Mira Bartuschek im Interview: "Es war manchmal wirklich belastend"

Wenn Schauspielerin Mira Bartuschek gemeinsam mit ihrem Ehemann und den zwei Söhnen Spaghetti Bolognese isst, scheint die Welt perfekt zu sein. Gegenüber GALA erklärt sie, dass sie aber auch die Rolle der Alleinerziehenden kennt

Mira Bartuschek in der "ZDF"-Romanze "Ein Sommer in Oxford".

"Kann man im 21. Jahrhundert auch ohne Mann glücklich sein?", fragt die Schauspielerin , 40, in der "ZDF"-Romanze "Ein Sommer in Oxford". Im Film spielt sie eine unabhängige Frau mit Doktortitel und einer selbstbewussten Haltung. Und wie tickt Bartuschek privat?

Zurück zur Frage: Kann man Ihrer Meinung nach in unserer Zeit ohne Mann glücklich sein?
Das kann man natürlich! Ich bin zum Glück mit Mann glücklich und seit vier Jahren verheiratet. Das sehe ich aber nicht als Selbstverständlichkeit, sondern empfinde es als Segen. Dennoch braucht eine Frau heute keinen Mann mehr an ihrer Seite und kann durchaus unabhängig durchs Leben gehen.

Warum hat Ihr Partner, der als Kameramann arbeitet, Ihren Nachnamen angenommen?
Das war für ihn vollkommen klar. Ich habe mir als Schauspielerin einen Namen gemacht und den dann einfach zu ändern, ist schwierig. Außerdem kommt hinzu, dass mein ältester Sohn aus einer früheren Beziehung meinen Nachnamen trägt. Es hat für ihn nur Sinn gemacht, dass wir einen Familiennamen haben. Mit dieser Einstellung hat mich mein Mann damals sehr stolz gemacht.

Sie waren zwischenzeitig alleinerziehend. Wie hat sich das angefühlt?
Es war manchmal wirklich belastend. Allerdings habe ich meinen heutigen Mann recht zeitnah kennengelernt, sodass ich nicht sehr lange allein war. Am schwierigsten war es, alleine Entscheidungen zu treffen und natürlich auch die Konsequenzen zu tragen. Auch wenn es nur Kleinigkeiten im Alltag waren. Ich habe großen Respekt vor alleinerziehenden Eltern und bin froh, dass mein Mann die Vaterrolle für meinen ältesten Sohn so großartig übernommen hat.

Was war zum Beispiel eine große Entscheidung?
Als ich noch kinderlos war, fand ich Großstädte als Schauspielerin natürlich interessanter. Die Entscheidung zurück aufs Land in der Nähe meiner Heimat zu ziehen, weil ich meinem Sohn damals ein schönes Zuhause bieten wollte, war nicht leicht. Heute bin ich froh, dass ich meinen Kindern hier die Ruhe geben kann. Ich kann es mir schwer vorstellen nochmal in die Stadt zu ziehen. Hier ist die Zeit irgendwie langsamer.

Sowohl Sie als auch Ihr Mann verbringen viel Zeit am Set in den deutschen Städten. Wie verbinden Sie Beruf und Familie? 
Wir haben eine Kinderfrau, die sich sehr gut um unsere Söhne kümmert. Es ist ein großes Glück, dass sie unsere Kinder so sehr liebt. Dadurch kann ich mich auch als Mutter in Drehzeiten voll auf den Job konzentrieren. Mich von den Jungs zu trennen, fällt dennoch jedes Mal schwer.

Mira Bartuschek ist am Sonntag, den 21. Oktober 2018,  um 20.15 Uhr in "Ein Sommer in Oxford" im "ZDF" zu sehen. 

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