dArtagnan: Das ist der Band besonders wichtig

dArtagnan bringen am 15. März ihr neues Album heraus. Im Interview verrät das Trio, warum ihre Songs gerne beim Karneval gespielt werden.

Simon Strauß, Ben Metzner und Tim Bernard (v.l.n.r.) verstehen sich nicht nur musikalisch sehr gut

Sie nennen ihren Musikstil "Musketier-Rock", ihr Motto: "Einer für alle, alle für einen": dArtagnan, das sind Ben Metzner, Tim Bernard und Gustavo Strauß, heben sich mit ihrer Musik, den Outfits und der Bühnenshow von kommerziellen Künstlern ab. Das Trio aus Nürnberg will mit seinem dritten Album "In jener Nacht", das am 15. März erscheint, ein positives Lebensgefühl verbreiten. Der Nachrichtenagentur spot on news verraten die drei, wie sie sich kennengelernt haben und welcher Cover-Song des bretonischen Volksliedes "Son ar chistr" ihnen am besten gefällt.

Ihr seid keine typische kommerzielle Band. Was bedeutet Folk-Rock für euch?

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Ben Metzner: Es fing alles mit einer lustigen Idee an, der Witz ist hängengeblieben und am Ende sind wir dabei geblieben, weil es viel hergibt. Thematisch sind wir in der märchenhaften Welt zu Hause. Alles um Alexandre Dumas, die drei Musketier, Renaissance, dem Mittelalter und dem Irish Folk - Das sind unsere Elemente. Der Rest ist Rockmusik - ganz klassisch: Schlagzeug, Bass, Gitarre mit Folklore-Instrumenten wie Geige, Dudelsack oder Flöte.

Tim Bernard: Besonders lustig war unser Besuch im Kostümladen am Anfang. Die Verkäuferin fragte uns: "Was macht ihr da?" Und wir antworteten ihr: "Musketier-Rock". Das Label fand unsere Idee super und das hat sich durchgesetzt.

Ihr spielt unglaublich viele Instrumente. Wart ihr schon immer so musikalisch?

Ben Metzner: Wir wurden nicht musikalisch geboren. Mittelalter-Musik mag ich schon ewig lang...

Tim Bernard: Wir hatten früher bereits gemeinsam Musik gemacht, weil wir lustigerweise im selben Dorf aufgewachsen sind. Das ganze dArtagnan-Freundschaftsthema ist also keine Show - Ich kenne Ben seit er das Lagerfeuer ausgepinkelt hat.

Gustavo Strauß: Und ich spiele Geige seit ich sieben Jahre alt bin. Die ersten fünf Jahre beherrscht man das Instrument noch nicht so gut, dann wird es besser.

Ihr habt bereits vier Singles rausgebracht, bevor euer Album dann am 15. März erscheint. Warum habt ihr euch damit so Zeit gelassen?

Ben Metzner: Wir wollten unsere Fans früh auf unser Album aufmerksam machen, jeder Single beziehungsweise jedem Video einen extra Platz geben und zeigen: Hier kommt ein Vorbote vom neuen Album und so facettenreich wird unsere Platte.

Welcher Song liegt euch auf dem neuen Album besonders am Herzen?

Ben Metzner: Jeder Song bedeutet uns viel. "In jener Nacht", wie unser Album und ein Song darauf heißt, handelt beispielsweise davon, wie wir Gustavo (Anm. der Red.: Gustavo Strauß unterstützt die Band seit Ende des vergangenen Jahres als Violinist) kennengelernt haben. Wir saßen im November bei Minusgraden auf dem Balkon und haben bis 6 Uhr morgens Bier getrunken. Wir waren nur noch zwei Musketiere, hatten einen Ausstieg zu beklagen und zwei Wochen später einen Auftritt, bei dem wir jemanden gebraucht haben. Dann kam Gustavo mit seiner Geige quasi wie ein Engel aus dem Nichts und hat unsere Musik auf ein neues Level gehoben.

Von einem eurer erfolgreichsten Hits "Was wollen wir trinken" gibt es mehrere Cover. Was ist - neben eurem eigenen natürlich - euer Lieblingscover?

Ben Metzner: Als Kind mochte ich "Zeven dagen lang" von Bots am liebsten, inzwischen finde ich die holländische Version von Rapalje oder "Son ar chistr" von Alan Stivell aber noch besser. Das Interessante: der Song ist eigentlich bretonisch. Übersetzt ist es das Lied vom Apfelwein. Das ist schwer historisch, deswegen finde ich das so interessant.

Gustavo Strauß: Ich habe als Kind früher gerne die Version von der Band Zupfgeigenhansel gehört.

Tim Bernard: Meine ist "How much is the fish" von Scooter. (lacht) Die Version ist inzwischen auch schon historisch.

Welche Message wollt ihr mit eurer Musik an die Fans weitergeben?

Ben Metzner: Am Ende gewinnen immer die Guten. Das zeigen wir besonders gerne in unseren Musikvideos. Das ist uns sehr wichtig.

Tim Bernard: Musikalisch gesehen bedienen sich auch viele Karnevalsbands am Irish Folk, denn die Grundmotivation ist die gleiche: Wir wollen ein positives Lebensgefühl transportieren.

Ihr zelebriert mit eurer Musik besonders die Freundschaft. Würdet ihr das so unterschreiben?

Tim Bernard: Man würde das alles schwer aushalten auf Tour, wenn es keine sehr enge Freundschaft wäre. Dazu gehört auch die Rockband oder die Crew und eigentlich jeder, der da mitwirkt. Aber es ist auch wichtig, dass man unter Freunden streng sein kann und der andere einem das nicht übel nimmt. In einem Satz zusammengefasst: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

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