Maria Höfl-Riesch im GALA-Interview: "Wir hatten uns aus den Augen verloren"

Maria Höfl-Riesch und die Liebe: Vor ihrem Hochzeitstag sprechen die Ski-­Legende und ihr Mann Marcus darüber, wie sie die Ehekrise ­gemeistert haben

Maria Höfl-Riesch und Marcus Höfl

Am Gardasee blüht gerade die Natur auf. Die Vögel zwitschern im Garten von Maria Höfl-Riesch, 33, und die ersten Blumen haben ihre Knospen ­geöffnet. Auch Maria und ihr Mann Marcus Höfl, 44, wirken wie frisch aufgeblüht. Sie sitzen am Pool ihrer Villa, schmiegen die Köpfe aneinander, ­suchen immer wieder die Hand des ­anderen. Zwischen den beiden herrscht eine entspannte Innigkeit, die auch das Gespräch mit GALA wie ein roter ­Faden durchzieht.

Am 14. April feiern Sie Ihren siebten Hochzeitstag. Wie werden Sie ihn verbringen?
Höfl-Riesch: Wir werden unseren Hochzeitstag in Obertauern feiern. Ich bin Schneebotschafterin der Region, und dort wird dieses Wochenende das Ende der Wintersport-Saison gefeiert. Wir werden Freunde treffen, Ski fahren und an der traditionellen Schatzsuche teilnehmen, die zum ­Season Closing dort veranstaltet wird.

Victoria Beckham

Deswegen hatte sie Angst vor ihrem 20. Hochzeitstag

Victoria Beckham
Ein Grund zum feiern: Victoria und David Beckham sind seit 20 Jahren verheiratet! Warum die Designerin vor diesem besonderen Tag jedoch Angst hatte, sehen Sie im Video.
©Gala / Brigitte

Höfl: Und wir werden abends auf jeden Fall schön zusammen essen gehen. Ich habe auch schon ein Geschenk für Maria ausgesucht.

Maria Höfl-Riesch: "Wir hatten eine schwierige Phase"

In den letzten Monaten gab es Gerüchte um eine Ehekrise bei Ihnen. Was ist dran?
H
öfl-Riesch: Es stimmt, wir hatten eine schwierige Phase. Dass aber gleich über eine Trennung spekuliert wurde, ist völlig übertrieben.

Höfl: Wir sind jetzt sieben Jahre verheiratet. Dass es in einer solch langen Zeit auch mal zu Schwierigkeiten kommt, kennt sicher jedes Paar.

Das klingt stark nach dem "verflixten siebten Jahr"...
Höfl: Ja, das könnte man so sagen. Wir hatten uns im letzten Jahr ein ­wenig aus den Augen verloren.

Was ist passiert?
Höfl-Riesch: Während meiner aktiven Zeit als Skirennfahrerin hatten wir einen ganz klar getakteten Jahresrhythmus, der durch Trainings- und Wettkampfzeiten bestimmt war. Da Marcus auch mein Manager war und ist, haben wir sehr viel Zeit miteinander verbracht. Das hat sich geändert, als ich aus dem Profisport ausgeschieden bin und wir uns beide um unterschiedliche berufliche Projekte gekümmert haben.

Höfl: Die Krise 2016 rund um den WM-Skandal war für mich als Manager von Franz Beckenbauer eine ungeheuer intensive Zeit. Zudem habe ich viel Arbeit in den Aufbau meines Büros in China gesteckt.

Höfl-Riesch: Marcus war oft ­wochenlang in Asien unterwegs. Für mich machte es keinen Sinn mitzufahren, um dann durch irgendwelche Shoppingmalls zu laufen, während mein Mann Geschäfte macht. Also blieb ich in Kitzbühel. Um nicht alleine zu sein, habe ich mir dort einen Freundeskreis aufgebaut, der mich vielleicht nicht immer so gut beeinflusst hat.

Höfl: Maria hatte nach den harten Jahren im Profisport endlich Zeit zum Ausspannen. Statt sie gemeinsam zu genießen, waren wir aber teilweise in ganz verschiedenen Welten unterwegs. Das war sicherlich ein Fehler.

Höfl-Riesch: Da hat es dann ­irgendwann angefangen zu knirschen. Und es gab auch die eine oder andere Diskussion zwischen uns in der Öffentlichkeit. Ich habe unterschätzt, was das für Wellen schlagen würde.

So haben sie ihre Liebe gerettet

Wie haben Sie es geschafft, Ihre Liebe zu retten?
Höfl-Riesch: Durch viele intensive Gespräche. Wir haben ehrlich darüber geredet, was schiefgelaufen ist. Das hat unheimlich viel bewegt. Ich kann nur jeden ermutigen, das früh genug zu tun, sobald einen etwas stört. Leider bespricht man Probleme ja oft erst, wenn es fast zu spät ist.

Höfl: Die letzten Wochen mit Maria waren unglaublich schön. Wir haben uns viel Zeit füreinander genommen, waren auf einer herrlichen Reise in Südostasien mit der MS Europa 2, wo Maria ein Fitnessprogramm anbietet, und haben ganz in Ruhe besprochen, was wir in Zukunft ändern wollen.

Was werden Sie in Zukunft ­anders machen?
Höfl-Riesch: Wir werden darauf achten, mehr Zeit zu zweit zu verbringen, damit wir uns zwischen den vielen Reisen und beruflichen Verpflichtungen als Paar nicht aus den Augen verlieren.

Wir haben uns zum Interview am Gardasee getroffen, wo Sie ein Haus besitzen. Hat dieser Ort für Sie eine besondere Bedeutung?
Höfl-Riesch: Wir fahren seit vielen Jahren an den Gardasee und haben uns vor zwei Jahren den Traum von einem eigenen Haus verwirklicht. In Zukunft wollen wir hier in den Sommermonaten so viel Zweisamkeit wie möglich ­genießen. Der Winter ist für mich ­immer sehr anstrengend, weil ich als Wintersportexpertin für das Fernsehen ständig unterwegs bin. Hier am See kann ich zur Ruhe kommen.

Höfl: Meine MHM Group hat ein großes neues Projekt in der Formel 1, wir beraten einen Sponsor von Ferrari. Vom Gardasee aus ist es ein Katzensprung zu den italienischen Kunden in Mailand. So kann ich Job und Privatleben perfekt miteinander verbinden.

Denken Sie auch an Familienplanung?
Höfl-Riesch: Ich sage dazu seit Jahren das Gleiche: prinzipiell ja, aber noch ist der Zeitpunkt für mich nicht gekommen. In fünf Jahren kann ich diese Antwort wohl nicht mehr geben. (lacht) Jetzt wollen wir aber erst einmal unsere Zweisamkeit pflegen.

Was ist Ihr Motto für 2018?
Höfl: Achtsamkeit. Ganz besonders in Bezug auf unsere Liebe.

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