Caroline Peters im GALA-Interview: "Verloben finde ich absurd"

Der "Mord mit Aussicht"-Star über Hochzeitsfantasien, Wiener Küche und gute Vorsätze – jedes Jahr aufs Neue

Caroline Peters

Proben-Pause am Wiener Burgtheater. Caroline Peters, 45, übt dort gerade für die Premiere der antiken Tragödie "Die Orestie" im März. Sie nutzt die freie halbe Stunde für ein Gespräch mit GALA. "Ich arbeite schon gern viel, das muss ich zugeben", sagt sie. Jetzt hat sie einen neuen Fernsehfilm gedreht, den beklemmenden Psychothriller "Kalt ist die Angst".

Man kennt Sie als unbekümmert-schrille TV-Kommissarin. Nun spielen Sie eine Frau, die vor Angst fast wahnsinnig wird. Haben Sie Ängste?

Ja, enorme Ängste! Mein Beruf bringt sowieso schon immer viel Aufregung, Adrenalin und Anspannung mit sich. Und ich denke ganz oft: Wie soll alles weitergehen, vor allem bei der jetzigen Weltlage …

Wie gehen Sie damit um?

Ich versuche, mich abzulenken. Sich Ängsten zu stellen geht gar nicht, sie kommen sowieso wieder, ob man will oder nicht. Je schneller man sie unschädlich machen kann, desto besser.

Und wie lenken Sie sich ab?

Verschieden: Kino, unter Menschen gehen, sich mit anderen Themen beschäftigen oder mit den Sorgen und Problemen anderer Leute, das ist auch wahnsinnig hilfreich. Oder ein bisschen Streit anfangen mit dem Partner, hilft auch immer weiter. (lacht)

Stimmt es, dass Sie verlobt sind?

Verlobt sind wir nicht! Aber wir leben zusammen. Verloben finde ich absurd: Sich versprechen zu heiraten, aber dann erst mal nicht zu heiraten, die Vorstellung macht mich ganz nervös. Entweder man ist verheiratet oder eben nicht.

Wie sieht es aus mit einer eigenen Familie?

Bisher ist mir das irgendwie nicht vergönnt gewesen. Aber es muss ja auch nicht sein. Im Gegensatz zu der Figur im Film gehöre ich nicht zu den Frauen, die denken, ihr Leben ist total sinnlos, wenn sie keine Kinder bekommen.

Geht Ihr Freund auch mal ins Theater, wenn Sie auftreten?

Ganz oft. Manchmal kommt er auch heimlich, ohne dass ich es weiß. Ich freue mich dann immer total, wenn ich ihn nach der Vorstellung sehe. Oder wenn ich ihn von der Bühne aus plötzlich im Publikum lachen höre! Das ist sehr süß.

Caroline Peters ist Ensemble-Mitglied am Wiener Burgtheater, dreht aber auch viel fürs Fernsehen. Im Thriller "Kalt ist die Angst" spielt sie neben Christoph Maria Herbst (Das Erste, Sa., 14. 1., 20.15 Uhr)

Sie leben in Wien. Haben Sie Strudel und Knödel manchmal satt?

Das kann man tatsächlich irgendwann nicht mehr sehen. Nur mit Besuch geht man noch Mehlspeisen essen. Aber die Begeisterung für die Kaffeehäuser hat bei mir überhaupt nicht nachgelassen.

Kochen Sie denn selbst gern?

Ja! Auch österreichisch, ich habe mir das tolle Sacher-Kochbuch gekauft. Ich koche auch oft für Freunde, keine Fünf-Gänge-Menüs, ich bin eher der Drei-Gänge-Typ, aber das macht mir Spaß. Ich esse für mein Leben gern!

Sie haben so eine tolle Figur …

Danke! Das ist natürlich ein permanenter Kampf. Das Einzige, was hilft, ist Sport. Und ich esse sehr viel japanisch, eine gute und leichte Küche.

Welchen Sport treiben Sie?

Da läuft es auf die Klassiker meiner Großeltern hinaus: Fahrrad fahren, Wandern und Schwimmen. Wenn die Hosen nicht mehr passen und ich merke, ich muss wieder strengere Phasen einlegen, mache ich auch gern Pilates.

Haben Sie an Silvester Vorsätze fürs neue Jahr gefasst?

Ich möchte mit dem Rauchen aufhören. Das nehme ich mir aber jedes Jahr vor. Es gelingt mir nur leider nie.

"Kalt ist die Angst" zu sehen: Samstag (14.1), 20:15 Uhr, Das Erste

Mehr zum Thema

Star-News der Woche