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Jason Mraz "Alle meine letzten Lieder sind Liebesbriefe an meine Frau"

Jason Mraz: "Alle meine letzten Lieder sind Liebesbriefe an meine Frau"
© Gregg DeGuire / Getty Images
"Looking For The Good" – so lautet der Name von Jason Mraz´ neuem Album. "Nach dem Guten suchen" – das klingt in dieser schweren Zeit nicht leicht. Doch gerade deshalb möchte er mit seiner Musik für Optimismus sorgen – obwohl es ihm selbst nicht immer leicht fällt.

Spätestens durch seinen Song "I´m Yours" wurde Jason Mraz weltweit zum Superstar. Mit seinen Feel-Good-Liedern über die Liebe berührt er die Herzen seiner Fans. Doch hinter seiner Guten-Laune-Musik steht nicht immer ein glücklicher Sänger. Ihn selbst würde man als sehr nachdenklichen und ruhigen Menschen beschreiben, der neben dem "crazy Rock 'n' Roll- Business", wie er es nennt, Kraft zwischen Avocado- und Passionsfrucht-Bäumen auf seiner eigenen Farm tankt. Glanz und Glamour, den der Ruhm mich sich bringt, erfüllen den Musiker nicht. Im Interview mit ihm werfen wir ein Blick hinter die Fassade seiner lockeren und erfrischenden Musik. 

GALA: Deine Musik handelt meist von der Liebe. Woher nimmst du die Inspiration?
Jason Mraz: Zugegeben bin ich in meinem Leben nicht die ganze Zeit von Liebe umgeben. Es sprudelt nicht einfach aus mir heraus. Aber die Musik gibt mir jedes Mal die Gelegenheit, Liebe zu üben und zu praktizieren. Ich fülle sozusagen Leere mit Liebe und erzeuge mit meiner Musik mehr davon.

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Wie wirkt sich diese Leere in deinem Leben aus?
Manchmal mache ich mir Gedanken, nicht wichtig oder wertvoll zu sein. Vieles davon rede ich mir ein. Doch die meiste und beste Musik schreibe ich tatsächlich, wenn ich mit mir selbst kämpfe. Wenn ich diesen Kampf dann in Musik verwandle, wird daraus etwas Positives. Das Album ist wie ein Experiment, etwas Fröhliches zu schaffen. Ich trage dazu bei, der Welt etwas Gutes zu tun.

Das passt perfekt zu dem Namen deines aktuellen Albums "Look For The Good“ (Suche nach dem Guten). Gerade im Jahr 2020 und 2021 ein sehr passender Titel!
Es waren sehr bewegende Jahre. Die Pandemie, der Klimawandel, Gleichberechtigung – diese Probleme sind noch immer ungelöst. Es liegt noch eine Menge vor uns. Das alles hat meine Gedanken angeheizt und mich zu den Liedtexten bewegt. Sie sollen in der schweren Zeit helfen und gute Laune verbreiten.

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Nicht nur im übertragenen Sinne. Du spendest den Profit, den du einnimmst, an Organisationen wie die "Black Live Matter Bewegung". Warum?
Was ich letztes Jahr gesehen habe, war ein echter Hilferuf vieler Organisationen. Sie brauchen nicht nur Menschen, die helfen, sondern auch deren Stimmen und Spenden als Treibstoff. Im Lockdown fühlte ich mich hilflos. Deswegen spende ich die Gelder meiner Musik an die Organisationen, die an vorderster Front kämpfen, die in Gerichtssälen oder auf der Straße stehen. Ich bin privilegiert, von meiner Musik leben zu können. Ich brauche aber nicht die kapitalistische Version davon. Zu spenden, war ein stolzer Moment für mich.

Deine Frau steht während deiner Karriere immer an deiner Seite. Hast du auch ihr ein Lied gewidmet?
Die Lieder meiner letzten Alben waren alles Liebesbriefe an meine Frau. Das jetzige Album ist eine echte Veränderung. Ich singe über eine andere Art von Liebe. Die Songs sind Liebeslieder an meine Familie, die Gemeinschaft, den Planeten, Selbstliebe – alles, was ich in den letzten Jahren gefühlt habe.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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