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James Morrison Er hört sich "alte Aufnahmen nicht an"

James Morrison gehört zu den erfolgreichsten britischen Sängern - nun erscheint sein "Greatest Hits"-Album.
James Morrison gehört zu den erfolgreichsten britischen Sängern - nun erscheint sein "Greatest Hits"-Album.
© Parri Thomas
James Morrison veröffentlicht sein "Greatest Hits"-Album. Im Interview verrät der Brite, was er rückblickend bereut.

Der britische Sänger James Morrison (37) ist seit über 15 Jahren im Musikgeschäft - und das überaus erfolgreich. Hits wie "I Won't Let You Go" (2011) und "Broken Strings" (2008), ein Duett mit Nelly Furtado (43), stürmten die internationalen Charts. Nun hat der zweifache Vater offenbar genug alte Songs gesammelt und veröffentlicht am heutigen Freitag (11. Februar) sein "Greatest Hits"-Album.

Darauf sind nicht nur neue Versionen seiner 13 größten Erfolge zu hören, auch zwei neue Songs haben es auf die Platte geschafft. "Für mich ist damit das erste Kapitel meines Lebens zu Ende und ich kann Kapitel zwei beginnen", erklärt Morrison im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

James Morrison kann alten Aufnahmen nichts abgewinnen

Dabei habe er selbst nie daran gedacht, jemals ein "Greatest Hits"-Album herauszubringen. Es sei ein seltsames Gefühl, aber auch fantastisch. "Es erlaubt den Fans und mir, zusammen in die letzten 15 Jahre zurückzureisen und uns an alle Songs zu erinnern", schwärmt der britische Interpret. Auch wenn Morrison seinen alten Hits viel zu verdanken hat: "Ich höre mir die alten Aufnahmen nicht mehr an. Nur meine neuesten Sachen, wenn ich sie produziere oder Leuten zeige."

Im Studio zu stehen und die alten Songs nochmal einzusingen, war für den 37-Jährigen zunächst beängstigend. "Aber nach einer Weile fühlte es sich gut an." Vor allem eine Sache hat Morrison an der Arbeit geliebt: "Es war schön zu wissen, dass diese Lieder, auch wenn einige von ihnen 15 Jahre alt sind, immer noch so klingen, als ob Gefühle in ihnen stecken." Er sei stolz auf sein jüngeres Ich. "Ich habe aber auch gemerkt, wie sehr ich mich verändert habe." Das ist nicht verwunderlich, schließlich machte der 1984 in Rugby geborene Sänger bereits in jungen Jahren seine ersten Schritte im Musikbusiness. Mit 13 Jahren griff er zum ersten Mal zur Gitarre, 2006 erschien das Debütalbum "Undiscovered" des damals 21-Jährigen. Aber auch im Leben eines James Morrison gibt es Höhen und Tiefen.

James Morrison: Seine Höhepunkte und dunkelsten Momente

Zu seinen schönsten Momentan gehört "mit Jools Holland und der Stax-Band zu singen". Das Treffen von "absoluten Legenden wie Stevie Wonder, Singen mit Paul Weller und Yusuf Islam" gehören ebenfalls zu seinen Highlights. Auch "Menschen zu treffen, denen meine Lieder geholfen haben - ich liebe das", zählt Morrison weiter auf. "Die dunkelsten Momente sind die, in denen die Leute auf dich zukommen und versuchen, dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber ich habe diese negative Energie jetzt in etwas Positives verwandelt", gibt sich der Musiker optimistisch.

Rückblickend würde der gebürtige Brite auch einige Dinge anders angehen: "Ich hätte früher ein Studio gebaut und ich hätte mehr rockige Stücke geschrieben. Statt akustischer hätte ich zur elektrischen Gitarre gegriffen und ich hätte früher angefangen zu üben - viel früher." Aber nicht nur beim Thema Musik bereut Morrison frühere Entscheidungen. "Ich hätte meine Haare besser geschnitten und schickere Klamotten getragen", lacht er. "Aber ich habe immer gut gerochen", gesteht der sympathische Sänger.

Was er jungen Künstlern raten kann, die durchstarten wollen? "Du musst es wirklich wollen und viel dafür opfern. Also man sollte es nur tun, weil man es liebt. Man sollte geerdet sein, den eigenen Werten treu bleiben - aber auch aufgeschlossen sein." Harte Arbeit gehöre ebenfalls dazu. Man müsse Chancen ergreifen, wenn sie an der Türe anklopfen. "Und sich nur mit Leuten abgeben, die man wirklich um sich haben möchte."

Das macht seine deutschen Fans aus

Abseits der Bühne ist Morrison Familienvater - zusammen mit seiner Frau Gill hat er zwei Töchter. Die Corona-Pandemie hat das Viergespann gut überstanden. "Wir haben alles zur Kenntnis genommen und es dann einfach ignoriert, indem wir zu Hause geblieben sind. Wir haben Spiele gespielt, geredet und Rezepte gelernt. Ich bin erledigt", erklärt der Musiker lachend.

Ab März begibt sich James Morrison wieder auf Tournee. Auch in Deutschland steht der Musiker zweimal auf der Bühne. Was die deutschen Fans ausmacht? "Die Deutschen sind etwas Besonderes, weil sie still, ruhig und respektvoll sind. Aber wenn man sie erreicht und sich für sie öffnet, drehen sie durch und feiern wild", verrät Morrison. "Ich liebe es, live in Deutschland zu spielen." Bei seinen Konzerten werden die Fans auf einen Song allerdings verzichten müssen: "Ich glaube nicht, dass ich jemals 'Get To You' spielen werde."

SpotOnNews

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