Paenda: So viel bedeutet ihr die Teilnahme am ESC

Paenda, Österreichs Kandidatin für den ESC, meldet sich kurz vor dem Wettbewerb in Tel Aviv mit ihrem neuen Album "Evolution II" zurück.

Will nicht über ihr Abschneiden beim ESC nachdenken: Paenda

Paenda, Österreichs blauhaarige ESC-Hoffnung, hat aktuell alle Hände voll zu tun: Sie bereitet sich nicht nur intensiv auf ihre Teilnahme beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv vor, am 26. April veröffentlicht sie auch ihr neues Album "Evolution II". Aus diesem Anlass sprach die 31-Jährige, die mit bürgerlichen Namen Gabriela Horn heißt, mit der Nachrichtenagentur spot on news und verriet, welche Chancen sie sich ausrechnet, was ihr die Teilnahme am ESC bedeutet und wer ihr persönlicher Favorit beim Song Contest ist.

Was hat es mit dem Titel Ihres neuen Albums "Evolution II" auf sich? Welche Geschichte steckt dahinter?

Gabriela Horn: Die Namensgebung für das erste Album ("Evolution I") war etwas langwierig und ursprünglich sollte es "Good Girl" heißen, allerdings hat sich das nicht richtig angefühlt. Mit dem Namen "Evolution" plus Zahl hingegen muss ich mir zumindest darüber nie wieder Gedanken machen und sollte ich ein Album doch mal anders nennen wollen, gebe ich ihm einfach einen Untertitel. Außerdem habe ich mir so selbst die Freiheit gegeben, mich mit jedem weiteren Album zu entwickeln und vielleicht auch neue Richtungen einzuschlagen, ohne in Erklärungsnot zu geraten, warum es anders klingt als die Vorgänger. Ich entwickle mich und meine Musik auch, mein Geschmack ändert sich, genauso wie bei allen Menschen - es ist quasi eine Evolution.

Ihr Album erscheint kurz vor dem Eurovision Song Contest. Glauben Sie, dass die Veröffentlichung zu diesem Zeitpunkt, Ihnen noch ein paar mehr Fans bescheren wird?

Horn: Das Album war bereits in Vorbereitung, als ich gefragt wurde, ob ich einen Song für den ESC einreichen möchte. Ich würde lügen, würde ich jetzt sagen, dass ich mich nicht über die Promo und die Reichweite aufgrund des ESCs freue, aber das Album wäre so oder so im Frühjahr 2019 erschienen.

Mit Ihrem Song "Limits" werden Sie für Österreich beim ESC teilnehmen. Worum geht es in dem Song?

Horn: Im Song "Limits" geht es um Grenzen. Es geht darum, sich selbst zu sehen und lieben zu lernen. Wie man unter all dem gesellschaftlichen Druck eben diese Grenzen nicht einfach ignoriert, um weiter zu funktionieren, sondern sie wahrnimmt und respektiert. Er behandelt auch den Schmerz, der daraus resultiert, was passiert, wenn man das nicht tut und wenn man dann einfach nicht mehr stark sein kann und will.

Was bedeutet Ihnen die Teilnahme am ESC?

Horn: Extrem viel. Erstens finde ich es super, dass auch ein ESC untypischer Act die Chance bekommt, so eine große Plattform zu nutzen und zweitens bin ich die erste Frau in Österreich, die den Song selbst geschrieben und produziert hat.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Horn: Darüber mag ich mir keine Gedanken machen. Ich freue mich über jeden Menschen, den meine Musik erreicht, berührt und/oder abholt und dass ich meine Message auf so einer großen Bühne vortragen darf.

Haben Sie selbst einen persönlichen ESC-Favoriten für dieses Jahr?

Horn: Ja, mein persönlicher Favorit ist Michael Rice aus England. Er wirkt absolut zurückhaltend und auch ein wenig unscheinbar, aber auf der Bühne ist er ein absoluter Hammer! Ich habe selten jemanden erlebt, der auf Anhieb das Publikum so vereinnahmen kann und seine Stimme ist unglaublich gut!

Sie haben Ihre Schwester einmal als "Gradmesser" für die Qualität Ihrer Musik bezeichnet. Wird sie Sie beim ESC begleiten? Und wer kommt sonst noch so mit?

Horn: "Gradmesser" ist etwas überzeichnet, aber sie ist definitiv diejenige, die mir das erste Feedback gibt zu neuen Songs und ich halte sehr viel von ihrer Meinung. Sie wird mich auch in Tel Aviv begleiten. Sonst ist noch mein Team vor Ort, Managerin und Label, das mir auch sehr nahe steht.

Sie machen seit Ihrem 14. Lebensjahr Musik. Gab es jemals einen Plan B?

Horn: Absolut, ich wollte eigentlich in die Grafik oder Fotografie gehen nach der Schule und als das nicht geklappt hat, habe ich ein Jahr Psychologie studiert. Während ich einfach noch nicht bereit dafür war, haben eher alle anderen die ganze Zeit gesagt, ich solle es doch endlich mit Musik probieren. Aber seit ich mich dafür entschieden habe, gibt es keinen Plan B mehr für mich und ich befinde mich ja auch mittlerweile in der glücklichen Position, mich den ganzen Tag nur mit Musik beschäftigen zu dürfen.

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