Sehr authentisch und nahbar" oder "Ihr könnt mir sagen was ihr wollt, aber Martin Schulz war einfach super und kompetenter und lockerer". Mal sehen, ob er davon auch bei der Bundestagswahl am 24. September profitieren kann.

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