Verona Pooth im GALA-Interview: "Ich habe mich immer durchgesetzt"

Verona Pooth wurde 1968 geboren, als die ­Studenten auf die ­Barrikaden gingen. Was bedeuten ihr Peace, Love und ­Emanzipation? In GALA spricht sie über den Einfluss ihrer Mutter und verrät, ­ warum sie jetzt selbst in die Politik will

Die Zeiten, als sie belächelt wurde, weil sie laut und schrill war und immer einen Blubb neben der Spur – diese ­Zeiten sind längst vorbei. Verona Pooth hat sich als Unter­neh­me­rin und Society-­Lady etabliert, lebt mit ihrem Ehe­mann Franjo und den beiden ­Söhnen im noblen Meer­busch nahe Düsseldorf. Ge­bo­ren wurde sie am ­30. April 1968 in La Paz als Tochter eines deutschen Tech­nikers und einer Bolivianerin. Heißt: Sie wird in ­diesen Tagen 50, so wie die 68er-Studenten­bewegung und die sexuelle Revolution. GALA nahm das zum Anlass, um Ve­rona im Look von Uschi Obermaier zu fotografieren. Das Model galt damals als eine der schönsten Frauen Deutschlands, zeigte gern ihren perfekten ­Körper. Es wird also nackt beim Shooting in den ­Berliner Bridge Studios. Und beim Interview offenherzig.

Ganz ehrlich, Verona: Ist die Zahl 50 schlimm für Sie?

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Gar nicht! Ich bin heute viel gelassener als früher. Mit meinem zappeligen Temperament und meiner Power, da konnte man früher ein ganzes Hochhaus mit ausleuchten. Mittlerweile kann ich meine Power viel besser dosie­ren. Wobei mir meine Zack-zack-Einstellung ja gerade zu Beginn der Karriere sehr geholfen hat.

Auf Ihre Weise sind Sie eine 68erin, geboren im Jahr der Studenten­revolte, als Frauen langsam begannen, sich zu eman­­zi­pieren. Was verbinden Sie mit diesen Themen?

Meine Mutter war eine sehr eman­zi­pierte Frau. Sie hat mich zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit er­zogen. Mir war es immer wichtig, dass ich mein eigenes Geld verdiene und ­etwas Eigenes auf die Beine stelle. Das haben die sogenannten 68er für uns angestoßen. Die Freiheiten, die wir genießen dürfen, sind nicht selbst­ver­ständ­lich. Ich finde, eine Frau sollte ihr eigenes Leben leben und nicht das eines ­Mannes oder von wem auch ­immer. Das halte ich für essenziell.

Was ist Emanzipation für Sie?

Stärke, Mut, Willenskraft. Uschi Obermaier brach damals Tabus. Auch wenn ich 1968 erst geboren wurde, hat sie mich immer schon inspiriert.

Stark und erotisch: GALA in­szenierte Verona Pooth im ­Hippie-Stil von Uschi Obermaier.

Sie zeigen bei unserem ­Shooting ungewöhnlich viel Haut. Wie fühlt sich Nacktheit für Sie an?

Ich bin sehr konservativ aufgewachsen, auch wenn das vielleicht keiner auf den ersten Blick vermutet. Ich stehe zwar auf den sexy Latina-Look und kleide mich auch gerne so, aber trotz meiner langjährigen Karriere gibt es keine Nackt- oder Aktfotos von mir. Ich habe schon immer sehr darauf geachtet, was ich von mir zeige und was nicht.

Schlafen Sie nackt?

Ich schlafe selten nackt, sondern ­meistens in glitzernden T-Shirts. In ­jedem Fall sehr bunt.

Wenn Sie zurückschauen: ­Wären Sie gerne noch mal 20?

Auf gar keinen Fall! Ich lebe unfassbar gerne und will nichts missen, auch nicht das Älterwerden. Im Moment kann ich immer noch einen Kopfstand, ich komme ohne Brille und Hörgerät aus und fühle mich im Bikini immer noch pudelwohl.

Wovor haben Sie mit Blick aufs Alter die größte Angst?

Meine geliebte Mamita ist mit Ende sechzig an Demenz erkrankt. Das ist schon etwas Bedrohliches für einen Menschen, der gewohnt ist, sein Leben selbst zu gestalten. Gesundheit ist am Ende des Tages das Wichtigste.

Wir kennen Sie als höchst ­diszi­plinierten Menschen. Nicht mal mit abgesplittertem Nagellack hat man Sie je ­gesehen.

Ich mag es eben nicht, wenn der Lack ab ist. (lacht) Wenn mich etwas an mir stört, dann ändere ich es.

Lassen Sie sich nie gehen?

Richtig tiefenentspannt bin ich nur im Urlaub. Ich bin die, die die Hotelanlage selten verlässt. Ich mache kein Sightseeing, ich esse und trinke gerne und das alles in Slow Motion. Den anderen Wahnsinn habe ich ja in meinem Job.

Haben Sie einen großen Freundeskreis? Eine beste Freundin?

Ja, ich habe einen verhältnismäßig ­großen Freundeskreis, den ich mit Franjo teile. Ich bin auch ein richtiger Mädchentyp, überhaupt nicht stutenbissig. Und ich gehe gerne mit meinen Mädels aus. Einfach nur lachen und Spaß haben.

Verona mag ihren Body, ist stolz darauf, dass sie die 60 Kilo bei einer Größe von 1,78 Meter seit ­Jahren hält.

Apropos Freunde: Sind Sie ein versöhnlicher Mensch?

Sagen wir so: Je wichtiger mir ein Mensch ist, desto weniger könnte ich ihm verzeihen, wenn er mich verraten, betrügen oder hintergehen würde. Vom Ehemann oder einer guten Freundin betrogen werden – das könnte ich also nicht verzeihen. Dann wäre es einfach vorbei.

Es wird gemunkelt, dass Sie sich zurzeit für ein neues ­Terrain interessieren. ­Angeblich möchte man Sie für die Politik gewinnen.

Anfragen gab es immer mal. Bisher fand ich aber, dass ich nicht reif genug dafür bin. Inzwischen sehe ich das ­anders. Ich bin gerade als Frau stolz, in diesem wunderbaren Land leben zu dürfen. Meine Karriere, mein Unternehmen und der Wohlstand sind nur möglich, weil ich hier die passenden Voraussetzungen vorfand. Ich sage das laut und deutlich: Ich bin eine stolze Deutsche und lebe gerne hier! Das gefällt wohl einigen Parteien, und mittlerweile mache ich mir auch Gedanken, politisch tätig zu werden. Wenn Herr Seehofer noch eine Frau für sein Hei­mat­ministerium sucht, wie ich hörte – hier bin ich! (lacht)

Sie wären bereit für das Haifisch­becken Politik?

Davor hätte ich keine Angst. Ich habe mich immer durchgesetzt. Und je mehr Männer meinen, der kleinen Pooth ­zeigen zu können, wie es richtig geht – umso besser. Das fordert mich geradezu heraus. Durch viel Fleiß und das Glück des Tüchtigen habe ich mir eine Karriere aufgebaut, auch wenn es kein klassischer Weg war. Wenn ich durch politisches Engagement etwas zurückgeben kann an mein Land, ­warum nicht?

Sehen wir Sie bald im Bundes­tag, wenn die richtige Partei auf Sie zukommt?

Ich bin der Typ, der nie kategorisch nein sagt. Ich höre mir alles an und kann mir eine ganze Menge vorstellen. Wenn Trump mit seiner Frisur Prä­sident werden konnte, dann habe ich doch mit meiner quietschigen Stimme auch eine Chance. (lacht) Nein, jetzt mal im Ernst: Es gibt tatsächlich viele Momente, in denen ich mir gut vor­stellen kann, mich politisch für die Rechte von Mädchen und Frauen einzusetzen. Leider gibt es immer noch so viele Missstände wie die Zwangsheirat, Säure­attacken, die Beschneidung, um nur mal ein paar auf­zuzählen. Das fängt ja schon bei der ungerechten Lohn­verteilung an, selbst hier in unserem Land. Es gibt wirklich viel, wofür es sich lohnen würde, in die Politik zu gehen und etwas zu bewegen.

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