Ian Somerhalder : "Wenn Frauen an der Macht wären, wäre die Welt eine bessere"

Ian Somerhalder versucht in der neuen Serie "V-Wars" die Welt vor Vampiren zu retten. Im realen Leben will er als Umweltaktivist seiner Tochter eine bessere Welt hinterlassen und findet, dass Frauen an die Macht gehören. 

Ian Somerhalder, 40, kennt man eigentlich als Vampir Damon Salvatore aus "Vampire Diaries". In seiner neuen Serie "V-Wars", die am heutigen Donnerstag (5. Dezember) auf Netflix Premiere feiert, spielt er selbst zwar keinen Blutsauger, will sie aber bekämpfen. Doch was viele bisher nicht wussten: Der US-Schauspieler ist ein bekennender Umweltaktivist und will seiner Tochter Bodhi Soleil, drei, eine bessere Welt hinterlassen. Im Interview mit GALA verrät er, wie er das umsetzen will, wieso er Frauen so toll findet und warum ihn die Arbeit an der Serie ins Krankenhaus brachte.

Ian Somerhalder musste wegen der Netflix-Serie "V-Wars" ins Krankenhaus

GALA: In "V-Wars" spielen sie die Hauptrolle, führen Regie und produzieren. Ganz schön viel auf einmal. Auf Instagram haben Sie verraten, dass Sie die viele Arbeit ins Krankenhaus gebracht hat. Was ist passiert?
Ian Somerhalder: Ich habe viel Energie und Leidenschaft in die Serie gesteckt - zu viel und musste meine Grenzen kennenlernen. Wir haben einige Szenen für V-Wars nachgedreht. Es waren so viele, dass wir eigentlich zehn Tage gebraucht hätten, hatten aber nur sechs Tage Zeit. Das Resultat:

Mein Körper streikte und ich wusste, es war an der Zeit, eine Pause zu machen. Doch ich bin froh über diese Erfahrung. Nun kenne ich meine Grenzen besser und weiß, wann die Arbeit zu viel wird.

Ian Somerhalder spielt in der neuen Netflix-Serie "V-Wars" die Hauptrolle des Dr. Luther Swann.

Was hat Sie an der Serie begeistert, dass sie fast ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben?
Die Serie ist sehr aktuell, weil sie sich mit Dingen befasst, mit denen wir auch im realen Leben zu tun haben: Klimawandel, Rassismus, Krankheiten, eine Politik der Angst und wie letztere über unsere Computer und Smartphones schließlich vielleicht sogar unsere Psyche beeinflusst.

Und was wären Sie geworden, wenn es mit der Schauspielerei nicht geklappt hätte?

Ich wollte immer Meeresbiologe werden.

Ich bin am Golf von Mexico aufgewachsen [Ian ist in Covington, Louisiana aufgewachsen, Anm. d. Red.] und habe die meiste Zeit im oder auf dem Wasser verbracht. Immerhin spiele ich jetzt einen Wissenschaftler auf der Leinwand. Das freut mich sehr, denn ich liebe die Wissenschaft immer noch. Wissenschaftler können bei der Bewältigung des Problems helfen, das wir gerade haben. Und das Problem ist die globale Klimaerwärmung.

Ian will als Umweltaktivist seiner Tochter eine bessere Welt hinterlassen

Apropos Klimaerwärmung: Sie sind Umweltaktivist und engagieren sich mit der "Ian Somerhalder Foundation" seit Jahren für den Schutz der Umwelt und Tiere. Wieso ist Ihnen diese Arbeit so wichtig?
Mir geht es neben den Tieren und der Umwelt vor allem um eine unserer größten natürlichen Ressourcen: unsere Kinder. Sie sind es, die nach uns die Welt regieren werden. Und es verblüfft mich, dass Regierungen auf der ganzen Welt nicht mehr in die Entwicklung und Ausbildung der Kinder investieren. Ich kann diese Erde nicht verlassen, wenn ich nicht alles dafür getan habe, um eine Gemeinschaft aufzubauen, die Kinder beschützt.

Im Jahr 2017 sind Sie zum ersten Mal Vater einer Tochter geworden. Was hat sich für Sie verändert? Haben Sie sich geändert?
Ich habe das Gefühl, dass mein Leben jetzt begonnen hat. Vater zu sein ist das Tollste, was mir jemals in meinem Leben passiert ist. Ich bin jede Sekunde dankbar für meine Tochter. Es eröffnete mir eine Perspektive, die man nur haben kann, wenn man ein Kind bekommen hat.

Ich habe nun das große Ziel, meiner Tochter eine Welt zu hinterlassen, in der sie gut leben kann. Wie ich, meine Eltern und Großeltern, soll auch sie die Möglichkeit haben, den Planeten zu erkunden, von ihm zu lernen und ihn zu lieben.

Wie geht es ihrer Frau Nikki Reed mit der Rolle als Mutter?
Ich bin sehr dankbar, eine Frau wie sie zu haben. Ich finde, alle Mütter sind die größten Superheldinnen der Welt. Es gibt nichts, was mehr Stärke besitzt, als die Stärke einer Mutter.

Ich bin mir sicher, dass wir in einer gerechteren und besseren Welt leben würden, wenn nur Frauen an der Macht wären.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

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