Anna Maria Kaufmann: Das steckt hinter ihrem neuen Image

Neue Töne von Anna Maria Kaufmann: Die Star-Sopranistin beweist, dass in ihr auch eine Rockerin steckt

Anna Maria Kaufmann zeigt sich von einer ganz neuen Seite

Bei den neuesten Bildern von Star-Sopranistin Anna Maria Kaufmann staunen nicht nur ihre Fans. Der Opern- und Musicalstar zeigt sich neuerdings in Rocker-Kluft. So ungewohnt grüßt die 54-Jährige vom Cover ihres neuen Albums "Rock goes Kaufmann". Die ausgebildete Opernsängerin interpretiert darauf legendäre Rock-Klassiker neu. Kaufmann geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie steht auch als Special Guest bei der "Rock meets Classic"-Jubiläumstour auf der Bühne und schmettert unter anderem live die Hardrock-Hymne "Smoke on the Water" mit Deep-Purple-Legende Ian Gillan, 73. Was hinter diesem Image-Wechsel steckt, verrät die Sängerin im Interview mit spot on news. Kehrt sie der Klassik nun endgültig den Rücken?

Mit "Rock goes Kaufmann" zeigen Sie sich von einer ganz neuen Seite und singen Klassiker wie "Rebell Yell" oder "Nothing Else Matters". Wie ist es dazu gekommen?

Anna Maria Kaufmann: Da kam vieles zusammen. Ich habe immer davon geträumt, mit Metallica zu singen. Bands wie Nickelback und Loverboy stammen aus Alberta, Kanada, wo ich herkomme. Diese Musik erdet mich, gibt mir Kraft. Rockmusik liegt mir einfach - ich liebe es und es macht unglaublich Spaß und Freude. Mein Produzent und ich haben ein paar Jahre an der Idee für mein neues Album "Rock goes Kaufmann" gearbeitet. Und dann war ich im Gespräch mit dem Veranstalter von "Rock meets Classic", Manfred Hertlein, wegen Weihnachtskonzerten. Ich habe ihm zum Spaß etwas von meinen Rock-Demos vorgespielt. Und jetzt bin ich auf der Tour dabei! A Dream come true...

Was können die Zuschauer von der "Rock meets Classic"-Jubiläumstour erwarten?

Kaufmann: Einfach eine fantastische Show. I love it - unbedingt anschauen! Es ist unglaublich toll, die Stars sind großartig, und wir haben alle so viel Spaß!

Kehren Sie der Klassik jetzt den Rücken?

Kaufmann: Natürlich nicht, ich erweitere nur meinen Horizont. Das eine ist meine musikalische Ausbildung und ich verbinde eben beides. Ich liebe klassische Musik und sehe so viele Verbindungen zwischen beiden Welten. Es gibt für mich keine E- und U-Musik, es gibt nur gute und schlechte. Leonard Bernstein oder auch Luciano Pavarotti wollten die beiden Welten immer verbinden. Ebenso Peter Hofmann und auch so viele große Klassiker. Die Musiker im Orchester bei "Rock meets Classic" lieben Rockmusik. Die Musik erdet, ist cool und gibt Power. Mein klassischer Gesang gewinnt dadurch.

Wenn Ihr Name fällt, denken die meisten automatisch an "Phantom der Oper". Nervt es Sie, dass Sie immer wieder auf Ihre Rolle der Christine angesprochen werden?

Kaufmann: Ich bin so stolz auf meine Rolle als Christine in "Phantom der Oper", die ich als erste in Deutschland kreieren durfte. Was für eine Riesenchance das war! Und ein großer Erfolg, der damit verbunden war. Ich singe immer noch mit großer Leidenschaft und Begeisterung die Lieder aus dem "Phantom".

Sehen wir Sie denn irgendwann mal wieder auf einer Musicalbühne?

Kaufmann: Sicher! Ich schreibe momentan selbst an einem neuen Musical. Und habe zwei, drei neue Anfragen.

Nur wenige Sängerinnen schaffen die große Karriere. Welche Tipps können Sie angehenden Musikern geben?

Kaufmann: Folge deinem Herz, lebe deinen Traum. Arbeite hart, auch wenn der Weg nicht immer einfach ist. Sei tapfer und mutig. Nutze die Chancen, wenn sie sich richtig anfühlen.

Haben Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt, bei einer Castingshow in der Jury zu sitzen. Etwa "The Voice" oder "DSDS"?

Kaufmann: Noch nicht, aber gerade bei "The Voice" kann ich mir das sehr gut vorstellen. Ich unterstütze auch Projekte mit jungen Talenten, wie zum Beispiel die Produktion "Die Kinder der toten Stadt" vom Papageno Musiktheater in Frankfurt. Ich war in der Jury für die Auswahl der Kinder, die in diesem Musiktheaterstück singen und spielen und begleite sie als Gesangscoach. Das Projekt ist unter der Schirmherrschaft von Iris Berben. Das Papageno Theater und die Menschen dort sind mir sehr wichtig.

Welche Träume möchten Sie sich noch erfüllen?

Kaufmann: Am liebsten alle. Eine Filmrolle zu bekommen. Weiter mit Rockmusik auf der Bühne zu stehen.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche