Oliver Mommsen: Oliver Mommsen verrät Details über den blutigen "Tatort"-Dreh

Pünktlich zu Halloween wurde Kommissar-Darsteller Oliver Mommsen im vorletzten Vampir-Tatort "Blut" übel zugesetzt. Wie war es beim Blut-Dreh und schließt der letzte Tatort Bremen daran an?

Oliver Mommsen als Kommissar Stedefreund im Vampir-"Tatort: Blut"

Seit 2001 ist Schauspieler Oliver Mommsen (49) Teil des "Tatort"-Kosmos. Doch sein Engagement neigt sich dem Ende entgegen, denn soeben flimmerte der vorletzte Lürsen-Stedefreund-Fall "Blut" über die Bildschirme. Wie die Dreharbeiten zu diesem blutigen Vampir-"Tatort" waren, erzählt Mommsen im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Dabei verrät er auch, ob sein letzter "Tatort" an diesen anknüpft - abgedreht ist er inzwischen...

"Vampir"-Tatort: Wie war es beim Drehen mit all dem Blut?

Oliver Mommsen: Es war blutig. Aber beim Krimidreh kann es eben vorkommen, dass ein Darsteller auf dem Boden liegt und überall Blut ist. Das ist allerdings keine emotionale Situation, stattdessen heißt es dann eher: "Bitte nicht reintreten, wir müssen es nochmal filmen!" Damit bekommt es eine ganz andere Dimension. Wir gehen beispielsweise auch mit unseren Leichen zum Mittagessen und da sitzt dann eben schon mal einer mit einem Kopfschuss am Tisch. Oder wir freuen uns, wenn jemand mit einer riesigen Fleischwunde aus der Maske kommt, und es echt aussieht. Beim "Tatort" freut man sich einfach auch über Schreckliches.

Eine junge blonde Frau, viel Blut etc. - das erinnert ein wenig an "Carrie - Des Satans jüngste Tochter". Haben Sie den Horrorfilm damals gesehen? Wie beeindruckend war es?

Mommsen: Ich habe "Das Omen" (1976) damals viel zu früh gesehen. Und "Carrie" (1976) war natürlich auch schwer beeindruckend. Ich hatte richtig Probleme danach. Aber: Wenn man einen tollen Liebesfilm sieht oder eine gelungene Komödie, dann geht man beschwingt aus dem Kino und wenn man "Alien" (1979) sieht, zieht es einem den Boden unter den Füßen weg. Genau das macht aber auch die Faszination von Kino und Film aus. Wir wollen ja mitgerissen werden.

Lilith Stangenberg in ihrer Vampiren-Rolle Nora Harding.

Eine meiner Lieblingsszenen im "Tatort: Blut" ist, wenn Nora (Lilith Stangenberg) am Küchentisch sitzt, Rinderblut trinkt und sich vermeintlich in eine Fledermaus verwandelt. Im Endeffekt passiert da nichts Furchtbares, aber die Szene hat eine sehr große Kraft.

Manchmal wird beim "Tatort" eine FSK-Freigabe diskutiert, aus diesem Grund wurden schon Sonntagskrimis auf 22 Uhr verschoben. War das diesmal Thema?

Mommsen: Bei Mord und Totschlag schwingt das auf jeden Fall immer mit. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass der "Tatort" ohnehin kein ausgewiesenes Kinderprogramm ist. Kinder müssen den generell nicht gucken, das gehört zum Eltern-ABC dazu. Eine Altersfreigabe brauche ich daher nicht, denn das weiß ich als Erziehungsberechtigter selbst. Ich bin für den mündigen Bürger.

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Der "Blut"-Tatort ist Ihr vorletzter und am Schluss geht es Ihrer Rolle, Kommissar Stedefreund, nicht wirklich gut. Hängt der letzte Fall damit zusammen?

Mommsen: Nein. Unser letzter Krimi nimmt aber Verbindung zu einem anderen "Tatort" auf, den wir sehr viel früher mal gedreht haben. Welcher es ist, darf ich nicht sagen. Nur so viel, dass die Beziehung zwischen Stedefreund und Inga Lürsen (Sabine Postel) auf eine Zerreißprobe gestellt wird. Es wird heftig und schwer und es gibt so manche Leiche im Keller...

Wie war die Stimmung am Set Ihres letzten "Tatorts"?

Mommsen: Gemischt. Einerseits war es hochemotional, weil ich natürlich immer mal daran gedacht habe, dass es jetzt das letzte Mal ist und dass ich die Kollegen aus dem Team wohl länger nicht mehr sehen werde - und die Lederjacke kam dann auch in die Kiste. Auf der anderen Seite wollte Regisseur Florian Baxmeyer, der diesen "Tatort" auch geschrieben hat, dass wir nochmal ein richtiges Feuerwerk zünden. Und das haben wir auch gemacht. Dabei hatten wir einen Riesenspaß und es gab Momente, in denen ich es sehr genossen habe.

Wurde am Schluss gefeiert?

Mommsen: Ja, am Donnerstag war der letzte Drehtag und Sabine und ich haben einen ausgegeben. Man muss sich am Ende schon anständig verabschieden, sonst bleibt zu viel Traurigkeit. Das haben wir dann auch gemacht.

Oliver Mommsen, wie geht es jetzt für Sie weiter?

Mommsen: Mir bleibt nicht viel Zeit, um traurig zu sein, denn für mich geht es gleich mit dem Stück "Die Tanzstunde" am Schillertheater weiter. Ablenkung durch Beschäftigung.

Wie schauen Sie sich den allerletzten "Tatort" an?

Mommsen: Den schau ich mir erstmal vorab ganz allein an und schau mal, was passiert...

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