Jenny Elvers : Erstes Interview nach der Trennung

Jenny Elvers spricht exklusiv in GALA über die Trennung von ihrem Verlobten und das Gefühl, endlich frei zu sein

Jenny Elvers

Es regnet in Strömen an diesem Sonntagmorgen, als Jenny Elvers vom Gefühlschaos der vergangenen Monate erzählt. Wenige Stunden zuvor hat der Anwalt der 44-Jährigen die Trennung von ihrem Verlobten bestätigt. In GALA spricht die Schauspielerin nun selbst über das Liebes-Aus und verrät, warum ihre Beziehung zu Steffen von der Beeck, 42, nach knapp vier Jahren gescheitert ist. Jeder Satz will vor, während und nach dem Gespräch gut überlegt sein.

Das hat wohl auch mit den Erfahrungen der letzten Jahre zu tun. Als sprunghaft könnte man Elvers bezeichnen, die heute mit einem halben Liter Red Bull und Zigaretten in den Tag startet. Da ruft sie im Sommer 2014 bei "Bild" an und erzählt, Steffen von der Beeck habe sie im Urlaub auf Kreta geschlagen. Sie schickt sogar Beweisbilder. Später zieht sie ihre Aussage zurück. Sie habe sich beim Baden verletzt. Dieses Thema sowie das Thema Alkohol missfallen Elvers während unseres Interviews. Zum Vorfall auf Kreta vertritt sie weiterhin ihre Version, die da lautet: "Er hat mich damals nicht geschlagen. Mehr kann ich dazu nicht sagen."

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Nach der Querschnittslähmung hat sie große Ziele

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©Gala

Jenny Elvers wirkt nervös, sie raucht, zappelt mit den Beinen. Und dann, bevor unser Interview losgeht, vibriert ihr Handy. Der Ex-Freund schreibt ihr eine Nachricht. Ob der wohl per GPS-Ortung nun wisse, wo sie gerade steckt, fragt sie mit einem schiefen Lächeln.

In einer WhatsApp-Gruppe verkündeten Sie vor wenigen Wochen die berufliche Trennung von Ihrem Verlobten. Wie kam es dazu?

Ich habe schon vor geraumer Zeit gemerkt, dass es einfach zu viel für uns uns wurde. Eine berufliche und eine private Beziehung zu führen – das geht einfach nicht. 24 Stunden am Tag war immer nur ich das Thema. Auf Dauer wurde es anstrengend. Ich habe zudem gespürt, dass ich andere Wege gehen möchte und in meinen Entscheidungen frei sein will.

Haben Sie sich selbst schlecht beraten gefühlt?

Es gab viele Kollegen, die der Meinung waren, dass unsere Kombination unglücklich sei. Steffen hat einen wahnsinnigen Beschützerinstinkt, was auch seine Vorteile hatte. Aber ich wollte auch Dinge tun dürfen, auf die ich Lust habe. Ich wollte einfach weitere Diskussionen vermeiden. 

Sich selbst sieht Jenny Elvers, die am 11. Mai 45 Jahre alt wird, am liebsten verspielt-mädchenhaft. Beim großen GALA-Shooting zeigt sie ihre taffe Seite

Nun haben Sie sich auch privat getrennt.

Ja. Das war ein schleichender Prozess. Ende des letzten Jahres haben wir uns räumlich getrennt. Da war zwischen uns schon so viel auf der Kippe, aber wir wollten es noch mal miteinander versuchen. Jetzt ist der Punkt gekommen, wo ich von meiner Seite aus sagen muss, es macht keinen Sinn mehr.

Wer hat die räumliche Trennung ausgesprochen?

Ich wollte die räumliche Trennung, um Ruhe zwischen uns zu bekommen. Es gab viele Unstimmigkeiten und seelische Verletzungen zwischen uns. Ich konnte die Disharmonie zu Hause nicht länger ertragen. Mir war klar, ich muss jetzt die Reißleine ziehen, bevor der Streit eskaliert. Ich habe ein Kind und bin da ganz Löwenmami und schmeiße mich davor. Ich möchte keinen Streit zu Hause.

War er damit einverstanden?

Geht so. Er hatte keine andere Wahl.

Worüber haben Sie gestritten?

