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Lena Meyer-Landrut "Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus"

Lena Meyer-Landrut
© Getty Images
Anlässlich der H&M-Kampagne "Nur mit Euch" haben wir mit Sängerin Lena Meyer-Landrut über Freiheit, Träume, Zweifel und Chancen gesprochen. Und darüber, was sie in der Branche als besonders unfair empfindet

Es gibt eigentlich nichts, was Lena Meyer-Landrut nicht kann. Sie ist ein Überflieger. Ob Musik, Mode, Fitness, Beauty – Lena ist in jeder Branche erfolgreich und für viele ein Vorbild.

Doch wenn es um neue Wege geht, hat auch Lena manchmal Zweifel. Was ihr bei wichtigen Entscheidungen am meisten hilft und was sie niemals in Erwägung ziehen würde, verrät sie exklusiv im GALA Interview.

Lena Meyer-Landrut über Freiheit, Ängste und Vitamin B in der Branche

1. Du unterstützt die H&M-Kampagne "Nur mit euch", die sich für die Selbstverwirklichung und Freiheit von jungen Menschen einsetzt. Was bedeutet Freiheit für dich persönlich?

Insbesondere wegen der Kampagne habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was Freiheit eigentlich bedeutet und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es eigentlich recht einfach zu beschreiben ist: nämlich als das größte Privileg, das man als Mensch haben kann. 

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2. Fühlst du dich frei?

Ich fühle mich total frei. So, als hätte ich alle Möglichkeiten dieser Welt und als könnte ich alles machen, was ich möchte. Natürlich hilft es da, in einem Land wie Deutschland aufgewachsen zu sein. Uns steht eine Basis von politischen und sozialen Möglichkeiten zur Verfügung und diese können wir nutzen, ungeachtet dessen, wo wir herkommen. Das ist nicht selbstverständlich und sollte man sich immer wieder vor Augen führen – und dankbar dafür sein. 

3. Gab es einen Moment in deinem Leben, bei dem du dich nicht frei gefühlt hast? Eine Entscheidung, die über deinen Kopf hinweg entschieden wurde? 

Ja klar gab es schon einmal Situationen, in denen ich geleitet und bevormundet wurde.

Vielleicht ist es in solchen Situationen einfach wichtig, die genommene Entscheidung zu bewerten und zu reflektieren, wie wichtig diese eigentlich für mich ist. In der Schule beispielsweise habe ich mich alles andere als frei gefühlt, aber das hat ja dann nichts mit dem eigentlichen Freiheitsgefühl zu tun. 

4. Hat dein Umfeld immer an dich geglaubt?

Meine Mutter stand immer hinter mir. Ich konnte während meiner Jugend für mich herausfinden, was mir Spaß macht, was mir Glück bringt und wer ich bin. 

5. Und was rätst du jemanden, wenn eine Idee oder ein Weg, den man einschlägt, mal nicht klappt? 

Da ist es wichtig zu schauen, was genau denn von der Idee bzw. dem Weg, den ich gegangen bin, nicht funktioniert. Bringt meine Idee nicht den gewünschten monetären Erfolg? Oder erlange ich durch mein Vorhaben nicht genügend Ansehen? In meinen Augen sind das alles noch keine Gründe, eine Idee als gescheitert anzusehen. Denn solange du glücklich bist, bei dem was du tust, ist dein Weg auch der Richtige. 

6. Welchen Traum möchtest du dir noch erfüllen?

Wenn ich ehrlich bin, stehen bei mir noch unendlich viele Sachen auf meiner Bucket-Liste. Ich würde zum Beispiel super gerne für eine längere Zeit in die Natur. So ganz ohne unsere westliche Einflüsse. Aber auch so kleinere Sachen stehen auf dieser Liste, wie zum Beispiel einfach mal ein Rennen zu fahren. Oder: Mithilfe eines 3D-Scanners in eine Computer-Figur formatiert zu werden und dann ein Motion-Game zu spielen. 

7. Gibt es etwas, dass dich früher oder heute immer noch daran hindert, dich selbst zu verwirklichen? Zweifel? Existenzängste? Fehlender Mut?

Ich bin tendenziell eher ein Zweifler und ich habe auch immer eine gesunde Portion Angst, wenn es um neue Wege geht. 

Aber ich bin der Meinung, dass das nicht unbedingt verkehrt sein muss. Mein Bauchgefühl ist da auch immer eine gute Entscheidungshilfe.  Wenn sich etwas nach „Ja“ anfühlt, mache ich das auch. 

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8.  Würdest du sagen, dass man als Person des öffentlichen Lebens mehr Freiheiten besitzt, als ein Otto Normalverbraucher? 

Ganz oberflächlich gesprochen würde ich sagen: ja. Im Laufe der Jahre habe ich gemerkt, dass "Vitamin B" in der Branche schon hilft. Ich persönlich finde dieses Phänomen schade. Ich möchte nicht davon Gebrauch machen, denn ich bin der Ansicht: Wenn es etwas gibt, das du wirklich möchtest, dann kannst du es durch Arbeit und Fleiß auch bekommen. 

Gala


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