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Detlef Soost "Ich hatte Narben auf dem Herzen"

Detlef Soost hat die Zeit bei "Dancing on Ice" zu schaffen gemacht
Detlef Soost hat die Zeit bei "Dancing on Ice" zu schaffen gemacht
© (c) Gregor Hohenberg / Piper Verlag
Detlef Soost hat bei "Dancing on Ice" alles gegeben. Rund ein Jahr später erzählt er, wie sehr sein Körper in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Detlef Soost (49) ist ein Kämpfer. Wenn er sich etwas in den Kopf setzt, wägt er ab und zieht dann durch. Wie auch andere das schaffen können, erklärt er in seinem neuen Buch "Scheiß drauf, mach's einfach", das am heutigen Freitag erscheint. Eine anschauliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum persönlichen Glück. Dabei kennt der 49-Jährige durchaus auch Hürden. Vor welche Herausforderung er etwa mit "Dancing on Ice" gestellt war, hat er jetzt im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten. So viel sei verraten: Das Verpassen des Halbfinales Anfang 2019 war nicht sein größter Dämpfer.

Herr Soost, Sie haben an der ersten Staffel von "Dancing on Ice" teilgenommen. Wie wichtig war Ihnen der Sieg?

Detlef Soost: Eines meiner Lebensmottos ist: Ich trete nicht an, wenn ich nicht auch die Chance habe, gewinnen zu können. Rückblickend lässt sich sagen, war die Show Fluch und Segen zugleich für mich. Auf der einen Seite habe ich mir mit 49 Jahren und künstlicher Hüfte gezeigt, dass ich Dinge noch immer lernen, umsetzen und relativ vernünftig auf die Bühne bringen kann. Zum anderen hat mich das Ganze so viel physische und mentale Kraft gekostet, dass ich am Ende im Krankenhaus gelandet bin.

Was war passiert?

Soost: Ich habe nicht mitbekommen, dass ich eine Erkältung hatte. Wenn man jeden Tag auf dem Eis trainiert, dann läuft einem eigentlich fast immer die Nase. Und schlapp habe ich mich auch immer ein wenig gefühlt, weil ich ja jeden Tag im Training war.

Welche Diagnose wurde Ihnen im Krankenhaus gestellt?

Soost: Ich hatte drei oder vier Narben auf dem Herzen, die davon rührten, dass ich die Erkältung verschleppt hatte.

Narben auf dem Herzen? Das klingt nicht spaßig.

Soost: Es war auch schwerwiegend. Zehn Tage musste ich im Krankenhaus bleiben und anschließend noch eine Zeit lang eine Defibrillator-Weste tragen. Falls ich umgefallen wäre, hätte mir diese Stromstöße verpasst, sodass das Herz wieder schlägt. Das war keine leichte Zeit.

Auf welche Weise nehmen Sie sich heute die Pausen, die Sie und Ihr Körper brauchen?

Soost: Ich gebe mir feste Termine dafür. Manchmal muss man erst einen Zaunpfahl ins Gesicht oder in meinem Fall aufs Herz bekommen, dass man sich diese Zeit endlich einräumt. Das heißt, ich nehme mir mindestens einen Tag in der Woche komplett frei, an dem ich nichts mache. Ohne Stress, ohne Druck, ohne alles. Dann gehe ich zu Massagen, mache Yoga oder meditiere. Manchmal gammle ich aber auch nur und schaue Serien.

SpotOnNews

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