Es ist so, dass ich mich verändert habe. Als ich Steffen kennenlernte, war ich eine wirklich traurige Frau. Mein Leben war ein Durcheinander. Ich hatte gerade meinen Alkoholentzug hinter mir und wusste nicht wirklich, wie es danach für mich weitergeht. Ich war total verloren. Stück für Stück habe ich mich von dieser Traurigkeit befreit. Ich habe von einem kleinen neurotischen Häuflein Elend wieder zu meiner alten Stärke zurückgefunden. Und da kann es schwierig für den Partner werden, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein anderer ist. Außerdem wollte ich die zweite Chance, die ich im Leben erhalten habe, nutzen.

Den Wirtschaftspsychologen Steffen von der Beeck lernte Elvers kurz nach ihrem Entzug kennen. Knapp vier Jahre waren die beiden ein Paar – mit vielen Höhen und Tiefen

Worunter haben Sie gelitten?

Es gab viele schmerzhafte Momente. Die Fehlgeburt unseres Babys, heftige Schlagzeilen, viele Prozesse, die Steffen vor Gericht geführt hat. Durch mich musste er ja plötzlich mit der Öffentlichkeit zurechtkommen. Er ist ein sehr selbstbewusster Mann. Es hat ihm ganz viel nicht gepasst und daher ist er oft angeeckt. Nur irgendwann ist auch mal gut. Ich werde demnächst 45. Da muss ich wissen, was ich möchte und was ich nicht möchte. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo ich, trotz aller Gefühle für ihn, konsequent sein musste. Ich musste mich frei machen.

Wann kamen Ihnen die ersten Zweifel?

Das war im Sommer letzten Jahres. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns verkracht. Wir haben dann eine Bootstour durch Frankreich gemacht, um wieder zu uns zurückzufinden. Wir haben viel unternommen, damit die Liebe nicht geht.

Haben Sie schon vorher versucht, sich von ihm zu lösen?

Es gab schon vorher Momente, in denen ich mich von ihm trennen wollte. Aber ich werfe in Liebesdingen nicht so schnell die Flinte ins Korn. Es heißt ja auch, wir hätten eine On-Off-Beziehung geführt. Dem war nicht so.

Waren Sie vielleicht blind vor Liebe?

Das finde ich schwierig zu beantworten. Ich habe Steffen sehr geliebt. Bei mir gibt es keine halben Sachen. Auch nicht in der Liebe. Ganz oder gar nicht – und wenn, dann mit Vollgas gegen die Wand. So war ich schon immer. Ich saß nicht betrunken in einer Fernsehshow, sondern sturzbetrunken.

Sind oder waren neue Partner im Spiel?

Nein, es gibt keine neuen Partner. Weder bei mir noch bei Steffen.

Wie gehen Sie beide mit der Trennung um?

Eine Trennung ist immer mit Kränkungen verbunden. Ich werde jetzt dieses Interview geben und dann soll es das von meiner Seite aus gewesen sein. Es ist nicht einfach. Insbesondere wenn der eine den anderen am Ende noch geliebt hat.

Jenny Elvers

Wie fühlen Sie sich?

Ich bin glücklich. Es geht mir sehr gut, und so, wie es jetzt ist, fühlt es sich richtig an.

Stehen Sie noch in Kontakt?

Wir reden miteinander. Es klappt mal mehr, mal weniger. Ich glaube aber nicht an Freundschaften nach einer Trennung. Es ist ja auch wirklich traurig und nicht so, dass es einem leichtfällt. Ich hoffe auf ein respektvolles Miteinander.

Steffen soll zu seiner Mutter gezogen sein.

Ich weiß es gar nicht konkret. Na gut, was macht man nach einer Trennung? Man fängt sich bei der eigenen Familie. Für ihn fällt jetzt ja auch wahnsinnig viel weg, weil ihn das Thema Jenny einfach dauernd beschäftigt hat – beruflich wie privat.

Ist die Trennung für Sie endgültig?

Ja! Das sollte sie sein. Aber man weiß ja nie. Privat mache ich gar keine Pläne mehr. (lacht)

In einem ersten Interview über Steffen sagten Sie, dass er der Therapeut Ihres Herzens sei. Er dränge sich nicht in die Öffentlichkeit und achte auf Sie und Ihren Sohn. Es kam dann doch anders, oder?

