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HE/RO Sie schenken sich nichts zum Geburtstag

Roman (li.) und Heiko Lochmann veröffentlichen als HE/RO ihr Debütalbum.
Roman (li.) und Heiko Lochmann veröffentlichen als HE/RO ihr Debütalbum.
© Lasse Müffelmann
Roman und Heiko Lochmann feiern am 13. Mai Geburtstag. Geschenkt haben sich die Zwillinge, die nun als HE/RO durchstarten, "noch nie etwas".

Als Teenies waren Roman und Heiko Lochmann (23) als das YouTuber- und Musikduo Die Lochis bekannt. Ihr altes Image streifen sie nun ab und starten als HE/RO neu durch. Am 13. Mai - dem Geburtstag der Zwillinge - erscheint ihr Debütalbum "Teen Star Dilemma". Für die Brüder ist dies "ein komplett neues und ganz klar anderes Kapitel", erzählen sie im Interview mit spot on news. Außerdem sprechen sie über toxische Liebesbeziehungen sowie Angstzustände und verraten, was sie für ihren Geburtstag geplant haben.

Ihr neues Album heißt "Teen Star Dilemma". Inwiefern ist es ein Dilemma für Sie, als Teenies so berühmt gewesen zu sein?

HE/RO: Der Sprung vom "Teen Star" in die "erwachsene" Welt ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Aufgaben. Schubladendenken und Vorurteile sind unser täglich Brot, mit dem wir auch heute leider noch manchmal konfrontiert werden. Wir setzen uns bewusst auf diesen "Elefanten im Raum" und nennen es beim Namen.

HE/RO ist für Sie ein Neuanfang. Sie haben "Teen Star Dilemma" als Ihr Debütalbum angekündigt, obwohl Sie als Die Lochis bereits drei Studioalben veröffentlicht haben. Schlagen Sie damit also ein komplett neues Kapitel auf?

HE/RO: Es ist ein komplett neues und ganz klar anderes Kapitel. Nicht nur für uns, sondern auch für die deutsche Musiklandschaft. Daher ist es das Debütalbum von HE/RO.

Sie haben drei Jahre am neuen Album gearbeitet. Welche Höhe- und Tiefpunkte haben Sie in dieser Zeit durchgemacht?

HE/RO: Wenn man solch einen Sprung ins kalte Wasser wagt, weiß man am Anfang nie, wo man endet. Zukunftsängste, kleine Sinnkrisen, Momente der Einsicht und der Belehrung standen auf unserer Tagesordnung. Aber vor allem auch die Momente der Zuversicht, der Erfüllung und ein neues Gefühl von künstlerischer Freiheit. All das hat uns gezeigt, dass es der richtige Weg ist, den wir eingeschlagen haben.

Der Song "F*** You" handelt von einer toxischen Liebesbeziehung. Haben Sie Erfahrungen, wie man davon loskommt?

HE/RO: Meist spürt man die "Toxik" erst dann, wenn sie bereits da ist. Wir haben solche Erfahrungen auch schon gemacht und sind froh, eigentlich immer rechtzeitig die "Notbremse" gezogen zu haben. Das Thema ist gar nicht so selten in Beziehungen.

Viele Ihrer Songs handeln von der Liebe. Warum liegt Ihnen das Thema so sehr am Herzen?

HE/RO: Liebe ist einfach ein großes Thema, immer und überall. Mehrere Tracks auf dem Album handeln aber von zwischenmenschlichen Beziehungen im Allgemeinen. Das liegt wohl daran, weil sie ein großer Teil unserer Lebensrealität sind.

Aktuell gibt es viele Themen, die die Menschen umtreiben, etwa den Krieg in der Ukraine, Umwelt- oder Klimaschutz. Wird es von Ihnen in Zukunft auch mal politische Songs geben?

HE/RO: Wenn man bei unseren Songs "zwischen die Zeilen" hört, dann merkt man, dass wir uns immer wieder auch mit den wichtigen Themen der Gesellschaft und unserer Welt beschäftigen und diese auch behandeln. Wir sind nicht diejenigen, die plakativ auf ein Thema setzen. Wenn wir uns mitteilen wollen, dann kommt auch was.

Zum Beispiel unser Song "Falsch mit mir", bei dem wir über mentale Gesundheit unsere Gefühle rauslassen. Oder bei "Kuss an Dich" treiben uns die Schnelllebigkeit und die andauernden Konflikte in dieser Welt an. Bei "So Hell" geht es um den ständigen Druck, irgendjemand sein zu müssen.

Dieser rote Faden von tiefgründigen Metaebenen zieht sich eigentlich durch jeden Song. Das schöne und magische an Popmusik ist doch, dass sie selbst den tiefgründigsten, härtesten oder weirdesten (seltsamsten, Anm. d. Red.) Themen einen "Glanz" verleihen können.

"Wenn du traurig bist" handelt von Tiefpunkten im Leben. Wann ging es Ihnen zuletzt nicht so gut?

Roman Lochmann: Die Idee zu diesem Song entstand in einer Zeit, bei der ich von Panik und Angstzuständen umgeben war. Da ging es mir ehrlich gesagt auch richtig dreckig. Der Song hat mir damals viel Mut gemacht und war wie ein Ventil für meine Gefühle.

Die Albumveröffentlichung fällt genau auf Ihren Geburtstag. Wissen Sie schon, wie Sie den Tag verbringen werden?

HE/RO: Wir feiern eine fette Release- und Geburtstagsparty in Berlin mit vielen Freunden, Kollegen und Wegbereitern.

Schenken Sie sich gegenseitig etwas?

HE/RO: Nein, das haben wir noch nie gemacht. Wieso eigentlich nicht?

Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

HE/RO: Dass jeder diesem Album eine Chance und unserer neuen Musik ein offenes Ohr gibt.

Welche Pläne haben Sie mit HE/RO noch in diesem Jahr?

HE/RO: Wir wollen unbedingt wieder live spielen und mit dem neuen Album auf Tour gehen!

SpotOnNews


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