Alexandra Maria Lara im GALA-Interview: So war es mit Gerard Butler

Seite an Seite mit den Megastars: In GALA erzählt sie vom Dreh mit Gerard Butler – und ihrer Kraftquelle, der Familie

Am Set mit Frauenschwarm Gerard Butler, dazu noch mit mehreren Film-Legenden, die sie verehrt: Der "Geostorm"-Dreh war eine "wunderbare" Zeit für die deutsch-rumänische Schauspielerin Alexandra Maria Lara, 38. Den größten Mut allerdings forderte ihr ein kleiner Mann ab, wie sie GALA im Berliner Hotel "Stue" verriet.

Wie haben Sie die Wahnsinnsrolle in "Geostorm" ergattert?

Rafael van der Vaart

Tochter Jesslynn feuert Mama Estavana bei der Handball-WM in Japan an

Estavana Polmann, Jesslynn van der Vaart und Rafael van der Vaart
Die drei sind ein starkes Team: Estavana Polmann freut sich über die Unterstützung ihrer größten Fans Jesslynn van der Vaart und Rafael van der Vaart.
©Gala

Das war wirklich irre. Es war im Herbst 2014, ich hatte zehn Monate zuvor unseren Sohn zur Welt gebracht – es ging gerade los, dass ich mir Gedanken machte, was wohl mein nächster Dreh sein wird. Plötzlich rief meine Agentin aus England an und sagte: "Du, da ist ein Angebot für dich. Ohne Casting, ohne Skype Call, ohne alles, die wollen dich sofort …" (denkt nach)

Aber?

Es hat mich ganz schön Mut gekostet, mit meinem Kleinen in den Flieger zu steigen. Mein Mann hatte selbst noch einen Dreh, der kam dann nach. Unsere tolle Nanny aus Berlin kam mit, und sogar meine Schwiegermutter war manchmal vor Ort. Ich dachte, ich brauche alles an Wohlbefinden und Sicherheit, was möglich ist.

Wo wurde gedreht?

In New Orleans, drei Monate lang. Wir haben dort in einem sehr schönen Haus gewohnt, Louisiana-typisch mit diesen Schaukelstühlen auf der Veranda. Daneben auch ein kleiner Schaukelstuhl, da saß mein Sohn dann drin. New Orleans ist eine faszinierende Stadt, es war eine sehr glückliche, unerwartet wunderbare Zeit für uns!

Und wie war Gerard Butler?

Super charmant! Ich habe ja am 12. November Geburtstag, Gerard am 13. Und genau das waren unsere ersten Drehtage, da haben wir erst mal zusammen gefeiert. Ein sehr guter Einstieg. Er ist sehr lustig, ein toller Mann, den man gern um sich hat.

Haben Sie noch Kontakt?

Nicht wirklich. Damals haben wir nach Drehschluss lustige Sachen erlebt, wir sind zusammen bowlen gegangen, die ganze Crew oder auch mal kleinere Gruppen. Das ist ein Luxus, den man in dieser Zeit hat. Aber danach gehen alle wieder ihrer Wege, zum nächsten Film, ans andere Ende der Welt und meistens verliert man sich dann aus den Augen.

Jetzt im Kino: Im Science-Fiction-Thriller "Geostorm" spielt Alexandra Maria Lara die Astronautin Ute Fassbinder. Gemeinsam mit Satelliten-Experte Jake Lawson (Gerard Butler) will sie verhindern, dass Naturkatastrophen die Erde vernichten

In "Geostorm" spielen noch mehr Hollywood-Stars mit – Andy García und Ed Harris. Wie haben Sie die erlebt?

Mit Andy García hatte ich sogar meinen ersten Drehtag, eine kurze Szene. Und ich bin einer seiner größten Fans! Ich bin also am ersten Drehtag aus dem Auto gestiegen, war natürlich ziemlich aufgeregt, aber er hat mich direkt so halb verzückt angeguckt und gefragt, ob ich mittags mit ihm essen gehe. Da dachte ich: Klar! Mit Ed Harris saßen wir mal abends in einer dieser coolen Bars in New Orleans und haben Cocktails geschlürft. Auch ihn verehre ich.

Wollen Sie jetzt noch mehr in Hollywood Fuß fassen?

