Drew Barrymore im GALA-Interview: "Weinen bringt nichts"

Jetzt startet das frühere Sorgenkind Hollywoods als Serienstar durch! Und auch privat hat die Schauspielerin nach der Trennung von ihrem Mann ihre Balance wiedergefunden

Strahlend schön und gut gelaunt empfängt uns Drew Barrymore, 41, in Santa Clarita, einem Vorort von Los Angeles. Am Set ihrer neuen Netflix-Comedyserie "Santa Clarita Diet" fühlt sie sich sichtlich wohl. Nachdem sie ein Jahr lang ausschließlich hinter der Kamera als Produzentin gewirkt hat, steht sie nun wieder davor.

Die Rolle der gelangweilten Ehefrau Sheila, die plötzlich stirbt und als Untote wieder erwacht, gab Barrymore Kraft in einer Zeit, in der ihr Leben aus den Fugen geraten war. Im Frühjahr vorigen Jahres hatten sie und Kunsthändler Will Kopelman, 38, nach nicht mal vier Jahren Ehe das Aus verkündet. Mit GALA spricht sie nun über die Trennung – und verrät, warum sie weiter an die große Liebe glaubt.

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©Gala

Warum ist Ihre dritte Ehe gescheitert?

Ich suche nicht nach Ausreden, aber sicher hat auch meine verkorkste Kindheit und Jugend damit zu tun. Ich hatte leider keine Kindheit, in der mir jemand vorgelebt hätte, wie man eine Beziehung richtig führt. Daher mache ich immer wieder schmerzhafte Fehler. Für mich steht heute fest, dass es die perfekte Art, eine Beziehung zu führen, nicht gibt.

Haben Sie die Hoffnung auf die große Liebe aufgegeben?

Nein, ganz und gar nicht. Ich träume von einem Happy End, und ich glaube fest an die Liebe. An dieses Gefühl, nicht alleine zu sein. Wahre Liebe entwickelt sich über die Jahre. Sie braucht Geduld und Pflege und muss bedingungslos sein. Ich weiß, dass ich mich eines Tages wieder verlieben werde – das ist ein sehr beruhigender Gedanke.

Neue Serie: Ab dem 3. Februar ist Drew Barrymore in der Horror-Comedy "Santa Clarita Diet" bei Netflix zu sehen. Sie spielt eine Frau, die großen Hunger auf Menschenfleisch verspürt…

Kurz nach der Trennung haben Sie sich in die Arbeit gestürzt. Hat Ihnen das geholfen?

Absolut! Ich habe diese wunderbare Geschichte zu "Santa Clarita Diet" gefunden, die mir zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben sehr gut getan hat. Es war ein wirklich sehr positiver Sommer während der Dreharbeiten. Ich bin so dankbar dafür, und ich habe außerdem jede Menge Gewicht verloren! Die Serie war gut für mich. Mein nächstes Tattoo wird der Schriftzug "Timing is everything" sein, das ist so treffend.

Was haben Sie dabei noch über sich gelernt?

Jeder geht mal durch Zeiten, die weniger prickelnd sind. Veränderungen passieren, ob man das will oder nicht. Es geht darum, wie man damit umgeht und dass man gestärkt aus jeder Krise hervorgeht. Ich habe gelernt: In der Ecke sitzen und weinen bringt nichts. Das ist auch nicht mein Ding. Man weint natürlich auch mal, aber dann rappelt man sich wieder auf, setzt einen Fuß vor den anderen und macht weiter. Das Herz mag bluten, aber man muss sich zusammenreißen und den Blick nach vorne richten.

Das leben Sie sicherlich auch Ihren Töchtern vor?

Ich möchte ihnen jeden Tag zeigen, dass sie geliebt werden. Ich möchte ihnen ein Zuhause geben, in dem sie sich geborgen fühlen. Ich bin da, wenn sie aufwachen, und ich bin da, wenn sie ins Bett gehen. Und am Ende hoffe ich, dass ich ihnen vorleben kann, wie man als guter Mensch durchs Leben geht, wie man sich um andere kümmert und die Dinge im Leben positiv sieht.

Im Alter von sieben Jahren wurden Sie berühmt. Sehen Sie das nach wie vor kritisch?

Während meiner Kindheit und Jugend war mein Verhalten streckenweise völlig außer Kontrolle. Nach dem großen Erfolg von "E. T." habe ich schon als Achtjährige praktisch das Leben einer Erwachsenen geführt. Ich hing nächtelang in Clubs ab, rauchte, experimentierte mit Drogen – das war alles nicht normal. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich rechtzeitig die Kurve bekommen habe. Das hätte schlimmer ausgehen können. Ich bin dankbar, noch am Leben zu sein.

Ihren Kindern wünschen Sie also keine frühe Karriere?

Nein, absolut nicht. Obwohl es auch sehr positive Beispiele gibt. Es hängt vieles von den Eltern ab. Mein Vater war durchgeknallt und hat uns im Stich gelassen. Meine Mutter behandelte mich wie eine Freundin und zog mit mir nächtelang um die Häuser. Da war niemand, der mir Grenzen oder Wege aufzeigen konnte. Außer Steven.

Star-Beziehungen

Paten in Hollywood

Profi-Kicker David Beckham freut sich über eine neue ehrenvolle Aufgabe: Filmschönheit Liv Tyler macht ihn zum Patenonkel für ihren neugeborenen Sohn. Die Schauspielerin und ihr Partner David Gardner hießen im Februar ihren gemeinsamen Sohn Sailor willkommen. Gardner und der ehemalige Fußballprofi sind beste Freunde und daher verwundert es wenig, dass Beckham nun zum Taufpaten des kleinen Jungen ernannt wurde. Gardner ist - neben Elton John - außerdem Taufpate von Beckhams ältestem Sohn.
Taylor Swift trifft ihr Patenkind Leo Thames. Die Sängerin ist sichtlich gerührt, dass sie die Patenschaft für Jaime Kings zweites Kind übernehmen darf.
Die britische Schauspielerin Jaqueline Bisset war nicht nur eine gute Freundin von Angelina Jolies Mutter Marcheline Bertrand (verstorben am 28. Januar 2007), sondern ist auch die Patin von Angelina.
Brooklyn Beckham hat wohl den coolsten Patenonkel, den man sich nur wünschen kann. Ganz lässig posiert er mit Elton John für die Kamera.

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Star-Regisseur Steven Spielberg ist Ihr Taufpate …

Steven war immer eine Vaterfigur für mich. Der erste Mann in meinem Leben, auf den ich mich wirklich verlassen konnte. Steven war einer der wenigen Menschen, die mich auch offen kritisiert und mir meine Grenzen aufgezeigt haben. Mit 17 hatte ich eine Phase, in der ich mich ständig auszog: für Filme, Magazintitel und so weiter. Ich war stolz auf meinen Körper und habe ihn gerne freizügig gezeigt. Mit 19, da war ich immer noch minderjährig, habe ich nackt für den "Playboy" posiert. Steven schickte mir zu meinem 20. Geburtstag eine Decke und legte eine Karte mit den Worten "Bedecke deine Blöße" bei. Die Botschaft ist angekommen.

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