Gil Ofarim: "Affäre? Meine Frau und ich lachen darüber"

Gil Ofarim tanzt bei "Let's Dance" ziemlich heiß mit Ekaterina. Das sorgt für Gerüchte. Jetzt spricht er Klartext

Gil Ofarim und Ekaterina Leonova gehören zu den Favoriten von "Let's Dance"

Verträumt sitzt Gil Ofarim, 34, in seiner Garderobe und zupft auf den Saiten seiner Gitarre. Erst als wir ihn begrüßen, hebt er den Kopf und kehrt ins Hier und Jetzt zurück. Seine ruhige und tiefe Stimme ist markant, ebenso wie die blauen Augen und die langen Haare, die schon in den Neunzigern sein Markenzeichen waren. Damals war er ein Teenie-Star, verkaufte Millionen Platten, tourte unter anderem als Vorband von John Bon Jovi um die ganze Welt.

Seitdem sind 14 Jahre vergangen. Seine Teilnahme bei "Let's Dance" brachte den Sohn des israelischen Musikers Abi Ofarim nun wieder zurück ins Rampenlicht. Dabei spielen aber nicht nur seine überragenden Tanzleistungen eine Rolle ...

Herr Ofarim, Sie waren lange von der Bildfläche verschwunden. Warum?

Ich habe als Jugendlicher das Leben eines Erwachsenen geführt und irgendwann gemerkt, dass es gar nicht um meine Kunst oder die Musik geht, sondern um den Verkauf eines Produktes. Mit 14 habe ich meine erste Single veröffentlicht, fünf Millionen Platten verkauft, die Welt bereist und Tourneen gespielt – sechs Jahre lang und das sehr erfolgreich. Doch am Ende dieser Zeit war ich einfach durch.

Hatten Sie einen Zusammenbruch?

Ich habe mir eine bewusste Auszeit genommen und wollte erst dann wieder Musik machen, wenn ich es wirklich will – und dann unter meinen Bedingungen. Ich wollte kein Teenie-Star mehr sein, koste es, was es wolle. In dieser Zeit habe ich trotzdem Songs geschrieben, wurde aber von den wichtigen Leuten in der Industrie ignoriert. Im Nachhinein war dieser Misserfolg für mich als eher erfolgsverwöhnter Menschen eine wichtige Erfahrung. Ich musste auf den Hosenboden fallen.

Hatten Sie in der Zeit auch mal finanzielle Sorgen?

Mal rollt der Rubel mehr, mal rollt er weniger – das ist aber auch okay. Ich habe Musik nie aus dem Verlangen heraus gemacht, reich zu werden. Außerdem habe ich immer gearbeitet, auch Filme gedreht, nur halt keinen Kommerz machen wollen.

Nun ist "Let's Dance" ja aber auch Kommerz.

Absolut. Ich sehe es aber nicht als Mittel, um mich zu präsentieren. Ich habe aus der Lust am Tanzen mitgemacht und weil meine Frau es unbedingt wollte. Sie hat mich quasi überredet. Um ehrlich zu sein, hätte ich nie gedacht, dass ich mit 34 noch eine neue Leidenschaft entwickle. Ich möchte unbedingt mit meiner Frau gemeinsam tanzen und überlege schon, wen ich ihr als Tanzlehrer empfehlen soll.

Was sagen Sie zu den Affären-Gerüchten um Sie und Ihre Tanzpartnerin Ekaterina?

2014 heiratete Gil Ofarim seine Partnerin Verena Brock. Im März 2015 bekam das Paar einen Sohn, im Januar 2017 eine Tochter

Ganz ehrlich: Meine Frau und ich lachen darüber. Das alles ist einfach nur erfunden. Wir wussten schon vor Beginn der Sendung, dass es solche Gerüchte geben wird und haben darüber gesprochen. Ich habe die Produktion auch genau aus diesem Grund gefragt, ob ich nicht mit einem Mann tanzen könnte – das gab es mal im österreichischen Fernsehen.

Noch mal zum Thema Gerüchte: Kürzlich hieß es, sie seien als Siebzehnjähriger magersüchtig gewesen. Stimmt das?

Ich hatte eine Zeit lang Probleme, Nahrung zu mir zu nehmen, weil ich eine Fischvergiftung verschleppt habe. Aus Angst vor den Schmerzen hatte ich Angst zu essen. Dadurch habe ich radikal abgenommen und war fast ein Dreivierteljahr krank. Ich war aber nie magersüchtig, hatte nie den Drang anders auszusehen oder mir wehzutun.

Als einstiger Teenie-Star: Was raten Sie den jungen Social-Media-Stars, die sehr schnell sehr viel Geld verdienen?

Um ehrlich zu sein, verstehe ich diesen ganzen Blogger-Wahnsinn nicht, kann also nur aus meiner Erfahrung sprechen und sagen, dass diese jungen Leute sehr auf sich aufpassen müssen. Es geht bei dem Hype nicht um den Menschen an sich, sondern um die Figur, die man verkauft. Das zu differenzieren ist als Jugendlicher kaum möglich.

Haben Sie Ihre eigene Jugend verschenkt?

Ich habe einfach eine andere Jugend gehabt und einen Preis dafür gezahlt. Trotzdem hat es mich zu dem Mann gemacht, der ich jetzt bin: stolzer Papa, Ehemann und ein glücklicher Mensch. Ich bin dankbar für alles und würde keine Sekunde ändern.

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