"Anne Will" und die Sexismus-Debatte: Kameramann sieht nur Verona Pooths nackte Beine

Eine in den Augen von TV-Zuschauern unangemessene Kameraeinstellung von Verona Pooth bei der Talkshow "Anne Will" sorgt für Gesprächsstoff. Die ARD entschuldigt sich. Und was sagt Verona Pooth selbst dazu?

Verona Pooth zu Gast bei Anne Will am 12. November 2017. Dabei sorgt eine Kameraeinstellung für Ärger

Eine Kameraeinstellung von Verona Pooth, 49, sorgt aktuell bei den TV-Zuschauern der ARD-Talkshow "Anne Will" für Ärger: Angefangen bei den Stilettos von Pooth fuhr die Kamera bei der Sendung am vergangenen Sonntag langsam über ihre nackten Beine und ihren Körper und endete schließlich bei ihrem Gesicht. An und für sich ist das schon problematisch. Was in diesem Fall noch schwerer wiegt ist, dass Pooth ausgerechnet zum Thema "Sexismus" als Gesprächspartnerin geladen war. Jetzt, zwei Tage nach der Ausstrahlung, melden sich die Beteiligten zu Wort. 

ARD entschuldigt sich

Auf die Sexismus-Kritik reagiert der TV-Sender mit einem Statement auf Twitter: "Der Kameraschwenk über Schuhe u. Beine von Verona Pooth in unserer gestrigen Sendung ging gar nicht! Das widerspricht unseren redaktionellen u. bildlichen Grundsätzen. Der Regisseur bedauert den Fehler." Verona Pooth habe auf den Vorfall gelassen reagiert. Dies bestätigt sich, als die "BILD"-Zeitung bei der zweifachen Mutter ebenfalls nachfragt.

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Verona Pooth nimmt Kameramann in Schutz

Dass sich der Mitarbeiter der "Anne Will"-Show so auf ihren Körper konzentriert hat, findet Pooth halb so wild. "Genau DAS ist es, was ich ansprechen wollte. Der arme Kameramann – warum soll er denn nicht diesen Schwenk machen? DAS ist sicher nicht sexistisch", sagt sie. In der Sendung berichtet sie, dass sie noch keine Nötigung erlitten habe, die ihr "seelischen Schaden zugefügt habe." Sie stellt deutlich klar: "Man darf verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden!"

Nicht der erste Kamera-Fauxpas

Doppelt unangenehm für die ARD ist der Fall "Bein-Schwenk", weil er sich 2015 schon ähnlich ereignete: Damals hatte ein Kameramann die Beine von FDP-Politikerin Katja Suding für die "Tagesschau" zu detailliert gefilmt. Kai Gniffke, der Chefredakteur von "ARD-aktuell", sagte damals entschuldigend: "Der Beine-Schwenk gehört auf den Index."

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