Lina Larissa Strahl: Der "Bibi und Tina"-Star im GALA-Interview

Lina Larissa Strahl ist erst 18 Jahre alt, hat aber schon eine steile Karriere hingelegt. Nach ihrer Hauptrolle in drei "Bibi und Tina"-Kinofilmen konzentriert sie sich nun aufs Singen, am 27. Mai kam mit "Official" ihr erstes Album heraus. Im GALA-Interview spricht sie über den Blitz-Erfolg, wahre Freundschaft und Zukunftspläne

Sie könnte auch als Mädchen von nebenan durchgehen. Als die GALA-Redaktion an einem sonnigen Tag besucht, trägt sie ein bequemes, bauchfreies Top und eine lässige Baseball-Cap. Zusammen mit dem dezenten Make-up und einem lockeren Lächeln auf den Lippen, wirkt sie so unbeschwert und leicht, wie man als 18jährige nur sein kann. Dabei hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Karriere hingelegt. Wie sie mit dem Erfolg umgeht und wieviel von ihr in ihrem Debüt-Album "Official" stecken, verrät sie GALA im Interview.

Im Jahre 2013 warst Du erst Gewinnerin des "Dein Song"-Contests im KIKA, dann ging es schon ganz schnell: Drei Kino-Hauptrollen als Bibi Blocksberg in den "Bibi und Tina"-Filmen machten Dich einem Millionenpublikum bekannt. Am 27. Mai ist Dein erstes Album rausgekommen. Kannst Du diesen Erfolg überhaupt schon fassen?

So ganz nicht. Ich stecke ja schon seit drei, vier Jahren total in meiner Arbeit drin und finde es total cool und aufregend, dass ein Endprodukt von mir als Sängerin da ist. Aber so richtig realisieren kann man es wohl besser, wenn man nicht gerade die Person ist, die das Album rausbringt. Mein Eltern sind wahrscheinlich aufgeregter als ich.

Wie hat sich denn Dein Erfolg auf Dein Verhältnis zu Deinen Freunden ausgewirkt?

Bei meinen engen Freunden hat sich wirklich gar nichts verändert. Das ist auch gut so, denn das macht gute Freunde erst aus. Wenn denn mal getuschelt wird, dann auch nicht in meinem Freundeskreis. Das sind dann eher Leute von meiner Schule und auch dort wurde ich noch nie wirklich offensiv beleidigt.

Erkennen Dich die Leute denn mittlerweile auf der Straße? Oder kannst Du immer noch unbehelligt Freunde treffen und einkaufen gehen?

Eigentlich erkennt mich immer irgendwer. Egal an welchem Ort ich bin, irgendjemand ist immer da, der mich erkennt. Mal sind es Kinder, mal sind es deren Eltern. Meistens sind es aber Kinder. Oft laufen sie mir einfach nur hinterher und trauen sich nicht mich anzusprechen. So wirklich Gedanken oder Sorgen mache ich mir deswegen aber nicht.

Das Einzige, was mittlerweile komisch ist, ist die Situation in den Schulpausen. Wenn man eh schon gestresst, weil zu spät, in der Cafeteria ankommt, und dann noch ganz viele Mitschüler was von einem wollen, dann ist es manchmal schon schwer, immer gut gelaunt zu sein.

Wie konntest Du denn Schule und Schauspiel-und Musik-Karriere vereinbaren? Das sind doch im Prinzip zwei Vollzeit-Jobs.

Lina hat eine treue Fan-Gemeinde, die "Strahler".

Wenn ich die nächste Prüfung gemacht habe, habe ich mein Abi und bin dann eh durch mit der Schule. Deswegen ist das jetzt kein Problem mehr. Vorher habe ich für Drehtage und Pressetermine Freistellungen bekommen. Bei den Studio-Aufnahmen fürs Album haben wir versucht, die Termine immer auf Feiertage, Wochenenden oder in die Ferien zu legen. Alles in allem habe ich aber gar nicht so oft gefehlt. Ich würde sogar sagen, dass ich zu denjenigen gehöre, die am wenigsten gefehlt haben. Immerhin bin ich so gut wie nie krank und komme auch immer, wenn ich kommen kann.