Hinterher ist immer alles ein bisschen anders, oder? Ob er die Öffentlichkeit gesucht hat? Ich weiß es nicht. Natürlich hat er durch mich Kontakte in die Branche erhalten und so auch andere Klienten kennengelernt. Ganz zu Beginn hat er mich ja nur begleitet. Ich war anfangs nach meinem Entzug auch wahnsinnig nervös und froh, dass er bei mir war. Meine größte Angst war, irgendwo zu stolpern, und dann heißt es, sie hat wieder getrunken. Damit hatte ich schwer zu kämpfen.

Wie geht Ihr Sohn Paul mit der Trennung um?

Gut! Ihm ist auch aufgefallen, wie fröhlich ich wieder bin und dass ich morgens sogar singe. Paul und ich sind schon immer ein gutes Team gewesen. Trotz der Trennung hat er keine weinende Mama zu Hause. Wir unternehmen viel. Wir kochen zusammen oder machen Sport. Er wollte mich jetzt mal zum Klettern mitnehmen, aber sagte: "Mama, du hast so dünne Arme. Du schaffst das gar nicht." (lacht) Wir freuen uns jetzt sehr auf unseren Osterurlaub.

Große Umbrüche bergen für ehemalige Suchtpatienten auch Gefahren. Haben Sie Angst davor?

Die Trennung wirft mich null zurück! Ich bin ganz bei mir. Spurlos ist das alles aber nicht an Ihnen vorbeigegangen.

Schlägt Ihnen die Trennung auf den Appetit?

Ich habe abgenommen und bin um einiges schlanker geworden. Aber nicht aus Kummer. Ich ernähre mich gesund und mache gerade wahnsinnig viel Sport. Aber ich kann ehrlich nicht sagen, wie viel ich abgenommen habe.

Jenny Elvers

Wer ist gerade Ihre größte Stütze?

Ich brauche niemanden, bei dem ich mich ausweinen kann, denn es geht mir gut. Aber natürlich hole ich mir Rat bei meiner Familie. Und bei meiner besten Freundin Anne-Sophie Briest.

Werden Sie weiterhin mit Paul in der Nähe Ihres Heimatorts Amelinghausen leben, oder steht ein Umzug bevor?

Bis Paul sein Abitur hat, werden wir dort leben. Aber ich schaue gerade nach einem Zweitwohnsitz in Berlin, da ich nahezu jede Woche beruflich dort bin.

Hat Ihr Ex-Ehemann Goetz sich schon gemeldet, nachdem das Liebes-Aus bekannt wurde?

Noch nicht. Aber wahrscheinlich wusste er es auch schon, weil Paul gerade Geburtstag hatte und die beiden miteinander telefonierten. Goetz ist für Paul der Papa. Die beiden haben ein gutes Verhältnis, und auch Goetz und ich reden noch miteinander.

Kennt man Sie eigentlich als Single? Sind Sie nicht immer von der einen in die nächste Beziehung geschlittert?

Gefühlt war ich wirklich nie Single und seit 20 Jahren immer in einer Beziehung. Jetzt bin ich wirklich glücklich, einmal nur für mich zu sein. Ich werde jetzt ganz sicher nicht eine Kontaktanzeige aufgeben, die lautet: "Leicht verpeilte Schauspielerin, Schrägstrich, trockene Alkoholikerin, Schrägstrich, mit pubertierendem Sohn und zwei Haustieren ..." Hört sich irgendwie auch nicht nach einem Sechser im Lotto an.

Wann wären Sie bereit für eine neue Liebe?

Für eine neue Liebe ist gerade noch alles zu frisch. Ich habe auch keine Lust mehr auf eine Ehe. Für eine neue Liebe bin ich noch nicht bereit.

Wie müsste der Mann sein, der sie wirklich glücklich macht?

Ich bin sicherlich in manchen Dingen schwierig. Es gibt Leute, die mögen keine Menschen, die morgens schon gute Laune haben. Ich bin morgens immer fröhlich. Außerdem bin ich sehr viel wach – manchmal schon um vier – und habe Tatendrang. Ich kann schlecht schlafen. Er muss also damit schon einmal klarkommen. Und natürlich muss er es akzeptieren, dass viel über mich geschrieben wird. Außerdem muss er meine Dämonen, mit denen ich zu kämpfen hatte, nehmen können. Es gibt eben keinen Alkohol bei mir zu Hause – und das muss derjenige dann auch akzeptieren. Scheinbar fällt das vielen schwer.

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