Jasmin Schwiers: Hochschwanger vor der Kamera

"Es war anstrengend, keine Frage", fasst Jasmin Schwiers die Dreharbeiten für "Die Füchsin" zusammen. Sie war damals hochschwanger.

Beim Deutschen Fernsehpreis Anfang des Jahres überraschte Jasmin Schwiers mit ihrem XXL-Babybauch

Bis kurz vor der Geburt ihrer zweiten Tochter stand Jasmin Schwiers (37) im Frühjahr noch vor der Kamera. Das Ergebnis zeigt das Erste am 10. und 17. Oktober jeweils um 20:15 Uhr in zwei neuen Fällen der erfolgreichen ARD-Donnerstagskrimi-Reihe "Die Füchsin". Für Schwiers wurde die Geschichte sogar extra umgeschrieben. Auch ihre Serienrolle Simone Pabst ist hochschwanger. "Es wäre sehr schwierig gewesen, meine Rolle einfach plötzlich wegzulassen", so Schwiers.

Die Dreharbeiten seien zwar "sehr anstrengend" gewesen, doch das Team habe sich liebevoll um sie gekümmert. Ihre zweite Tochter Fine kam schließlich im Mai zur Welt. Vater des Kindes ist "Sturm der Liebe"-Star Jan van Weyde (40). Ihre erste gemeinsame Tochter Juli wurde 2014 geboren. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news blickt Schwiers auf die Dreharbeiten mit Babybauch zurück und erklärt, wie sie heute das Leben als zweifache Mutter meistert.

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©Gala

Aufgrund Ihrer Schwangerschaft wurde die Geschichte zu "Die Füchsin" extra umgeschrieben. Hätten Sie mit diesem Entgegenkommen gerechnet?

Jasmin Schwiers: Ich war sehr froh, dass sich der Drehbuchautor nochmal an seine eigentlich fertigen Bücher gesetzt hat, um meine Kugel irgendwie einzubauen. Andererseits war die Produktion auch sehr glücklich, dass ich mich auf das Abenteuer eingelassen habe, so kurz vor dem Mutterschutz noch zu drehen. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Ensemble und es wäre sehr schwierig gewesen, meine Rolle einfach plötzlich wegzulassen. Dafür bin ich auch zu gerne Teil dieses Formats.

Hatten Sie Bedenken, ob die Dreharbeiten körperlich zu belastend werden könnten, schließlich waren sie bereits hochschwanger?

Schwiers: Ich wusste, dass es anstrengend werden würde im achten Monat zu drehen. Aber beim zweiten Kind hat man sowieso nicht mehr so viel Schonzeit wie beim Ersten. Zuhause ist ja auch immer was los. Von daher hatte ich keine ernsthaften Bedenken, sonst hätte ich den Dreh nicht angetreten.

Wie hat Ihr Ehemann reagiert, hatte er Bedenken?

Schwiers: Nein. Der Großteil der "Füchsin" wird in meiner (Wahl-)Heimat Köln gedreht, ich konnte also jede Nacht in meinem eigenen Bett schlafen. Die einzige Hürde ist immer die Organisation. Da mein Mann als Comedian andauernd unterwegs ist, musste uns die Oma einmal mehr den Rücken freihalten. Ich sage es immer wieder: Ein Hoch auf die Omas dieser Welt!!

Wie anstrengend waren die Dreharbeiten letztendlich für Sie?

Schwiers: Es war anstrengend, keine Frage. Aber das Team hat mich sehr lieb umtüddelt, alle waren wahnsinnig aufmerksam. Sobald ich aus dem Bild getreten bin, stand eine Kiste für mich bereit, auf die ich mich setzen konnte. Und Stephie, unsere Requisite, hatte überall kleine Snacks für mich versteckt. Daran hätte ich mich gewöhnen können.

Wie hat sich die Schwangerschaft von Ihrer ersten unterschieden?

Schwiers: In der ersten Schwangerschaft liegt man sehr viel rum. Man macht Yoga, schläft viel und hört auf seine inneren Bedürfnisse. In der zweiten Schwangerschaft hat man zu all dem gar keine Zeit. Man versucht, den sowieso schon anstrengenden Alltag mit Kind und Job zu meistern, ohne ständig irgendwo hinzubrechen oder stehend einzuschlafen. Ich habe aber trotzdem versucht, es bewusst zu genießen. Es ist einfach ein Wunder und das Staunen darüber wird auch beim zweiten Mal nicht kleiner.

Mittlerweile ist Ihre zweite Tochter auf der Welt. Wie anstrengend ist Ihr Alltag heute als zweifache Mutter?

Schwiers: Ich komme gerade aus dem Urlaub und bin tatsächlich immer noch erstaunt darüber, wieviel Gepöngel man mit Kindern rumschleppt. Die Babyschale, Kinderwagen, Wickeltasche, Autositz und da ist noch nichts für mich dabei! Früher hat man einfach so das Haus verlassen, heute hat man ständig das Gefühl, man zieht um. Wenn dann noch ein kurzfristiges Casting reinkommt, ja, dann wird es auch mal richtig stressig. Es ist einfach eine sehr anspruchsvolle Lebensphase. Aber dafür auch die schönste von allen.

Wie sieht es mit den schlaflosen Nächten aus?

Schwiers: Ich sage das in der Öffentlichkeit nur ungern, weil ich Angst vor den Blicken der anderen Eltern habe... aber unsere Kinder sind 1-A-Schläfer. Beide schlafen neun bis zehn Stunden durch, seit sie drei Monate alt sind. Ich weiß nicht, womit wir dieses Glück verdienen, das Karma-Konto dürfte damit aber auf jeden Fall aufgebraucht sein...

Planen Sie, beruflich bald wieder durchzustarten, oder gönnen Sie sich noch ein wenig Mama-Auszeit?

Schwiers: Ich habe mich vor langer Zeit von der Utopie verabschiedet, mein Leben planen zu können. Der Beruf ist sehr unstet und hält so viele Überraschungen bereit, dass ich mir die Energie spare, Pläne zu machen, die ich dann doch wieder verwerfen werde. Ich schaue also, was auf mich zukommt und entscheide von Fall zu Fall, was für mich und meine Familie jetzt gerade am besten ist.

Machen Sie sich selbst den Druck, die Babypfunde wieder schnell zu verlieren?

Schwiers: Nein. Jede Frau (bis auf ein paar sehr glückliche) stellt fest, dass der eigene Körper nach einer Schwangerschaft nicht mehr so aussieht, wie vorher. Davor ist man auch als Schauspielerin nicht gefeit. Aber jetzt jeden Tag in die Muckibude rennen und Kalorien zählen? Nein. Ich versuche mich gesund zu ernähren und Sport einzubauen, so oft es eben geht. Und dieses bisschen Zeit für mich, tut auch mir gut, nicht nur den Hüften.

Wünschen Sie sich noch weitere Kinder, vielleicht noch ein Brüderchen?

Schwiers: Wir machen die schönsten Töchter und wenn es nach mir ginge, würde ich noch zehn davon machen. Aber wenn ich als Mama eins gelernt habe, dann ist es, mit den eigenen Kapazitäten hauszuhalten. Ob da noch Luft für eins mehr ist? Wir werden sehen...

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