Generell glaube ich immer daran, dass die Dinge so kommen, wie sie sollen. Ich bin bisher so beschenkt worden mit tollen Projekten, ohne dass ich jemals zu großen Druck auf die internationale Karriere gelegt hätte. Aber die Erfahrung in New Orleans war so toll und hat uns so bereichert, dass ich mir gut vorstellen könnte, so etwas als Familie noch mal zu wiederholen.

Ihr Sohn Ben ist jetzt knapp vier. Wenn er in die Schule kommt, soll Berlin dann Homebase bleiben?

Das glaube ich schon, ja.

Also nicht England, wo Ihr Mann Sam Riley herkommt?

England spielt eh eine große Rolle in unserem Leben. Wir sind viel dort, mein Mann hat eine sehr große Familie. Wir haben aber auch oft Besuch von Sams Eltern oder Geschwistern. Das ist ein sehr schönes Miteinander, obwohl es zwei ziemlich unterschiedliche Länder sind. Aber als Lebensmittelpunkt? Dafür sind wir einfach zu happy in Berlin.

Bei Ihnen kommen drei Kulturen zusammen: deutsch, rumänisch und englisch. Werden die Traditionen bei Festen gemischt?

Ich wüsste gar nicht genau, wie ein typisch rumänisches Weihnachten abläuft, das war bei uns schon immer ein deutsches Fest. Der große Unterschied zu England ist: Christmas Eve ist auch dort am 24. Dezember, aber der Weihnachtsmann wirft die Geschenke erst in der Nacht zum 25. durch den Kamin. Mein Mann und ich diskutieren jedes Jahr, weil er die deutsche Logik nicht versteht. Er fragt sich, wie denn der Weihnachtsmann am Heiligabend die Geschenke heimlich bringen kann … Für dieses Jahr habe ich meine Schwiegereltern nach Berlin eingeladen. Wir werden seit Längerem mal wieder ein deutsches Weihnachtsfest feiern, und natürlich wünsche ich mir, dass mein Sohn seine Geschenke am 24. Dezember um 18 Uhr auspackt. Wir werden das aber noch ausdiskutieren müssen! (lacht)

Der Mann ihres Lebens: Den britischen Schauspieler Sam Riley lernte Alexandra Maria Lara 2006 am Set von "Control" kennen und lieben. 2009 wurde geheiratet, Sohn Ben kam 2014 zur Welt

Haben Sie Ihrem Sohn erzählt, dass Sie für den Film eine Astronautin spielen durften?

Während der Drehzeit war er ja noch kleiner, aber jetzt kann er durchaus was damit anfangen und findet es cool.

Was will Ihr Sohn denn mal werden?

Wahrscheinlich würde er jetzt antworten: Feuerwehrmann. Oder: Dinosaurier. Mein Mann und ich gucken uns aber ganz oft an und denken: Oh je, es ist schon so klar, dass Ben wahrscheinlich mal das wird, was wir sind …

Tatsächlich?

Ja, er hat eine blühende Fantasie, er denkt sich Geschichten aus, dann spielt er verschiedene Rollen. Die Richtung ist ziemlich eindeutig.

Und das macht Ihnen Sorgen?

Im Moment finden wir es natürlich bezaubernd und amüsant. Wir werden sehen. Kinder sollen das machen, was sie glücklich macht.

Wie sieht es aus mit einer Familienvergrößerung? Oder bleibt es bei einem Kind und einem Hund?

Wir sind glücklich und einfach dankbar, dass Ben und Barney, unser Goldendoodle, dass diese beiden Wesen unser Leben seit vier Jahren so bereichern.

Welchen Traum möchten Sie sich unbedingt mal erfüllen?

Regie führen! Ein paar Ideen und Geschichten habe ich auch schon im Kopf.

Nächstes Jahr werden Sie 40 – machen Sie sich darüber Gedanken?

Ich plane schon meine Geburtstagsparty! (lacht) Wirklich, manchmal, wenn ich irgendwo ein gutes Lied höre, denke ich: Ach Mensch, das soll nächstes Jahr bei meiner Feier auch laufen. Ich freu mich schon darauf. Obwohl ich manchmal denke: Ach, 20, das war doch erst gestern, oder?


Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche