Tom Wlaschiha: "Schon beim Anblick eines Bootes seekrank"

Schauspieler Tom Wlaschiha aus "Das Boot" hat sich als großer Fan des Originals geoutet - aber auch als bekennende Landratte.

Tom Wlaschiha schlüpft in "Das Boot" in die Rolle von Gestapo-Chef Hagen Forster

Ab dem 23. November sticht bei Sky "Das Boot" in Serien-Gewässer. "Game of Thrones"-Star Tom Wlaschiha (45) spielt in der achtteiligen Produktion, die neun Monate nach den Geschehnissen des gleichnamigen Kinofilms ansetzt, zwar eine tragende Rolle. Mit an Bord der U-612 geht er als Gestapo-Chef Hagen Forster aber nicht. Und darüber ist Landratte Wlaschiha auch ausgesprochen froh, wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten hat.

Herr Wlaschiha, Ihre Figur Hagen Forster ist Chef der Gestapo und Teil der Landcrew in La Rochelle. Waren Sie froh darüber, nicht im klaustrophobischen Set des U-Boots gelandet zu sein?

Wlaschiha: Ich werde schon beim Anblick eines Bootes seekrank, von daher war ich sehr froh, dass ich in unserer Geschichte festen Boden unter den Füssen hatte. Das Set des Bootes war allerdings sehr eindrucksvoll, es gab sogar eine Vorrichtung, die die Bewegung und das Rollen des Bootes während der Fahrt simuliert hat.

Wie charakterisieren Sie Ihre Figur?

Wlaschiha: Wie alle gut geschriebenen Figuren ist Forster ein sehr ambivalenter Charakter. Er liebt Frankreich über alles und ist dabei der Überzeugung, dass erst die deutsche Besatzung dem Land richtig gut tut. Seine teils drastischen Handlungen rechtfertigt er immer mit dem Glauben an das richtige Ziel.

Erinnern Sie sich noch an das erste Mal, als Sie "Das Boot" gesehen haben? Welche Gefühle löste es in Ihnen aus?

Tom Wlaschiha: Ich stand zum ersten Mal mit siebzehn Jahren in den Bavaria Studios im Modell vom U-Boot und habe mir dann auch den Film angesehen. Ich war und bin immer noch unglaublich fasziniert davon, wie spannend und beklemmend dieser Film ist, der ja nur an einer einzigen Location gedreht wurde. Das ist stilistisch ein absolutes Meisterwerk.

Warum vermag der Film bzw. die Geschichte auch heute noch so sehr zu fesseln?

Wlaschiha: Es ist die menschliche Dimension dieses Filmes, der den Wahnsinn des Krieges noch greifbarer macht. Die Figuren sind subtil gezeichnet und verfallen nie in Klischees, das macht das moralische Dilemma schmerzhaft miterlebbar.

Für die 26,5 Millionen teure Produktion von Sky Deutschland, Bavaria Fiction und Sonar Entertainment wurde unter anderem im französischen La Rochelle gedreht. Dort kam eine 240 Tonnen schwere U-Boot-Replica zum Einsatz - die Innenräume wurden zusätzlich an einem 45 Meter langen Set in Prag nachgebildet. Die beklemmenden Verhältnisse im Bauch des U-Boots können Fans der Serie im "virtuellen 360-Grad-Rundgang" nachempfinden. Die Serie läuft ab dem 23. November immer freitags ab 20:15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky 1.

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