Against The Current: Darum ist "Past Lives" viel emotionaler

Auf ihrem zweiten Album "Past Lives" zeigen sich Against The Current von ihrer persönlichen Seite, wie Sängerin Chrissy Costanza verrät.

Die amerikanische Pop-Rock-Band Against The Current bringt mit "Past Lives" ihr zweites Album auf den Markt. Warum diese Platte persönlicher und emotionaler ist und was ihr YouTube-Kanal mit dem Erfolg der Band zu tun hat, hat die Sängerin Chrissy Costanza (23) im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt.

"Past Lives" ist Ihr zweites Album. Was ist verglichen zu "In Our Bones" anders?

Roberta Bieling

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Chrissy Costanza: Wir sind viel erwachsener geworden. Mittlerweile machen wir uns keine Sorgen mehr darüber, was die Leute von uns erwarten und wie wir ihrer Meinung nach zu klingen haben. Es ist die Musik, die wir lieben und gerne hören. Wir waren beim Schreiben sehr aufrichtig und erzählen Geschichten aus unserem Leben. Außerdem sind die Lieder intelligenter geschrieben.

Wie kann man sich den kreativen Prozess vorstellen?

Costanza: Der war ähnlich wie beim ersten Album. Wir sind ins Studio gegangen und haben uns ausgetauscht. Nur wussten wir dieses Mal, was wir wollen. Wir haben mehr Erfahrung. Wir hatten die Möglichkeit, mit großartigen Textern zu arbeiten. Manchmal ist es schwierig meine Gefühle in Worte zu fassen, sodass es auch andere Leute verstehen. Ein guter Texter weiß, wie ich meine Emotionen in einem Songtext besser rüberbringen kann.

Sie haben im Vorfeld drei Singles veröffentlicht. Was ist Ihr Lieblingssong abgesehen von diesen drei?

Costanza: Einer meiner Favoriten ist "Come Alive". Als wir an dem Lied gearbeitet haben, wurde uns das Motiv für das ganze Album klar. Es geht darum, wieder zu dir zurückzufinden, wenn du dich selbst verlierst und dich nur treiben lässt. Warum bin ich nicht mehr die Person, die ich mal war und wie kann ich es wieder werden? Darum geht es in dem Song.

Ist das auch das Thema des Albums?

Costanza: Ja, das ganze Album ist wie eine Reflexion von uns selbst. In jedem Lied wird eine bestimmte Emotion verarbeitet. Die kleinen Details machen dich zu der Person, die du bist.

Die Singles "Almost Forgot" und "Strangers" scheinen gescheiterte Beziehungen zu verarbeiten...

Costanza: Ja, durch die Songs verarbeite ich meine Emotionen. Viele Leute hören Musik, wenn es ihnen schlecht geht und ich schreibe dann nun mal. Oft ist es schwierig seine Gefühle zu verstehen, wenn man traurig, verletzt oder wütend ist. Es sind oft die kleinen Dinge, die jemanden stören und aus diesem Grund muss es auch keine "schlechte Beziehung" sein. Es hilft, Texte zu schreiben. So versteht man sich selbst besser und kann an sich arbeiten.

Worum geht es in der neusten Single "Personal"?

Costanza: In "Personal" geht es darum, eine sehr wichtige Person in meinem Leben zu verlieren. Dieser Mensch inspirierte mich dazu Musikerin zu werden, als ich ihn das erste Mal auftreten sah. Es haute mich um, wie eine normale Person, die ich kannte, so etwas machen könnte. Wie der größte Rockstar wirkte er damals auf mich, auch wenn nur 20 oder 30 Leute bei seinem Konzert dabei waren. Damals wurde mir klar, dass ich auch eine Band haben wollte. Aus diesem Grund fiel es mir so schwer, von ihm Abschied nehmen zu müssen.

Was hat es mit dem Album-Titel "Past Lives" auf sich?

Costanza: Wir durchleben viele verschiedene Zeiten in unserem Leben. Es verändern sich unsere Emotionen, Freundschaften und Beziehung, die wir für bedeutsam hielten. Man kann in diesen Momenten nicht an sein Leben davor oder danach denken, sondern lässt sich von ihnen einnehmen. Wenn du dann darauf zurückblickst, erkennst du, wie sehr du dich geändert hast und es scheint eher wie eine Erzählung. Daher fühlt es sich an, als ob es ein vergangenes Leben gewesen wäre. Dies ist auch das Thema des Albums.

Sie arbeiten und reisen viel. Ist es schwierig, eine Balance zwischen Privatleben und Traumjob zu finden?

Costanza: Man verpasst einige Geburtstage oder wichtige Ereignisse. Trotzdem versuche ich, meine Familie oft anzurufen und meine Freunde auf Facetime zu erreichen. Da wir unsere Band schon mit 16 Jahren gegründet haben, sind wir an dieses Leben gewöhnt und es ist normal für uns. Zum Glück bin ich jetzt mit jemanden in einer Beziehung, der ebenfalls in einer Band ist. Deshalb ist es nicht so schlimm, wenn wir uns mal mehrere Monate nicht sehen.

Wie sehr hat Ihr YouTube-Kanal zum Erfolg der Band beigetragen?

Costanza: Auf jeden Fall hat er dazu beigetragen. Ich kann nicht sagen, ob wir ohne den Kanal weniger, mehr oder gar nichts geschafft hätten. Aber es hat uns geholfen, Fans auf der ganzen Welt zu erreichen. Außerdem können nicht viele Bands so schnell und so groß, wie wir auf internationaler Ebene auf Tour gehen. Wir konnten schon in Asien, Australien, Europa und in den Vereinigten Staaten auftreten. Anfangs ist dies für viele Musikgruppen eigentlich sehr schwierig.

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