Vielleicht wurde mir das eine oder andere Mal eine Hausaufgabe erlassen oder ich habe mal weniger gelernt. Das hat sich aber nicht negativ aufs Abi ausgewirkt, schätze ich.

Wie geht es für Dich jetzt nach dem Abi weiter, können wir uns weiter auf Dich auf der Leinwand oder als Musikerin freuen? Oder willst Du doch lieber etwas Normales wie eine Ausbildung oder ein Studium machen?

Ich möchte auf jeden Fall an meiner Musik-Karriere dran bleiben. Schauspielern macht mir aber auch total viel Spaß und ich würde mich freuen, wenn beides klappen könnte.

Natürlich wäre es schön, auch was Bodenständiges dabei zu haben. Deswegen habe ich mir überlegt, irgendwann mal Geschichte zu studieren. Aber das hat noch Zeit und ist erstmal Nebensache.


Jetzt im Moment sehe ich mich am ehesten als Musikerin, denn das wollte ich schon mein ganzes Leben lang sein. Ganz pauschal kann ich das aber nicht sagen, denn wenn ich vor der Kamera stehe, bin ich komplett in dem Feeling drin. Ich habe aber immer Musik im Kopf.

Hättest Du Dir vor Deinem ersten Erfolg bei "Dein Song" vorstellen können, dass Du mal so eine Karriere hinlegen würdest?

Nein, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Ich hätte auch nicht unbedingt gedacht, dass ich den "Dein Song"-Contest gewinne. Damals habe ich mich der Einstellung angemeldet "Ja, cool, kann man mal machen". Ich hätte auch niemals gedacht, dass durch meinen Auftritt die Produzenten von " und Tina" auf mich aufmerksam werden, ich die Hauptrolle bekomme und dadurch jedes Jahr einen Kinofilm drehe. Und dass ich dann auch noch so schnell mein eigenes Album rausbringe. Gewünscht habe ich mir das zwar immer, aber damit gerechnet habe ich so schnell nicht.

War es schwierig von der Musikerin Lina von einem Tag auf den anderen die Schauspielerin Lina zu sein? Das ist ja schon eine ganz andere Herausforderung.

Lina Larissa Strahl und GALA-Redakteur Thomas im Interview.

Schwierig war es gar nicht, denn ich wollte ja auch schauspielern. Schauspielern hat mir schon immer viel Spaß gemacht, in der Schule war ich auch in der Theater-AG. Als ich für "Bibi und Tina" vorgesprochen habe, hab ich das nicht so richtig ernst genommen und dachte mir "Wenn's klappt, dann klappt's."

Für mich stand die Musik immer im Vordergrund. Dass ich dann zum Schauspielern gekommen bin, war eher ein glücklicher Zufall und ich freue mich, mich in der Schauspielerei weiter zu entwickeln. Der Fokus liegt aber jetzt erstmal auf Musik.

Nach mehreren Gold-prämierten Soundtracks für "Bibi und Tina" bist Du jetzt mit Deinem eigenen Album auf Tour. Inwiefern unterscheidet sich das Auftreten mit Deinem eigenen Album von Deinen Songs für "Bibi und Tina"?

Das ist schon was ganz anderes. Ich bin schon ganz schön aufgeregt wegen der Tour. Nicht, weil ich Angst habe, dass ich das Singen nicht hinkriege - da bin ich mir eigentlich recht sicher. Eher habe ich Angst, dass ich den Text vergesse. Da hilft es, dass ich meine eigene Band habe, die aus den immer gleichen Jungs besteht. Wenn wir erstmal eingespielt sind, gibt mir das Sicherheit.

Hast Du bei so viel Erfahrung denn noch Lampenfieber?

Vor Kameras habe ich eigentlich keine Angst. Auf der Bühne ist das was anderes, da habe ich auch Angst den Text zu vergessen, da hab ich dann auch Lampenfieber.

Das Gute ist aber: Die Fans lieben einen ja eh. Wenn ich damals selbst als Besucher auf Konzerten war, dachte ich mir ja auch nicht "Oh, die hat jetzt den Ton aber nicht getroffen", sondern habe das Konzert einfach genossen.

Dann wünschen wir Dir viel Spaß bei der Tour, ganz viel Textsicherheit und freuen uns darauf, mehr von Dir zu hören!

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